Antibiotika statt Hausmittel

Artikel drucken Artikel drucken 9. August 2017 | Von | Kategorie: Enkelblog

Unser Enkelsohn ist gerade einmal fünf Jahre alt und war schon sehr oft richtig krank: Mittelohrentzündung, heftige Erkältungen mit hohem Fieber, Bronchitis u.v.m. Manche dieser Krankheiten sind mit Antibiotika behandelt worden und haben auch sehr schnell geholfen bis er sich nach kurzer Zeit erneut mit Schnupfen und Husten (wohl im Kindergarten) angesteckt hat und wieder die Frage auftauchte, ob denn Antibiotika das richtige Gegenmittel sind.
Dabei ist es durchaus üblich, kleine Kinder mit Antibiotika zu behandeln, obwohl man doch weiß, dass bei zu häufiger und (vielleicht) auch unnötiger Einnahme die Gefahr besteht, dass sie möglicherweise ohne Wirkung sind, wenn sie in schlimmen Fällen wirklich gebraucht werden. Außerdem vermute ich, dass die Immunabwehr unseres Enkelsohnes durch die Antibiotika nur kurzfristig gestärkt, längerfristig jedoch geschwächt wird, sonst wäre er doch nicht so oft krank.
Früher kannten wir bei Krankheiten unserer Kinder kaum Antibiotika, da haben fiebersenkende Hausmittel (z.B. Kirschsaft, Lindenblütentee, Milch mit Honig und kalte Umschläge) helfen müssen. Heute habe ich bei unseren Kindern manchmal den Eindruck, dass unser Enkelsohn schnell wieder gesund werden und in den Kindergarten gehen soll, damit vor allem meine Tochter in der Arbeit nicht allzu lange ausfällt. Dieser Druck ist für sie enorm.
Beistehen kann ich Enkelsohn und Tochter nicht, dazu wohne ich zu weit weg. Trotzdem frage ich mich, wann sind Antibiotika zur Genesung kleiner Kinder wirklich wichtig und wann kann man bei einer Erkrankung ein bißchen zuwarten, bis unser Enkelsohn wieder richtig gesund ist?

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