Wenn Enkelkinder „flügge“ werden

Artikel drucken Artikel drucken 16. Mai 2017 | Von | Kategorie: Enkelblog

„Flügge werden“ oder „Sich abnabeln“, das sind vielleicht doch altmodische Begriffe, die aber gemeinsam haben, dass es jetzt soweit ist: Kinder/Enkelkinder werden selbst- und eigenständig, sie verlassen das elterliche „Nest“, suchen nach eigenen Wegen und Orientierungen. Besonders ausgeprägt ist das „Flüggewerden“ im jugendlichen Alter, wenn Gleichaltrige in Cliquen wichtiger werden als Eltern und Großeltern.

Jugendliche haben oftmals alle Probleme auf einmal: die Ablösung von der Familie, der weitere schulische/berufliche Werdegang und – ganz klar – die erste große Liebe, der erste Freund/die erste Freundin. Womit ich bei dem Thema wäre, das Eltern und Großeltern zurzeit heftig beschäftigt.

Unsere 16-jährige Enkeltochter hat seit ein paar Monaten einen „festen“ Freund. Insbesondere ihr Vater (und der Großvater auch) ist nun sehr besorgt, dass ja nichts Schlimmes passiert. Schwere Zeiten für beide, die doch mal für unsere Enkeltochter die liebsten, die besten, die größten und einzigen Männer um sie herum waren und das völlig konkurrenzlos.

Jetzt haben sich beide zusammengetan und Allerlei ausgebrütet: erst mal strenge Regeln fürs Nachhause kommen, App zur Kontrolle ihres Aufenthalts, Wissen wollen, mit wem sie Umgang hat, Termin  zur Vorstellung des Freundes und am besten auch gleich dessen Eltern. Ist das Eifersucht oder sind das ausgeprägte (männliche) Beschützerinstinkte oder beides?

Tatsächlich könnte man meinen, dass es Vater und Großvater sind, die „loslassen“ und sich „abnabeln“ müssten. Ein wenig mehr Vertrauen und Gelassenheit wären bestimmt eher angebracht.

 

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