Diabetesschäden begrenzen

Artikel drucken Artikel drucken 13. November 2017 | Von | Kategorie: Gesundheit & Ernährung

Auch die Augen können unter einem erhöhten Blutzuckerspiegel leiden – schlimmstenfalls ist eine Erblindung die Folge. Foto: djd / COLOURBOX

Ein Diabetes bringt häufig Schäden an den Nerven und Blutgefäßen mit sich. Das zieht verschiedene Folgeerkrankungen nach sich, etwa sogenannte Neuropathien an den Füßen. Schäden an den kleinen Gefäßen können außerdem Augen- und Nierenerkrankungen zur Folge haben. Sind die großen Gefäße betroffen, steigt zudem das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Patienten können dem aber in gewissem Rahmen entgegen steuern.

„Man sollte die Medikamente wie vom Arzt verordnet einnehmen und zudem durch einen gesunden Lebensstil zur guten Blutzuckereinstellung beitragen“, erklärt Prof. Dr. Hilmar Stracke, Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Stoffwechselerkrankungen am Medizinischen Versorgungszentrum MVZ des Evangelischen Krankenhauses Gießen. Außerdem seien regelmäßige Kontrolluntersuchungen sehr wichtig, um Folgeerkrankungen frühzeitig zu erkennen.

Zwar mache sich eine Neuropathie meist durch beidseitig auftretende Empfindungsstörungen in den Füßen wie Kribbeln, Brennen, Taubheit oder ein nachlassende Gespür für Berührung oder Schmerzen bemerkbar. „Die anderen Folgeerkrankungen entwickeln sich aber in der Regel unbemerkt“, erklärt der Spezialist.

Alkohol und Nikotin meiden

Begleitend gelte es, Nervengifte wie Nikotin und Alkohol zu meiden und einen Mangel an Vitamin B1 auszugleichen, der häufig bei Diabetes auftritt. Dieser könne Neuropathien verursachen oder verstärken. Zum Ausgleich des Defizits eignet sich eine Vorstufe vom Vitamin B1, das Benfotiamin. Dieses gelangt besser in den Körper und in das Nervengewebe als das herkömmliche Vitamin B1.

Neuropathische Schmerzen und Missempfindungen wie Kribbeln und Taubheit in den Füßen können laut dem Experten durch vitaminähnliche Substanzen wie das Benfotiamin oder die Alpha-Liponsäure gelindert werden – ansonsten könne der Arzt nur Schmerzmittel verordnen, die allerdings lediglich gegen die Symptome wirken.

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