Kündigt ein langsamer Gang Herzerkrankungen an?

Artikel drucken Artikel drucken 25. Mai 2010 | Von | Kategorie: Gesundheit & Ernährung

Nicht jeder, der mal langsam geht, riskiert eine Herzerkrankung: Man will ja auch mal gemütlich schlendern. Statistisch jedoch gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Gehtampo und der Erkrankungs-Wahrscheinlichkeit.Foto: Getty Images

Senioren, die langsam gehen, haben ein deutlich höheres Risiko, an Herzerkrankungen zu sterben als Gleichaltrige, die zügig gehen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Beobachtungsstudie, die Dr. Julien Dumurgier und seine Kollegen vom INSERM in Paris mit 3.208 Menschen über 65 Jahren durchgeführt haben. Die Mediziner notierten die Zeit, die die Studienteilnehmer benötigten, um einen Gang von sechs Metern Länge zu gehen. Fünf Jahre nach dem Test waren 59 Teilnehmer an einem Herztod gestorben. In dem Drittel, das am langsamsten gegangen war, lag die kardiovaskuläre Sterberate drei Mal so hoch wie beim schnellsten. Herausgerechnet hatten die Forscher mehrere Drittvariablen, die das Gehen aus ganz anderen Ursachen langsamer machen können, etwa rheumatische Erkrankungen, neurologische Probleme, Folgen chirurgischer Eingriffe etc. Trotzdem lässt sich nur aufgrund der Studie nicht ausschließen, dass der Gang infolge ganz anderer Faktoren als Herzerkrankungen langsamer wird.

Das Studienergebnis bestätigt allerdings in jedem Fall den Rat der Deutschen Herzstiftung, dass ältere Menschen die eigene Leistungsfähigkeit kritisch im Auge behalten sollten. Wenn sie deutlich abnimmt, sollten die Betroffenen dies nicht auf das Alter schieben, sondern zum Arzt gehen.

Tags: , , , , ,

Keine Kommentare möglich.