Video-Tipp: „Sprechende Wohnung“

Artikel drucken Artikel drucken 12. Dezember 2009 | Von | Kategorie: Vermischtes

Am Anfang dieses Spots steht ein Ende, das Ende eines Lebens: Ein Sarg wird aus dem Haus getragen. Kein Kriminalfall, wie sich schnell herausstellt, sondern das „ganz normale“ Sterben eines alten Menschen. Dies ist ein Teil des Themas, welches eine ganz neue Kampagne der Caritas thematisiert. Die Botschaft: Wir sollten für alte Menschen da sein – so lange sie da sind.

Nach dem ersten Bild betritt der Zuschauer mit den Angehörigen die Wohnungen kürzlich Verstorbener. Und dort entdecken die Angehörigen Dinge, die von der körperlichen und seelischen Verfassung der alten Menschen zeugen. Ein Paar Schuhe in der Geschirrspülmaschine, eine mit Pflastern notdürftig reparierte Fernbedienung, ein verwilderter Garten erzählen von den schwindenden Kräften des Geistes und des Körpers. Ein Ehebett, das nur noch zur Hälfte bezogen ist, und eine Enkelin, die ihren Opa auf Fotos nicht erkennt, erzählen von Einsamkeit und ungelösten Konflikten. Bei den Angehörigen lösen die Geschichten der Wohnungen Trauer aus und Hilflosigkeit, lassen Verzweiflung und Wut aufkommen. Mit dem Schlusssatz „Wir sollten für alte Menschen da sein, so lange sie da sind“ wird der Spot zum Plädoyer dafür, sich zu Lebzeiten mit den alten Menschen zu beschäftigen. Genauer hinzuschauen, ob sie Hilfe brauchen. Einfach da sein, obwohl sie alleine scheinbar gut zurechtkommen. Oder sich schlichtweg daran erfreuen, dass sie immer noch stark sind und mitten im Leben stehen.

Der Fernseh- und Kino-Spot heißt „Sprechende Wohnung“. Regisseur war Cadmo Quintero. Mehr Informationen unter: http://blog.experten-fuers-leben.de/

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