Wanderausstellung: Mütter des Grundgesetzes

Artikel drucken Artikel drucken 19. November 2018 | Von | Kategorie: Recht & Verbraucher

Frauen können alles – titelt zumindest das Bundesfamilienministerium über die vier Frauen im Parlamentarischen Rat. Bild: BMFSJ

60 Jahre nach Gründung der Bundesrepublik konzipierte das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die Ausstellung die „Mütter des Grundgesetzes“. Gezeigt werden Lebensbilder der Politikerinnen Frieda Nadig, Elisabeth Selbert, Helene Weber und Helene Wessel.

Die vier Mütter des Grundgesetzes haben als Mitglieder des Parlamentarischen Rates wesentlich zum Entstehen des Grundgesetzes und zu der verfassungsrechtlichen Gleichstellung von Frauen und Männern beigetragen. Auf 17 Plakaten werden Lebensbilder von Frieda Nadig, Elisabeth Selbert, Helene Weber und Helene Wessel gezeigt. Sie erkämpften mit Art. 3, Abs. 2 – „Männer und Frauen sind gleichberechtigt.“ – die Verankerung der Gleichberechtigung im Grundgesetz. Formuliert wurde damit im Jahr 1949 ein Programm, nicht eine Aussage über die Realität. Seiner Verankerung im Grundgesetz gingen heftige Diskussionen voraus. Ohne das Engagement der vier Frauen im Parlamentarischen Rat und der vielen Frauen, die sich in der Öffentlichkeit für die volle Gleichberechtigung stark machten, wäre es zu dieser Formulierung nicht gekommen.

Die Ausstellung würdigt das politische Engagement, das die vier politischen Weggefährtinnen in den ersten Jahren der Bundesrepublik gezeigt haben. Anlässlich der ersten Preisverleihung des Helene Weber Preises wurde die Ausstellung erstmals gezeigt und ist seitdem in ganz Deutschland unterwegs, aktuell etwa in Jena.

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