Modellprojekt: 120 Seniorenhaushalte in
NRW werden unterstützt

Artikel drucken Artikel drucken 28. Januar 2018 | Von | Kategorie: aktuell

Durch ein Modellprojekt sollen noch bis 2019 Seniorenhaushalte unterstützt werden. Foto: epd/Juergen Blume

Bei einem Modellprojekt in Nordrhein-Westfalen sollen in den nächsten 12 Monaten rund 120 Seniorenhaushalte Unterstützung von geschulten Fachkräften erfahren. Ziel ist es, den Senioren Beratungsangebote zu Themen wie Bewegung und Ernährung zu gewährleisten. Das Projekt läuft noch bis 2019.

Ziel des sogenannten Modellprojekts „Präventives Alltagskompetenztraining – PAKT“ ist es, dass speziell geschulte Kräfte den Senioren bedarfsorientierte Beratungs-, Schulungs- und Trainingsangebote anbieten zu Themen wie Bewegung, Ernährung, Gedächtnis, Wohnraumgestaltung und Erhalt sozialer Kontakte. Das Projekt führt das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung in Köln (DIP) durch gemeinsam mit dem Diözesancaritasverband Aachen (DiCV Aachen). In Aachen, Mönchengladbach sowie im Kreis Heinsberg werden mit Kooperationspartnern vor Ort in den nächsten 12 Monaten rund 120 Seniorenhaushalte in das Angebot einbezogen.

An jedem der drei Projektstandorte stehen je zwei erfahrene Fachkräfte zur Verfügung, die Hausbesuche vornehmen. Darauf aufbauend erfolgt eine individuelle Beratung mit anschließenden kurzen Trainings und Schulungen zu wichtigen Alltagsthemen in der eigenen Häuslichkeit. Die Senioren werden über die Einzelangebote hinaus auch zu Gruppenangeboten außerhalb der eigenen Wohnungen eingeladen.

Das DIP hat das Beratungs-, Schulungs- und Trainingsprogramm für Senioren sowie das Qualifizierungsprogramm für die Fachkräfte entwickelt. Professor Frank Weidner, Direktor des DIP, betont: „Das Innovative an PAKT ist, dass die Fachkräfte bei Bedarf nicht nur Unterstützungsangebote durch andere Dienste vermitteln, sondern dass die Seniorinnen und Senioren in ihrer Häuslichkeit direkt gezielt trainiert und geschult werden können. Das ist Bedarfseinschätzung, Beratung und Hilfe aus einer Hand.“ Die Umsetzung der Konzepte wird durch das DIP-Team kontinuierlich begleitet und evaluiert. Das Projekt läuft noch bis zum Herbst 2019. Dann sollen auch die Ergebnisse des Modellprojektes vorliegen.

Neben dem DiCV als Projektträger von PAKT und dem DIP als wissenschaftliche Begleitung wirken in den Umsetzungsregionen weitere Kooperationspartner mit. In Aachen unterstützt die freie Alten- und Nachbarschaftshilfe Aachen als Träger von verschiedenen Sozial- und Pflegeeinrichtungen das Modellprojekt. Im Kreis Heinsberg sowie in Mönchengladbach sind die örtlichen Caritasverbände mit ihren ambulanten Diensten eingebunden. Unterstützt wird das Projektteam ferner durch einen überregional besetzen Fachbeirat.

Das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung
Das gemeinnützige und unabhängige DIP hat seinen Sitz in Köln. Es betreibt einen weiteren Standort an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Vallendar (bei Koblenz). Seit der Gründung im Jahr 2000 hat das Institut mehr als einhundertzwanzig innovative Projekte im Bereich der Pflege-, Pflegebildungs- und Versorgungsforschung durchgeführt und zahlreiche Studien zur Situation der Pflege in Deutschland veröffentlicht.

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