Ratgeber zur Vermeidung von Infektionen gratis anfordern

Artikel drucken Artikel drucken 12. Oktober 2017 | Von | Kategorie: Gesundheit & Ernährung

Nicht nur im Krankenhaus, sondern auch im eigenen Zuhause sollte Hygiene groß geschrieben werden, da viele Keime inzwischen gegen Antibiotika resistent sind. Foto: epd

Lungenentzündung, Tuberkulose, Wundinfektionen – Antibiotika haben vielen bakteriellen Erkrankungen ihren Schrecken genommen. Doch in den letzten Jahren konnten manche Erreger gegen diese Medikamente eine Resistenz entwickeln und lassen sich nur noch schwer bekämpfen. Besonders gefährlich ist das für Menschen mit einem schwachen Immunsystem, also frisch Operierte, chronisch Kranke oder ältere Menschen. Die neue Broschüre „Antibiotikaresistenzen – Hygiene in der Pflege“ erklärt, welche Maßnahmen wichtig sind, um diese Menschen vor Infektionen mit antibiotikaresistenten Keimen zu schützen. Herausgeber ist die Deutsche Seniorenliga.

Beim Thema antibiotikaresistente Erreger denkt man meist an Kliniken, denn dort kommen sie am häufigsten vor. Zudem sind gerade frisch Operierte und Patienten mit offenen Wunden, Sonden oder Kathetern gefährdet, sich eine Infektion einzufangen. Für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen gelten daher besondere Hygienerichtlinien. Doch Hygiene geht jeden etwas an, ob als Besucher im Krankenhaus, als Mitarbeiter eines Sozialdienstes oder als Angehöriger, der einen Kranken zuhause pflegt. Jeder, der mit den Betroffenen in Kontakt kommt, kann ein stiller Überträger von Keimen sein, also anstecken, ohne selbst zu erkranken. Die Grundlagen der Hygiene sollten daher jedem vertraut sein.

Hygiene ist auch in der häuslichen Pflege Pflicht

Bis zu 80 Prozent aller Infektionen werden über die Hände übertragen. Hygieneregel Nummer eins lautet daher: Regelmäßig und gründlich Hände waschen. Außerdem ist es wichtig, den Haushalt und die Wäsche stets sorgfältig zu reinigen. Besondere Aufmerksamkeit sollte auch der Lagerung und Zubereitung von Lebensmitteln geschenkt werden. Worauf dabei zu achten ist, beschreibt der neue Ratgeber ausführlich und leicht verständlich. Darüber hinaus wird erklärt, welche Hygienemaßnahmen bei Pflegetätigkeiten beachtet werden müssen und was zu tun ist, wenn trotz aller Vorsicht der Verdacht auf eine Infektion besteht. Für weiterführende Informationen gibt es am Ende eine Liste mit wichtigen Adressen und Links.

Die Broschüre „Antibiotikaresistenzen – Hygiene in der Pflege“ ist kostenfrei beziehbar und kann auf dem Postweg oder im Internet als PDF zum Download angefordert werden: Deutsche Seniorenliga e.V. (DSL), Heilsbachstraße 32, 53123 Bonn; www.multiresistente-erreger.de. Privatpersonen können 1 Broschüre kostenlos anfordern und per Post zugesandt bekommen. Ärzte, Angehörige von Pflegeberufen oder Institutionen können auch eine größere Anzahl Broschüren zum Verteilen bestellen. Bitte senden Sie eine E-Mail mit der gewünschten Stückzahl und dem Verwendungszweck an broschueren@deutsche-seniorenliga.de.

 

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