Polizei warnt: Vorsicht
vor Cent-Überweisungen
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20. März 2010 | Von sechs+sechzig | Kategorie: Finanzen & Vorsorge
Genau richtig hat ein 71-jähriger Mann reagiert, als ihm in den letzten Wochen mehrmals von unbekannter Seite kleine Cent-Beträge auf sein Konto überwiesen wurden. Der Rentner verständigte unverzüglich seine Bank und die Polizei.
Bei dieser neuen Betrugsmasche werden viele kleine Cent-Überweisungen an eine bestimmte Bankleitzahl, kombiniert mit Zufallskontonummern, versandt. Erfolgt keine Fehlermeldung, bedeutet dies, dass das Konto existiert. Dieses Wissen ermöglicht den Betrügern dann einige Tage oder Wochen später, einen größeren Betrag von dem so ermittelten Konto abzubuchen. Dies wird dann auch getan – zum Teil anfangs ebenfalls mit kleinen Summen, die dann immer weiter gesteigert werden. Auf diese Weise finden die Gauner sogar Konten heraus, die überhaupt nicht oder nur in monatelangen Abständen kontrolliert werden.
Jeder Kontoinhaber – nicht nur beim Online-Banking – sollte daher immer genau seine Kontoauszüge prüfen und nach solchen Cent-Überweisungen umgehend die eigene Bank informieren. Mit den Kontodaten des Überweisenden wendet man sich dann an die Polizei. Falls auf dem Kontoauszug eine Telefonnummer für Rückfragen steht, auf keinen Fall dort anrufen. Hierdurch können sehr hohe Telefonkosten anfallen.
Sollte eine Ihnen unbekannte Firma aus einem nicht schlüssig erscheinenden Grund Geld von Ihrem Konto abbuchen, können Sie Ihrer Bank gegenüber innerhalb von sechs Wochen dieser Abbuchung widersprechen und den abgebuchten Betrag zurückbuchen lassen.
Das Bundesverbraucherschutzministerium warnt ebenfalls vor der neuen Masche, wie der „Spiegel” in seiner neuen Ausgabe berichtet. „Verbraucher sollten ihre Auszüge regelmäßig prüfen, auf unerklärliche 1-Cent-Überweisungen achten und ihrer Bank unberechtigte Abbuchungen melden“, rät Julia Klöckner, Parlamentarische Staatssekretärin im Verbraucherschutzministerium.
Allerdings hat nicht jede 1-Cent-Überweisung einen kriminellen Hintergrund: Auch Hilfsorganisationen und Online-Zahldienste nutzen diese Methode schon mal, um die Identität eines Spenders oder Kunden zu prüfen.


Den Artikel finde ich sehr spannend und informativ. Es sollte regelmäßig über die immer fieser werden Tricks berichtet werden. Es ist erschreckend, wie erfolgreich die Abzocker mit neuen, aber auch mit uralten Maschen gerade bei älteren Menschen sind. Information ist der einzige Schutz.