Ambulant oder stationär?

Artikel drucken Artikel drucken 1. Oktober 2017 | Von | Kategorie: Wohnen & Betreuung

Auch mit Hund – die Betreuung von Demenzpatienten kennt viele Facetten und dürfte noch flexibler werden. Foto: epd/ Jochen Guenther

Mit den ersten Symptomen einer Demenz beginnt für Menschen mit Demenz und ihre Familien das Streben nach einer stabilen Versorgungssituation. Dies kann mit vielen Herausforderungen verbunden sein, da die Versorgung im Verlauf der Erkrankung immer wieder den speziellen Bedarfen und Anforderungen der betroffenen Person angepasst werden muss. Die in Deutschland übliche Unterscheidung in ambulante und stationäre Versorgungsangebote ist aber wenig hilfreich.

Die Frage nach der bestmöglichen Versorgung von Menschen mit Demenz – zu Hause oder im Pflegeheim – beschäftigt neben betroffenen Familien auch Akteure aus der Versorgungspraxis und Forschung. Daher war sie Gegenstand der Jahrestagung des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) an der Universität Witten/Herdecke.

Dabei ging es auch um die Unterscheidung zwischen ambulant und stationär. „Dies ist im Grunde eine künstliche und an finanzierungs- und leistungsrechtlichen Logiken ausgerichtete Betrachtungsweise. Wir möchten vielmehr den Fokus auf die Bedarfe von Menschen mit Demenz und Ihren Angehörigen legen. Hier stehen oftmals Übergänge in der Gestaltung von Versorgung im Fokus, vor allem dann, wenn die Versorgung aus Sicht der Beteiligten nicht mehr so weitergehen kann wie bisher“, sagte Dr. Bernhard Holle, Leiter der AG Versorgungsstrukturen am Standort Witten dazu und brachte damit neue Perspektiven.

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