Stiftungen bereichern das Leben aller Bürger

Artikel drucken Artikel drucken 22. Mai 2018 | Von | Kategorie: aktuell

Beim deutschen Stiftungstag wurde die Nürnberger Baumstiftung ausgezeichnet. Foto: pnb

Die Existenz von Stiftungen bereichert das Leben aller Bürger. Doch häufig bleiben die Wohltäter im Hintergrund. Nicht alle Organisationen, die von vermögenden Menschen gegründet wurden, stehen so stark in der Öffentlichkeit wie beispielsweise die Nobelstiftung mit ihren hoch dotierten Preisen für wissenschaftliche Bestleistungen oder die Stiftung von Mircosoft-Gründer Bill Gates und seiner Frau Melinda, die sich weltweit für gleiche Lebensbedingungen aller starkmacht. Unsere Umfrage zeigt, dass die Bürger sehr wohl zu schätzen wissen, was Stiftungen für die Allgemeinheit leisten.

Radka Sillerova, Taschendesignerin, 52 Jahre: Sinnvoll sind Stiftungen auf jeden Fall. Die meisten, die ich kenne, engagieren sich für den Tierschutz oder für Kinder. Es ist sehr wichtig, dass sich Menschen für andere einsetzen, und das sogar über den Tod hinaus. Ich denke beispielsweise an Manfred Roth, den Gründer der Lebensmittelkette Norma. Nach seinem Tod wurde eine Stiftung gegründet, die Projekte für Kinder und Jugendliche fördert. Die gefällt mir sehr gut. Ich selber habe zwei Kinder. Da wird wohl nichts für eine Stiftung übrig bleiben, da sie sicher alles erben werden, was ich einmal hinterlasse.

Leon Da Silva spielt manchmal für einen guten Zweck. Foto: Fengler

Leon Da Silva, Musiker, 73 Jahre: Beim Stichwort Stiftungen fallen mir natürlich zunächst so große wie die Lidl-Stiftung oder die Nobelstiftung ein. Aber es gibt auch etliche kleinere Stiftungen, die viel Gutes bewirken. Ich finde es besonders wichtig, dass für Tiere gestiftet wird. Es gibt viele Arten des Engagements für Tiere, die deren Lebensbedingungen verbessern. Auch selbst habe ich schon Konzerte gegeben und den Erlös einer sozialen Initiative gespendet, um deren Arbeit zu unterstützen. Gerade für alte Menschen ist das ganz wichtig, denn sie brauchen oft mehr Hilfe, als sie sich leisten können.

Maria Abramowsky, Schmuckdesignerin aus Fürth. Foto: Fengler

Maria Abramowsky, Schmuckdesignerin, 61 Jahre: Wenn ich mal am Lebensende bin, dann werde ich überlegen, ob ich eine Stiftung gründe. Mal sehen, was von dem Geld noch übrig bleibt. Jetzt gebe ich es erst einmal für meinen Lebensunterhalt und meine Bedürfnisse aus. Ich habe keine Kinder und könnte dann mit dem Geld eine gute Sache unterstützen. Bei uns in Fürth, wo ich wohne, gibt es die Sparkasse, die Stiftungen betreut. Vielleicht wäre eine Zustiftung sinnvoll. Auch gibt es in Fürth viele Denkmäler wie das Berolzheimerianum. Ich könnte mir vorstellen, mit zu deren weiteren Bestand beizutragen. Oder etwas für Tiere zu tun. Wichtig ist, dass man sich als Bürger engagiert und einbringt.

Fotos: Roland Fengler

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