Smartphone: Großeltern und Eltern wird wenig zugetraut

Artikel drucken Artikel drucken 23. August 2018 | Von | Kategorie: Computer & Technik

Die Generation Smartphone zweifelt an der Technikkompetenz von Eltern und Großeltern. Foto: epd

Im Umgang mit dem Smartphone haben Eltern und Großeltern nach einer Umfrage in den Augen der 16- bis 35-Jährigen den Anschluss verloren. So sagen 81 Prozent der für die aktuelle Studie „Familie und Smartphone“ Befragten, dass ihre Eltern langsamer mit dem Smartphone umgehen als sie. Zudem kritisieren 66 Prozent der Kinder, dass ihre Eltern viele Funktionen von internetfähigen Handys nicht verstehen. In der Generation der Großeltern beschränken sich nach Aussage ihrer Enkel sogar 77 Prozent auf wenige Funktionen des Smartphones. Für die Studie hat der österreichische Mobiltelefon-Anbieter Emporia 1.000 junge Bundesbürger befragt.

„Wie unsere Studie weiter zeigt, geht es den Befragten dabei nicht um jugendliches Imponiergehabe, weil sie die gerade angesagte App praktisch mit geschlossenen Augen bedienen können“, sagt Eveline Pupeter, CEO und Eigentümerin von Emporia. „Im Gegenteil: Die so genannten Digital Natives haben ein gutes Gespür dafür, warum die ältere Generation oft größere Probleme mit dem Smartphone hat.“ So sagen 75 Prozent der Studien-Teilnehmer, dass es ihre Großeltern stresst, wenn sie sich an ein anderes System oder eine andere Art der Bedienung gewöhnen müssen. „Was für die Enkel ein cooles Update ist, wird für die Großeltern also schnell zur digitalen Hürde“, so Emporia-CEO Pupeter.

Neben dem Wunsch nach vertrauten Symbolen und Benutzeroberflächen werden die Smartphone-Ambitionen vieler älterer Menschen auch durch den Faktor Angst ausgebremst. Mehr als zwei Drittel der Enkelkinder beobachten bei ihren Großeltern, dass diese stets befürchten, etwas mit dem Smartphone falsch zu machen. Kein Wunder: Denn während die mittlere Generation oft über den beruflichen Einsatz von PC und Internet eine eigene Technik-Kompetenz aufbauen konnte, haben die Älteren noch die „Fasse Dich kurz“-Aufkleber an der Telefonzelle oder Geschichten von horrenden Telefonrechnungen in der Fernsehsendung „Vorsicht Falle!“ vor Augen.

Eltern und Großeltern haben nach Meinung der Jugendlichen bei der Bedienung aktueller Smartphones einige Probleme. Grafik: Emporia

Abgesehen von diesen kulturellen Unterschieden zwischen den Generationen kommt als zusätzlicher Stress-Faktor noch das Thema Gesundheit hinzu. „Ältere Menschen wissen es beispielsweise sehr zu schätzen, wenn ihre Smartphone-Oberfläche vor allem das Ziel guter Lesbarkeit verfolgt und sie auch mit eingeschaltetem Hörgerät störungsfrei telefonieren können“, so Emporia-Chefin Pupeter. „Multi-Tap-Funktionalitäten, die nur mit ausgefeilter Finger-Akrobatik unfallfrei zu bedienen sind, überlassen die Senioren hingegen lieber ihren Enkelkindern.“

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