Miserable Bankenberatung

Artikel drucken Artikel drucken 21. Juli 2010 | Von | Kategorie: Finanzen & Vorsorge

Etlich Anbieter – darunter Filialen der Postbank, Hypovereinsbank – bekamen die Note mangelhaft. In mehr als der Hälfte der Fälle händigten die Banken den Kunden kein Beratungsprotokoll aus. Dazu sind sie seit Anfang 2010 vom Gesetzes wegen verpflichtet, wenn Kunden äußern, dass sie Wertpapiere anlegen wollen. Darüber hinaus müssen sie rauskriegen, welches Ziel die Kunden mit ihrer Geldanlage erreichen wollen und welche Kenntnisse und Erfahrungen sie haben. Viele Banken taten dies nur mangelhaft.
Deshalb wird bereits von politischer Seite “ein standardisiertes Verfahren für die Erstellung von Produktinformationsblättern sowie Mindestqualifikationen für Berater” gefordert. Außerdem soll der Druck auf Bankberater vermindert werden, indem die Beratung weg von produktbezogenen Verkaufsvorgaben und rein provisionsorientierter Beratung geht. Die Lücken bei der gesetzlichen Regelung von Beratungsprotokollen müssen endlich durch klare Vorgaben und effektive Kontrollen geschlossen werden.”
Anwälte schließlich fordern die Beweislast-Umkehr, so dass die Berater darlegen müssen, dass sie korrekt handeln.
Bis dahin heißt es auf jeden Fall auf der Hut sein und ein paar Regeln befolgen:
- Bereiten Sie sich auf das Beratungsgespräch vor.
- Wenn Sie ihm Beratungsgespräch etwas nicht verstanden haben, fragen Sie ruhig nach. Es gibt keine dummen Fragen, nur schlechte Antworten. Nerven Sie den Beraten ruhig. Es ist sein Job alles zu erklären.
- Lassen Sie sich Zeit bei Ihrer Entscheidung!
- Gehen Sie ruhig zu einer anderen Bank mit den gleichen Fragen und vergleichen sie nachher die Antworten.
- Die Frage nach den Kosten des Produkts sollte auf keinen Fall fehlen.

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