Eifersüchtig auf die Oma

Artikel drucken Artikel drucken 18. Oktober 2011 | Von | Kategorie: Enkelblog

Meine Tochter hat als Krankenschwester sehr unregelmäßige Arbeitszeiten, mein Schwiegersohn ist in seinem Beruf oft „auf Montage“, so dass ich meinen 2-jährigen Enkelsohn häufig, manchmal auch über längere Zeit bei mir habe. Zum Glück wohnen wir nicht weit auseinander, der Organisationsbedarf ist so ganz gut zu bewältigen.
Als Oma habe ich Zeit und es macht mir viel Spaß, diese ganz und gar meinem Enkelsohn zu widmen. Natürlich passe ich auf, dass ich ihn nicht allzu sehr verwöhne. Aber wir unternehmen viel, ich lese gerne Kindergeschichten vor oder wir schauen uns Bilderbücher an, wir bauen Türme oder Burgen und manchmal versuchen wir uns an einem Kinderlied. Eigentlich alles gut, mein Enkelsohn entwickelt sich prächtig.
Allerdings gibt es auch Einschränkungen dieses schönen Zusammenlebens von Enkelsohn und Oma, die immer regelmäßig dann passieren, wenn meine Tochter ihn nach Hause abholen möchte. Mein Enkelsohn versteckt sich sofort hinter mir, klammert sich an meine Beine, weint und schreit fürchterlich, dass er nicht nach Hause will, dass er mich, die Oma, viel lieber hat und dass meine Tochter weggehen soll. Irgendwie ist mir das sehr unangenehm, denn meine Tochter ist zunehmend eifersüchtig auf mich. Jetzt fürchte ich, dass sie sich nach anderen Betreuungsmöglichkeiten umsehen wird und ich meinen Enkelsohn nicht mehr bei mir haben kann oder wie soll ich mit der Eifersucht meiner Tochter umgehen?

Tags: ,

Ein Kommentar
Hinterlasse einen Kommentar »

  1. ich empfehle Ihnen dringend, offen mit Ihrer Schwiegertochter darüber zu sprechen, damit sich da erst einmal nichts ‚verhärtet‘. Wenn Ihre Schwiegertochter nur einigermaßen verständig ist (sie braucht Sie ja schließlich auch), kann man das Verhalten des kleinen Enkels doch rasch erklären und verstehen – Sie sind halt im Augenblick seine wichtigste Bezugsperson. Und vielleicht sollten Sie dem Kleinen über den Tag immer wieder von seiner Mutter erzählen, dass sie arbeitet (schließlich ja auch für ihn), dass er sonst zu fremden Menschen müsste (Krippe oder Tagespflege) und dass es doch sehr schön wäre, wenn alle miteinander das Leben geniessen könnten. Ich weiß ja auch nicht genau, ob das hilft, aber ‚Versuche macht ekanntliche klug‘?

Schreibe einen Kommentar

Bitte führen Sie diese Berechnung durch * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.