Vergessene Verträge
fressen viel Geld
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31. Juli 2010 | Von sechs+sechzig | Kategorie: Finanzen & Vorsorge
Seriöse Versicherungen fordern ihre Kunden einmal jährlich auf, die Versicherungsbedingungen zu überprüfen. Hausratversicherungen etwa werden heute nach der Quadratmeterzahl berechnet, und die kann sich bei einem Umzug genauso ändern wie die Tarifzone, etwa, wenn die Wohnung dann stärker von Hochwasser bedroht ist. Bei Kfz-Versicherungen gibt es darüber hinaus Sondertarife, und zwar für Wenigfahrer und für Garagennutzer.
Auch die Verbraucherzentrale Bayern rät, Sachversicherungen immer wieder einmal zu überprüfen, da sich die Berechnung der Tarife häufig ändere: »Deshalb empfehlen wir hier – wo das im Unterschied etwa zur Rentenversicherung sinnvoll ist – auch nur einjährige Laufzeiten.« Dann könne man drei Monate vor Ablauf der Jahresfrist wieder kündigen und zu einem günstigeren Anbieter wechseln. Manche Direktversicherer erlauben sogar, jederzeit aus einem solchen Vertrag auszusteigen.
Bei älteren Menschen erweisen sich einige Versicherungen als überflüssig, etwa Berufsunfähigkeitsversicherungen, die häufig in Kombination mit einer Kapital-Lebensversicherung angeboten werden. Wer in Rente geht, sollte sie kündigen, rät die Verbraucherzentrale. Auch Unfallversicherungen hätten dann häufig keinen Sinn mehr: »In der Regel schließen sie junge Leute ab, ebenfalls für den Fall, dass sie ihren Beruf nicht mehr ausüben können.« Generell seien alle die Versicherungen nicht mehr notwendig, die man abgeschlossen hat, um sein Einkommen abzusichern. Auch bei Krankenzusatzversicherungen könnten Ältere häufig abspecken: »Eine Kranken-Tagegeldversicherung, die den Verdienstausfall Selbständiger ausgleichen soll, ist im Rentenalter nicht mehr notwendig«, betont eine Beraterin der Verbraucherzentrale. Wichtig in fortgeschrittenem Alter blieben hingegen private Haftpflichtversicherungen, Auslandsversicherungen für Reisefreudige und Reiserücktrittsversicherungen.
Von Sterbegeldversicherungen, die die Erben von Beerdigungskosten befreien sollen, rät die Verbraucherzentrale prinzipiell ab. »Die Beiträge sind zu hoch, gemessen an dem, was ausbezahlt wird». Sinnvoller sei es, den nötigen Betrag aufs Sparbuch zurückzulegen.
Gerd Fürstenberger
















Für die September-Ausgabe unserer Seniorenzeitung würden wir gerne den obigen Artikel von Herrn Fürstenberger übernehmen und auf Ihr Magazin als Referenz verweisen.
Über eine Abdruckgenehmigung würden wir uns sehr freuen.
Mit freundlichen Grüßen
Ralf Krause
Redaktion Mein Kiez
Sozialverein Friedrichshain e.V.
Bersarinplatz 4
10249 Berlin