Senioren entlasten den Arbeitsmarkt

Artikel drucken Artikel drucken 1. Februar 2013 | Von | Kategorie: Alter Ego

vignette_nosseck_bockIch bin mir nicht ganz sicher, ob die neueste Statistik der Bundesagentur für Arbeit eine gute Nachricht ist oder nicht. Denn daraus geht hervor, dass ein Großteil der Menschen jenseits der 60 nicht arbeitet. Die Zahl der Frührentner war noch nie so hoch. Dafür nehmen sie Abschläge bei der Rente in Kauf. Das bedeutet, je weiter die Politik das gesetzliche Renteneintrittsalter nach oben schraubt, desto mehr Einbußen müssen diejenigen in hinnehmen, denen das Leben noch mehr zu bieten hat als bis zum Umfallen zu schuften.
Meistens handelt es sich um etwa 100 Euro im Monat, die dauerhaft weniger im Geldbeutel des Rentners bleiben. Damit entlasten die Frührentner auch die Rentenkassen.
Manche handeln aber auch aus der Erkenntnis heraus, dass der Arbeitsmarkt ihnen nichts mehr zu bieten hat und das entwürdigende Klinkenputzen nach einem langen Berufsleben mit Pflichtbewerbungen und Schulungen, Gängelung durch etliche Vorschriften sehr belastend ist.

Ich kann das verstehen. Wer erfolgreich im Job war und sich nur wegen seines Alters nun um jeden Job bemühen muss, wenn er noch ein paar Jahre bis zur Rente überbrücken muss, der wird darüber vielleicht krank oder depressiv. Da ist es besser, seinem Leben eine andere Wendung zu geben und sich aus dem Arbeistmarkt zu verabschieden.
Noch immer werden Menschen jenseits der 50 ungern eingestellt. Wenn Betriebe ihre Kostensenkungspläne bekannt geben, geht es immer um Stellenabbau. Man denke nur an die Ankündigung der Commerzbank etliche tausend Stellen zu kappen. Vor allem die älteren (und teuren) Mitarbeiter werden mit Abfindungsregelungen dazu angeregt, ihre Areitsplatz zu räumen.
Wer es sich leisten kann, der geht auch.
Nun befürchte ich, dass die Politik die Regelungen verschärfen wird, um ältere Arbeitnehmer im Arbeitsmarkt zu halten. Das wäre meiner Meinung nach aber überhaupt nicht wünschenswert.
Die neusten Zahlen der Bundesagentur bestätgien einen Trend, der schon vor längere Zeit eingesetzt hat: eine Abstimmung mit den Füßen raus aus dem Arbeitsleben, rein in die Rente.

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