Kaffee zum Einschlafen

Artikel drucken Artikel drucken 1. Mai 2018 | Von | Kategorie: Global Oldie

 Hello All, ich gehöre zu jener Hälfte der Ü-65ziger mit ausgeprögten Schlafstörungen. Dagegen habe ich so gut wie fast alles ausprobiert, vom Schäfchenzählen, langweilige Bettlektüre, Wellenrauschen von der CD, Milch mit Honig, über Baldrian, Melatonin bis zum rezeptpflichtigen Zolpidem. Und artig ab 16:00 auf Kaffee verzichtet. Jetzt überrascht  Dr. Dagy Hole*, im Gleichklang mit anderen Forschern die Schlafsuchenden mit der Einsicht: Ein Tässchen Kaffee unmittelbar vor dem Zubettgehen kann das Einschlafen fördern, vor allem bei Älteren. Was mir zunächst als Marketing-Gag einschlägiger Lobbyisten vorkam, klingt auch in anderen Publikationen plausibel. Bei manchen Senioren sei abends das Gehirn unzureichend durchblutet, wodurch sie schlechter oder gar nicht einschlafen. Das Coffein fördert die zerebrale Durchblutung und damit den Übergang in den Schlaf. Vorausgesetzt, man nimmt das Tässchen Kaffee (so ca. 100mg Coffein) direkt vor dem Lichtausknipsen; rasch, bevor die belebende Wirkung nach 20 Minuten einsetzt. Gleichzeitig bewirkt das Coffein eine gleichmäßigere Atmung, was ebenfalls dem Schlaf zugutekommt. Was für ein trennscharfes Timing!

Nein, ich selbst habe das mit dem Kaffee beim Zubettgehen noch nicht ausprobiert. Sollte ich vielleicht. Doch wenn bei mir das Einschlafproblem gar nichts mit zerebraler Durchblutungsstörung zu tun hat?  Dann würde ich mich wie frisch gefrühstückt fühlen, mit einem hausgemachten vierstündigen westwärtigen Jetlag, mitten in der Nacht. Mit Jetlag ringe ich seit 40 Jahren mehrmals jährlich-  und verliere diesen Kampf in den ersten Tagen danach stets jämmerlich.  Für den Kaffee- Selbstversuch in dieser Indikation bin ich zu feige. Traut sich eine(r) von Ihnen? Feedback an dieser Stelle willkommen!

Ihr Global Oldie

* Poliklinik für Neurologie am Universitätsklinikum Essen; aber auch Publikationen von Hans-Peter Landolt von der Uni Zürich.

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Ein Kommentar
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  1. Bei mir hilft ein Milchkaffee, wenn ich früh aufwache und es ist noch nicht Zeit ist, aufzustehen. Dann trinke eine Tasse, lese ein bisschen und schlafe gut wieder ein. Vor dem Schlafen gehen habe ich es noch nicht ausprobiert. Auf jeden Fall sollte der Kaffee nicht zu stark sein.

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