Kann Demenz durch
Sport vermieden werden?

Artikel drucken Artikel drucken 8. Februar 2019 | Von | Kategorie: Sport & Freizeit

Kann man Demenz durch Sport verhindern? Eine Antwort auf diese Frage liefert bald Professor Dr. Dr. h.c. Konrad Beyreuther, der Gründungsdirektor des Netzwerkes Alternsforschung (NAR) der Universität Heidelberg in einem Vortrag. Foto: epd/Rolf K. Wegst


Kann Demenz vermieden werden durch Sport, gesunde Ernährung und geistige Fitness? Dieser Frage nach geht Professor Dr. Dr. h.c. Konrad Beyreuther, der Gründungsdirektor des Netzwerkes Alternsforschung (NAR) der Universität Heidelberg, in einem Vortag. Beyreuthers Meinung: Die Wahrscheinlichkeit, an Alzheimer zu erkranken, ist nur zu etwa ein Prozent von den Genen abhängig.

Die Weitergabe von Alternsprozessen und Demenzerkrankungen von einer Generation auf die nächste werde allerdings nicht nur über die Gene bestimmt, sondern auch über Umwelteinflüsse und soziale Faktoren wie finanzielle Möglichkeiten, Wohnort, Bildung, Lebensstil oder berufliches Ansehen.

Während des menschlichen Alterns verändere diese Art der Vererbung, in der Fachsprache Epigenetik genannt, drastisch den zellulären Stoffwechsel. Bei der Alzheimer-Demenz spiele dabei die Lebensführung, insbesondere körperliche und geistige Aktivität, eine entscheidende Rolle. Zusammen mit der Entwicklung von Medikamenten zur Verlangsamung der Alzheimer-Demenz rücke damit langfristig ein Altern ohne Alzheimer in den Bereich des Möglichen. Beyreuther stellt in seinem öffentlichen Vortrag unter dem Motto „Altern ohne Alzheimer – Werden unsere Enkel die Krankheit noch kennen?“ diese Vorgänge genauer vor. Los geht der Vortrag am Mittwoch, 20. Februar, um 18 Uhr im Campus Berlin-Buch/Max Delbrück Communication Center MDC.C, Raum Axon, Robert-Roessle-Straße 10.

Professor Dr. Dr. h.c. Konrad Beyreuther. Foto: NAR Heidelberg

Professor Dr. Dr. h.c. Konrad Beyreuthers Forschungsinteresse gilt der menschlichen Gehirnfunktion, der Alzheimer-Krankheit und der Genetik des Alterns. Als ehemaliger Professor für Molekularbiologie, Direktor des Zentrums für Molekularbiologie und Dekan der Fakultät für Biologie hat er seit 2009 eine Seniorprofessur an der Universität Heidelberg inne. Beyreuthers aktuelles Forschungsinteresse gilt der Plaque-Bildung bei der Alzheimer-Demenz und der Entwicklung rationaler Therapien.

Moderieren wird die Veranstaltung Prof. Dr. Volker Haucke, wissenschaftlicher Direktor am Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie in Berlin-Buch. Die Veranstaltung findet statt im Rahmen des 3. Internationalen Symposiums des Leibniz-Forschungsverbundes Healthy Ageing. Dazu treffen sich rund 120 Wissenschaftler verschiedener Disziplinen am Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie am Campus Berlin-Buch, um über Fragen des Gesunden Alterns und des demographischen Wandels zu diskutieren. Der Vortrag von Beyreuther richtet sich aber explizit auch an Lehrer und Schüler sowie an alle anderen Interessierten.

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