Neue Liste nennt Medikamente, die nicht für Senioren taugen
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19. August 2010 | Von sechs+sechzig | Kategorie: Gesundheit & Ernährung
Die Pharmakologin, die das Philipp-Klee-Institut am Helios-Klinikum Wuppertal leitet und einen Lehrstuhl an der Privaten Universität Witten/Herdecke innehat, kann jetzt 83 verschriebene Medikamente nennen, die für ältere Menschen eine Gefährdung darstellen könnten. In Deutschland wird die Zusammenstellung unter dem Namen „Priscus-Liste“ geführt werden. „Priscus“ (lateinisch: altehrwürdig) heißt ein Forschungsverbund, der sich mit der Gesundheit im Alter befasst.

Prof. Petra Thürmann leitet das Philipp-Klee-Institut am Helios-Klinikum Wuppertal leitet und besitzt einen Lehrstuhl an der Privatuniversität Witten/Herdecke.
25 Fachleute aus den unterschiedlichsten Fachdisziplinen erhielten dann eine Vorauswahl mit 131 möglicherweise bedenklichen Medikamenten für Ältere. Sie sollten deren Risikopotenzial für Menschen im Alter von etwa 75 Jahren nach einem Punktesystem bewerten. Die Zusammenarbeit lief vollständig über das Internet, wo die Experten Literatur zum Thema hinterlegt bekamen und ihre Kommentare einstellten. 83 Medikamente sind laut Thürmann „potenziell ungeeignet für alte Menschen“. „In zwei Bereichen fällt die Beurteilung der Risiken viel deutlicher aus als es die Handhabung in der Realität zeigt“, sagt die Pharmakologin. „Bei den Schmerzmitteln und den Psychopharmaka.“
Die deutsche „Beers-Liste“ will keine Schwarz-Weiß-Malerei betreiben sondern den Ärzten eine Hilfestellung geben. „Der jeweils behandelnde Arzt soll eine konkrete Anleitung erhalten, was nach der Gabe eines risikoreichen Medikaments in bestimmten Abständen zu kontrollieren ist, damit auftretende Nebenwirkungen rechtzeitig erkannt werden. Auch therapeutische Alternativen werden aufgeführt.“















