Musik wirkt

Artikel drucken Artikel drucken 7. Oktober 2018 | Von | Kategorie: Wohnen & Betreuung

Gemeinsames Singen stärkt Beziehungen. Bild: epd; Krüper, Werner

Ein aktuelles Forschungsprojekt widmete sich den Effekten des Einsatzes von Musiktherapie in der Altenpflege. Die Ergebnisse sind erfreulich: Gemeinsam Musik machen steigert das Wohlbefinden – und zwar sowohl bei Bewohnern als auch beim Personal.

Musiktherapie ist laut Definition der gezielte Einsatz von Musik im Rahmen der therapeutischen Beziehung zur Wiederherstellung, Erhaltung und Förderung seelischer, körperlicher und geistiger Gesundheit. Bislang fand sie in der Altenpflege nur in patientenzentrierten Einzellösungen Anwendung.

Das könnte sich bald ändern. Denn Forscher der Hochschule Heidelberg fanden jetzt heraus, dass etwa gruppenbezogene Angebote wie Sitztänze, Klatsch- oder Bewegungsspiele zum Beispiel die motorische Rehabilitation unterstützen. Gemeinsames Singen stärkt das Gemeinschaftserleben zur Vermeidung sozialer Isolation und steigert die Selbstwirksamkeit; musizieren mit Angehörigen stärkt die Beziehungen.

Ganz besonders scheinen Patienten im Hinblick auf die Pflegebeziehung zu profitieren, so die Wissenschaftler. Auch den Mitarbeitern beschert Musiktherapie im Übrigen positive Effekte: So habe sich ihr Burnout-Risiko reduziert und die Arbeitszufriedenheit zugenommen. Allein bei der Gruppe der Angehörigen ließen sich kein signifikanten Effekte feststellen.

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