Die Angst vor dem Medizinischen Dienst ist weit verbreitet

Artikel drucken Artikel drucken 28. Juli 2014 | Von | Kategorie: Alter Ego

vignette_nosseck_bockDie Eingruppierung in Pflegestufen ist eines der größten Probleme, wenn der Mensch gebrechlich wird. Noch immer hat sich nichts daran geändert, dass die Angehörigen von pflegebedürftigen Menschen vor der Begutachtung des Medizinischen Dienstes zittern. In meinem Freundeskreis habe ich in letzter Zeit mehrmals Klagen zu diesem Thema gehört. Warum nehmen die Gutahcter die Erkenntnis so selten auf, dass die Angehörigen der älteren Generation stolz auf ihre Eigenständigkeit sind? Diese Haltung führt aber leider dazu, dass sie sich beim Besuch der Vertreterin der Pflegekassen besonders anstrengen? Hierüber existieren etliche Erfahrungsberichte.
Warum muss man davor so große Angst haben, dass der Dienst die pflegebedürftige Person nicht richitg einstuft? Warum arbeitet man nicht an einem fairen Bewertungsprozess?
Die Folgen sind weitreichend. Wer keine Pflegestufe erhält, der schaut, wie er ohne fremde Hilfe über die Runden kommt. Das ist aber keine gute Lösung, wenn die Angehörigen überfordert sind und die Plfegbedürftigkeit steigt.
Eine Freundin berichtete mir, dass ihre Schwiegereltern ziemlich zeitgleich starke gesundheitliche Probleme haben. Weil sie sich keine 3000 Euro Zuzahlung im Momnat leisten können, geht nur die Schwiegermutter ins Heim, die sich kaum noch bewegen kann und geistig schon sehr abgebaut hat.
Der ebenfalls mit einer leichten Altersverwirrheit kämpfende Schwoegervater bleibt in der Wohnung und besucht seine Frau täglich. Dabei wäre er gerne in ihrer Nähe. Nur das ist nicht finanzierbar. Er seber hat noch keine Pflegstufe und seine Frau wartet auf die Begutachtung. A Die Wohnung ist zu klein, um eine Pflegekraft aus dem Ausland zu engagieren. Dies wäre in dem Fall der beiden die menschlichste Lösung. Sie könnten in ihrer gewohnten Umgebung bleiben und wären versorgt.
Ich finde, hier muss sich noch ganz viel tun. Aber die Politik ist auf diesem Feld viel zu wenig aktiv.
Wer ein ärztliches Attest über eien beginnende Demenz vorweisen kann, sollte automatisch entsprechend seinem Krankheitsstaus eine Pflegestufe erhalten. Dann würde zumindest bei einer großen Gruppe von Senioren und ihren Angehörigen das Zittern vor der Begutachtung durch den Pflegedienst aufhören. Überhaupt sollten ärztliche Diagnosen dabei mehr zählen.

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Ein Kommentar
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  1. ich habe das gefühl, unsere älteren verbinden besuch des med. dienstes mit dem gedanken, sie sollen ins altenheim. hier müßte die aufklärung einsetzen. deswegen geben sie sich beim besuch des med. dienstes so rüstig. eigene erfahrung, hatte aber glück, denn durch geschickte querfragen, merkte die dame, daß hilfe gebraucht wird und geleistet wird. durch alterssturheit, leider, kein vertrauen zum angehörigen, gibt es auch für dieses thema keine vertrauensvolle gespräche. fremde menschen (glaubt man mehr) müßten besuchen und über dieses thema sprechen.

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