Freizeittrends 2018: Glamping statt Camping

Artikel drucken Artikel drucken 30. Juli 2018 | Von | Kategorie: Sport & Freizeit

Auch Fernziele wie die Philippinen, im Bild die Big Lagoon in El Nido Palawan, reizen Senioren. Foto: Hartwig-Hesse-Stiftung

Viele Senioren steuern im Urlaub nicht mehr Kurorte an, sondern wollen Abenteuer erleben. Dank Unterstützung durch moderne Technik ist heutzutage auch mit körperlichen Einschränkungen noch fast alles möglich, sodass Best Ager mit kleineren und größeren Zipperlein die Welt umrunden können.

Dies belegt eine Studie der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e.V. Sie untersuchte das Reiseverhalten von Deutschen im Alter ab 65 Jahren und brachte erstaunliche Erkenntnisse: In zehn Jahren stiegen die Ausgaben für Urlaube um 9,1 Prozent. Bei den ostdeutschen Rentnern waren es sogar 26,3 Prozent, sie geben inzwischen rund 1.000 Euro pro Person und Reise aus. Die Erlebnisgesellschaft weckt auch bei Seniorinnen und Senioren offenbar immer häufiger den Drang nach Abenteuern. Maik Greb, Geschäftsführer der Hamburger Hartwig-Hesse-Stiftung, die auf Wohn- und Pflege-Angebote spezialisiert ist, erklärt: „Gerade im Alter erweitern Reisen buchstäblich den Horizont. Herrschaften, die sich immer wieder auf neue Situationen einlassen und auch einmal den Schritt aus der täglichen Routine herauswagen, bleiben durch die immer neuen Impulse nachweislich länger fit.“ Zwei spannende Reisetrends stellt die Hartwig-Hesse-Stiftung besonders heraus:

Glamping ist das neue Camping

Der neuste Reisetrend entstand aus einer bereits sehr lang praktizierten Art Urlaub zu machen: dem Camping. Doch alte Vorurteile zum Camping müssen sich nun warm anziehen, denn Glamping bietet alles was das Abenteurerherz begehrt. Besonders, wenn man auf etwas Luxus in einem naturnahen Urlaub nicht verzichten will. Der Begriff Glamping stammt aus dem Englischen und steht für eine etwas glamourösere Art zu Campen. Daher entspricht Glamping nicht mehr dem typischen Klischee des Rentners im Wohnmobil mit hochgezogenen Tennissocken, sondern ist für Best Ager mit etwas höheren Luxusansprüchen genau der richtige Weg einen angenehmen Urlaub in der Natur zu genießen.

Europa ist ein perfektes Reiseziel für solche Urlaube. Mit zahlreichen Unterkünften für jeden Geschmack und Bedarf können auch Oma und Opa in gemütlichen Betten nächtigen und ihren Abenteuerurlaub beginnen lassen. Für Heimatliebhaber gibt es auch tolle Möglichkeiten in Deutschland dem Glamping zu frönen. Ob tolles Strandfeeling an der Côte d’Azur oder ein Roadtrip zum Bodensee, wer meint, Camping sei nichts mehr für den dritten Lebensabschnitt, wird als Glamper vom Gegenteil überzeugt. Eine Auswahl von entsprechenden Campingunterkünften findet man zum Beispiel auf www.glamping.info.

Reiseblogger machen mobil

Die Silver Surfer erobern das Netz: Auch die älteren Semester sind heutzutage digital unterwegs und beherrschen ihre Tablets wie alte Hasen. Statt sich im Reisebüro langwierig beraten zu lassen, stellen sie sich ihren Urlaub online lieber selber zusammen. Vorteil: Auf Hotelbewertungsportalen findet man hilfreiche Hinweise auf barrierefreien Zugang der Zimmer oder Anlagen und Tipps für seniorengerechte Ausflüge in der Umgebung. Das baut Hemmungen ab und erleichtert die Entscheidung, sich abenteuerlustig auch einmal für exotischere Destinationen zu entscheiden.

Und das machen Reiseblogger ü60 vor – denn Bloggen ist nicht mehr nur etwas für junge Leute. Auch Senioren mischen im Netz kräftig mit und teilen auf vielfältigen Blogs ihre Erfahrungen mit der Welt. Einen davon kennen Leser unserer sechs&sechzig-Website bestimmt, nämlich unseren Global Oldie, Matthias Fargel. Aber auch auf Reiseblogs wie www.weltrentner.com, www.der-seniorenblog.de, oder www.einfachraus.eu berichten Best Ager von ihren Reiseerlebnissen, geben Tipps zu Reisezielen und -routen, empfehlen Hotels und erklären, worauf der reisende Rentner allgemein achten sollte. Solche Empfehlungen von SeniorInnen für SeniorInnen sind natürlich besonders glaubwürdig und hilfreich, wenn es an die eigene Reiseplanung geht und machen Mut, selbst in die Ferne zu schweifen.

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