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Spätfolgen der Krebstherapie: Hilfe für Patienten

[1]Vor kurzem bin ich auf einen ineterssanten ASrtikel gestoßen. Es ging um Krebspatienten, die schon mindestens zehn Jahre oder länger ihre Erkankung überwunden haben und jetzt an möglichen Spätfolgen der früheren Therapie [2]leiden. Meistens handelt es sich dabei um diffuse Beschwerden, die sich nicht eindeutig zu ordnen lassen und daher selten in Zusammenhang mit der früheren Krebserkrankung gebracht werden. Die meisten Ärzte sind auf solche Krankheitsbilder nicht vorbereitet.

Doch in der Universitätsklinik Erlangen hat sich ein Ärzteteam auf diese Symptome spezialisiert. Dort wird Beratung und Langzeitnachsorge angeboten.
Begeistert von der guten Idee, sich einer Patientengruppe anzunehmen, die eigentlich als geheilt gilt, aber trotzdem die Folgen einer Strahlentherapie oder einer Chemotherapie mit ihren Nebenwirkungen nach Jahren spürt, habe ich mich an die Universitätsklinik gewandt, weil ich in unserem Magazin 66 etwas darüber berichten wollte.

Doch wie groß war meine Enttäuschung als ich die Antwort der Pressestelle las. Hier der knappe Originaltext: Die Broschüre „Vorsorgen durch Nachsorgen“ ist leider noch nicht fertiggestellt. Der medizinisch gehaltene Entwurf wird derzeit noch von einer Medizinjournalisten für Laien verständlich übersetzt. Sie richtet sich allerdings an Eltern, deren Kinder erkrankt sind. Wir hoffen,dass die Broschüre in etwa 6 Monaten erhältlich ist. Sollte Ihr Interesse weiterhin bestehen, können Sie uns im Juli diesen Jahres gerne erneut kontaktieren.

Kein Wort mehr über die älteren Patienten, kein Wort darüber, dass man diesen Service in der Broschüre aufnimmt. Schade. Da sind die Senioren mit Spätfolgen wohl nur eine kleine Gruppe, die man nicht abweist. Dass man daraus einen Beratungsschwerpunkt machen könnte, ist wohl leider nicht angedacht.
Kennt jemand andere Beratungsstellen? Ich würd gerne darauf aufmerksam machen.

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