Jung und Alt trafen sich auf der Messe inviva

Artikel drucken Artikel drucken 3. März 2019 | Von | Kategorie: aktuell

Gisela Schüler-Deininger (l.) und Gabi Penzkofer-Röhrl am Stand vom Magazin sechs+sechzig. Foto: Petra Nossek-Bock

Mit zahleichen Neuerungen war die Messe inviva in diesem Jahr gestartet. Nun zeigt sich, dass die Ausweitung der Messetage ebenso zu einem Wandel beim Publikumszuspruch geführt hat, wie die stärkere Einbettung der Angebote für die Generation 50 plus in das parallel laufende Programm der Messe Freizeit und Garten. Das Team vom Magazin sechs+sechzig war an zwei Tagen vor Ort. Neben den angebotenen zwei Durchgängen Speed Dating an zwei Tagen boten auch zahlreiche Kontakte am Stand eine gute Gelegenheit, sich auszutauschen. Natürlich gibt es auch einiges, was bei künftigen Messen optimierbar wäre.

Das Seniorenamt Nürnberg diskutierte mit Experten wichtige Fragen rund ums Alter. Foto: petra Nossek-Bock

Etwas gelitten hatten die Veranstaltungen auf der Bühne in Halle 12, die vom Nürnberger Seniorenamt durchgeführt wurden. Spannende Themen und kompetente Referenten füllten ein abwechslungsreiches und informationsgetränktes Programm. Die offenen Cafesituation lud zum Verweilen ein. Dennoch ist es schwierig, anspruchsvollen Beiträgen zu folgen, wenn die Akustik durch die offenen Hallensituation etwas eingeschränkt ist. Das ist vor allem für älteres Publikum eine Herausforderung, dabei zu bleiben. Vielleicht wäre ein räumlicher Kompromiss zwischen den bisherigen, weiter entfernt liegenden Vortragsräumen und der sehr offenen Diskussionsbühne möglich, damit auch künftig die gesellschaftspolitisch relevanten Diskussionsrunden mit etwas mehr Ruhe auch mehr Zuhörer erhalten.

In einer sehr persönlichen Atmosphäre verlief das Speed Dating des Magazins sechs+sechzig. An den beiden Messetagen, Freitag und Samstag, wurden gemischte Gruppen in einem angetrennten Raum an Vierertischen platziert, wo sie miteinander ins Gespräch kommen konnten. Moderierte von Karin Jungkunz, Petra Nossek-Bock und Brigitte Lemberger, alle aktiv in der Redaktion des Magazins sechs+sechzig, wurde alle zehn Minuten gewechselt, so dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Gelegenheit hatten, sich kennenzulernen.

Gute Laune herrschte bei Ausstellern und Besuchern.

Dabei waren die Bedürfnisse sehr unterschiedlich. Eine erst vor ein paar Jahren nach Franken gezogenen Dame suchte ein Begleitung für Kulturveranstaltungen, andere würden gerne verreisen, aber nicht allein, zumal die Preise für Einzelzimmer relativ hoch sind. Eine Runde war jeweils zur Hälfte mit Männern und mit Frauen besetzt. Denn Gründe, warum man im Alter einsamer ist, als in jüngeren Jahren gibt es bekanntlich viele. Ob verwitwet, geschieden oder schon länger Single: In den Speed Dating Runden wurde sich eifrig ausgetauscht. Und nach Ende aller Durchgänge sind einige neue Kontakte gleich im Cafe in der Messehalle vertieft worden.
Die Erweiterung der Gatronomiezonen gehört übrigens eindeutig zu den Pluspunkten im neuen Konzept der inviva. Auch die Verlängerung der Messezeit inklusive Wochenende brachte einen Gewinn. An den Wochentagen schlenderten nämlich vorwiegend ältere Besucher in kleinen Gruppen oder alleine an den Ständen entlang, während sich am Wochenende auffallend häufig Mütter mit Töchtern oder Söhnen und ganze Familien über Massagesessel, Kosmetikangebote für die reife Haut sowie Vorschläge für altengerechten Umbau und Freizeitangebote informierten.

Klaus Ordner, Sozialverband VdK Bayern, beurteilt die neue Konzeption positiv. „Unser Verband ist von der positiven Resonanz, die wir während der fünf Messetage an unserem Stand hatten, überrascht. Die Kombination von inviva und Freizeit Messe hat sich für uns bewährt: An den ersten Tage waren unsere Mitglieder und ältere Besucher da, am Wochenende konnten wir dann vor allem Familien und Jüngere als neue Zielgruppen ansprechen. Unser Hauptziel, den Bekanntheitsgrad des VdK zu steigern, haben wir erreicht. Erfreulich ist, dass wir auch Neumitgliedschaften abschließen konnten. Im nächsten Jahr wollen wir den Platz für Beratungsmöglichkeiten erweitern.“

Ein bisschen schade fanden es einige Besucher, dass die Freiwilligenbörse nur noch mit einem zentralen Stand vertreten war. Schließlich sucht man gerade im Ruhestand häufig nach eienr sinnvollen ehrenamtliche Tätigkeit. Auch ein oder zwei unterhaltsame musikalisch attraktive Auftritte würden zur Steigerung des Urlaubsgefühls beitragen.

Im nächsten Jahr findet die Freizeit Messe vom 26. Februar bis zum 1. März 2020, in den bayerischen Faschingsferien, statt und wird wieder an allen Messetagen von der inviva begleitet. Am Wochenende (29. Februar und 1. März) finden die Whisk(e)yMesse THE VILLAGE und die R(h)um-Messe PUEBLO DEL RON statt.

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