Trainings für ältere Autofahrer in Nürnberg

Artikel drucken Artikel drucken 25. April 2018 | Von | Kategorie: Aktionen & Projekte

Mobilität ist ein Stück Lebensqualität. Um die Fahrfertigkeit zu erhalten bietet das Seniorenamt der Stadt Nürnberg bald wieder spezielle Trainings für Ältere an. Foto: epd

Für Seniorinnen und Senioren, die ihre Fahrsicherheit erhalten wollen, bietet der Nürnberger Stadtseniorenrat wieder gemeinsam mit der Verkehrspolizei und der Verkehrswacht vier Fahrfertigkeitstrainings mit dem eigenen PKW an. Zur Auswahl stehen die Termine Freitag, 06.07.2018, Samstag, 06.10.2018, Samstag, 13.10.2018 oder Samstag, 20.10.2018 jeweils von 10 bis ca. 14 Uhr auf dem Volksfestplatz. Der Kostenbeitrag beträgt 20.- € und wird vor Ort erhoben, eine vorherige Anmeldung ist erforderlich.

Während der Fahrfertigkeitstrainings üben Senioren und Seniorinnen mit dem eigenen PKW gemeinsam ihre Fähigkeiten beim Vorwärts- und Rückwärtsslalom, beim nachgestellten Einparken im Parkhaus, beim beschleunigten Kreisfahren und beim Bremsmanöver. Dabei stehen ihnen erfahrene Fahrschullehrer mit Tipps und Tricks zur Seite. Zudem können sie ihr Sehvermögen und Hörvermögen bei Spezialfirmen testen, die mit mobilen Stationen auf das Volksfestgelände kommen. Auf der Homepage www.stadtseniorenrat.nuernberg.de ist ein Anmeldeformular eingestellt. Telefonisch kann man sich unter Telefon 231-65 02 oder 231-66 29 in der Geschäftsstelle anmelden. 

Zahlreiche Programme für das sichere Fahren im Alter

Dem Thema Fahrsicherheit von Senioren widmen sich auch bundesweit viele Aktionen, die der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) unter http://www.verkehrssicherheitsprogramme.de/site/programme.aspx?kat=5 zusammengefasst hat. Wie wichtig diese sind, zeigt bereits, dass heute über 20 Prozent der Bevölkerung in Deutschland 65 Jahre alt und älter sind. Ältere Menschen nehmen verstärkt am motorisierten Straßenverkehr teil, dafür ist auch die höhere Verfügbarkeit von Kraftfahrzeugen verantwortlich. Vor allem bei älteren Frauen werden besonders starke Zuwächse beim Führerscheinbesitz erwartet.

Ein oft zu hörendes Vorurteil – Stichwort Forderung nach regelmäßigen Eignungsprüfungen für ältere Führerscheininhaberinnen und -inhaber – relativiert der Verband parallel: Obwohl der Bevölkerungsanteil der über 65-Jährigen ca. 21 Prozent ausmacht, stellt die Altersgruppe nur rund 13 Prozent der Unfallbeteiligten. Dies spiegelt allerdings auch die geringere Verkehrsteilnahme der Altersgruppe als Fahrzeugführer wider.

Das Verletzungsrisiko steigt

Fakt ist aber, dass ältere Verkehrsteilnehmer besonders gefährdet sind. Über 64-Jährige haben als Beteiligte an einem Verkehrsunfall ein höheres Risiko, schwer verletzt oder getötet zu werden. Gemeinsam mit Jugendlichen haben sie das zweithöchste Sterberisiko im Straßenverkehr. Dies führt der Verband nicht nur auf nachlassende physische Widerstandskraft zurück, es hängt nach seinen Erhebungen auch mit der Art der Verkehrsteilnahme zusammen: Ältere Menschen nehmen häufiger zu Fuß und zunehmend mit dem Fahrrad am Straßenverkehr teil und sind somit als ungeschützte Verkehrsteilnehmer höherem Verletzungsrisiko ausgesetzt.

Fakt ist auch, dass der Prozess des Älterwerdens mehr oder weniger zwangsläufig und natürlich individuell verschieden ausgeprägt mit Funktionseinbußen verbunden ist, etwa bei der Informationsaufnahme und -verarbeitung. Ältere Menschen kompensieren dies oft schon automatisch selbst: Sie fahren vorsichtiger, meiden Fahrten unter ungünstigen Bedingungen und verzichten bei widrigen Straßenverhältnissen auch schon einmal auf eine Fahrt.

Basis für sicheres Fahren ist aber vor allem die realistische Einschätzung der eigenen Fähigkeiten, deshalb rät der DVR frühzeitig die eigenen Stärken und Schwächen aufmerksam beobachten und Strategien für die Verkehrsteilnahme entwickeln. Dazu gehören z.B. die Nutzung der von  Fahrzeugherstellern angebotenen Hilfen (Fahrzeugausstattung, Fahrerassistenzsysteme usw.) und die flexible Wahl von verschiedenen Verkehrsmitteln. Geraten wird auch zu regelmäßigen freiwilligen Seh- und Hörtests, außerdem sollte man die Meinung des Hausarztes oder der Hausärztin zur Leistungsfähigkeit im Straßenverkehr einholen.

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