Ältere weniger armutsgefährdet

Artikel drucken Artikel drucken 24. Oktober 2012 | Von | Kategorie: Stiftungen & Engagement

Viel zu viele Menschen in Deutschland sind arm – für Jüngere ist das Risiko aber noch größer als für Ältere. Foto: epd

15,8 Prozent der Bevölkerung Deutschlands, rund 12,8 Millionen Menschen, waren 2010 armutsgefährdet. Dies teilt das Statistische Bundesamt mit. Bei den Älteren ist es – erstaunlicherweise – statistisch ein Prozent weniger.

Eine Person gilt demnach als armutsgefährdet, wenn sie im Jahr 2010 nach Einbeziehung staatlicher Transferleistungen weniger als 11.426 Euro im Jahr beziehungsweise 952 Euro im Monat zur Verfügung hatte.

Bei der männlichen Bevölkerung lag die Armutsgefährdung mit 14,9 % etwas unter dem Durchschnitt der gesamten Bevölkerung, bei Frauen war die Quote mit 16,8 % stärker ausgeprägt. Überdurchschnittlich fiel die Quote auch bei Personen zwischen 18 und 64 Jahren (16,4 %) aus. Die Armutsquote von Kindern, die jünger als 18 Jahre alt waren, lag mit 15,6 % leicht unter dem Bundesdurchschnitt.

Bei den älteren Menschen ab 65 Jahren war die Quote mit 14,2 % noch niedriger. Alleinerziehende Elternteile und ihre Kinder gehörten mit einer Quote von 37,1 % auch 2010 zu den am stärksten von Armut betroffenen Bevölkerungsgruppen. Das galt auch für die alleinlebenden Personen – hier war etwa jede dritte Person (36,1 %) unter 65 Jahren armutsgefährdet. In Haushalten von zwei Erwachsenen unter 65 Jahren traf dies auf 11,3 % zu.

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