Neue Broschüre über Hilfe
für Ältere in Bus und Bahn

Artikel drucken Artikel drucken 21. Juni 2018 | Von | Kategorie: Vermischtes

Einige Senioren benötigen Unterstützung beim Fahren von Bus und Bahn. Foto: epd/Dieter Sell


Eine Broschüre über Begleitdienste in Bus und Bahn hat nun das Saarbrücker Institut für Sozialforschung und Sozialwirtschaft (iso) veröffentlicht. Dort finden sich die Ergebnisse der Fachtagung des „Bundesweiten Netzwerks der Begleitservices im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV)“. Bei dieser hatten sich im Februar Experten getroffen, um über die gewachsenen Anforderungen und die weiteren Perspektiven von Begleitdiensten in Bus und Bahn zu diskutieren.

Im Zentrum der Tagung standen dabei die Möglichkeiten sozialer Teilhabe in alternden Gesellschaften durch einen zusätzlichen Service für Fahrgäste in Bus und Bahn. Darüber hinaus ging es um Perspektiven, die sich durch eine Einbindung arbeitsmarktpolitischer Instrumente für den Öffentlichen Personennahverkehr und für Langzeitarbeitslose ergeben könnten. Im Rahmen der Fachtagung verabschiedete das „Bundesweiten Netzwerks der Begleitservices im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV)“ ein Positionspapier mit dem Ziel, Politik und Arbeitsverwaltung auf allen Ebenen eine Kooperation anzubieten.

Das Netzwerk fordert, Begleitservices in Bus und Bahn regelmäßiger und selbstverständlicher bei den Maßnahmen der Jobcenter zu berücksichtigen. Die Existenz eines Begleitdienstes dürfe nicht immer wieder von Veränderungen arbeitsmarktpolitischer Programme und Maßnahmen abhängig sein und dadurch ganz oder teilweise in Frage gestellt werden. Das Ziel sollte eine kontinuierliche finanzielle und personelle Ausstattung und Infrastruktur sein, um langfristig planen zu können.

Das Netzwerk ist der Auffassung, dass Begleiter eine wichtige Unterstützung für ältere oder gehbehinderte Menschen darstellen, um die Mobilität und die soziale Teilhabe älterer oder gehbehinderter Menschen zu unterstützen. Sie müssten deshalb dauerhaft und nicht nur für bestimmte Zeiträume in einer Maßnahme beschäftigt sein.

Die Tagung richtete sich an Verkehrsverbünde und Vertreter aus Städten und Kommunen, in denen Begleitdienste angeboten werden, sowie an Interessenvertreter älterer und behinderter Menschen, Vertreter von Politik und Verwaltung, Jobcentern, Verkehrsbetrieben und Ehrenamtlichen.

Die Tagung, an der mehr als 120 Personen teilnahmen, wurde vom Saarländischen Verkehrsverbund und dem Saarbrücker Institut für Sozialforschung und Sozialwirtschaft im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projektes „mobisaar – Mobilität für Alle“ organisiert. Darüber hinaus wirkten der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg aus Berlin, die Rheinbahn AG aus Düsseldorf und der Katholische Männerfürsorgeverein aus München mit, die teilweise schon seit über zehn Jahren Begleitdienste anbieten und zu den tragenden Säulen des Netzwerks gehören.

Die Tagungsdokumentations-Broschüre kann man sich hier ansehen:
https://indd.adobe.com/view/46f03c05-150e-4a5f-9430-fde46152932f

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