Ferienverlängerung für schulpflichtige Enkelkinder

Artikel drucken Artikel drucken 24. Juli 2018 | Von | Kategorie: Enkelblog

vignette_mielenz Eine eigenmächtige Verlängerung der Schulferien ist verlockend, aber verboten. Trotzdem ist dies ein Problem, das Eltern (und Großeltern) mit schulpflichigen Kindern (Enkelkindern) nur allzu gut kennen. Nur in den Schulferien verreisen zu können, ist für die Familien vor allem teuer. Denn alle Reiseveranstalter haben in den Ferienzeiten (oft sogar an den unterschiedlichen Ferienzeiten in den Bundesländern orientiert) Hochsaison und das eben auch für die verlangten Preise. Famlienrabatte gibt es nicht.
Dazu kommt, dass es auf Flughäfen, Autobahnen oder in Zügen genauso wie in den meisten Ferienorten ziemlich „voll“ wird, so dass im Stau oder in langen Warteschlangen der Ferienspaß schnell mal vergehen kann. Teuer, bevölkerte Strände, laute Musik aus den Strandbars, volle Hotels, gestresstes Personal, das ist z.B. Italien im August, wenn alle Ferien machen (müssen).
Um diesen Problemen auszuweichen und um wenigstens die Staus auf den Autobahnen zu umgehen, nehmen manche Eltern ihre Kinder schon vor Ferienbeginn aus der Schule oder sie kommen erst ein paar Tage später zum Unterricht. Manche Eltern sind sogar ganz verwegen und machen dann Ferien, wenn es in der Nebensaison wieder preiswerter ist, d.h. dann gehen die Kinder eine Woche oder zwei Wochen lang eben nicht zur Schule.
Aus Sicht der Schulpflicht, die offenbar über dem Willen der Erziehungsberechtigten steht, geht das alles gar nicht. Mit einer „Ferienverlängerung“ begehen Eltern eine Ordnungswidrigkeit, die (nach einer Verwarnung bem ersten Mal) zu einem erheblichen Bußgeld führen kann. Krankmeldungen der Kinder helfen auch nicht, denn inzwischen kontrolliert die Flughafenpolizei schulpflichtige Kinder außerhalb der Ferienzeiten. Offizielle Befreiungen vom Unterricht gibt es nur für besondere Anlässe, für Ferien eben nicht. Das könnten ja dann alle machen …. auch die Großeltern, die mit ihren Enkelkindern ungerne auf vollen Autobahnen im Stau stecken …
Seit dem vergangenen Jahr hat sich die Tourismusindustrie durchgesetzt und die Kultusministerkonferenz der Länder hat die Ferienzeiten von 81 auf 84 Tage verlängert. Ob das allerdings weniger Probleme bringen wird und ob die Ferienzeiten preiswerter und an den Ferienorten weniger überfüllt werden, muss dann doch bezweifelt werden?

Einen schönen Sommer und genauso schöne Ferien !

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