Großeltern: Medizin nicht kindersicher verstaut

Artikel drucken Artikel drucken 14. Juli 2019 | Von | Kategorie: Wohnen & Betreuung

Wenn die Enkel zu Besuch sind, heißt es: Medikamente weg! Foto: Pixabay

Viele Großeltern sichern ihre Medikamente in der Nähe ihrer Enkel nicht ausreichend. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage, die von Forschern der University of Michigan durchgeführt worden ist. Insgesamt geben 80 Prozent der Teilnehmer an, ihre Medikamente nicht wegzuräumen, wenn die Enkelkinder zu Besuch kommen. 72 Prozent behalten sie in der Tasche, wenn sie bei der Familie vorbeikommen.

Kinder gefährdet
Ein Drittel der Umfrageteilnehmer gibt an, die verschreibungspflichtigen Medikamente aus der Verpackung zu nehmen, um sie in einen entsprechenden Behälter zu geben. Die Mehrheit davon ist jedoch für Kinder leicht zu öffnen. Befragt wurden insgesamt 2.000 Erwachsene im Alter zwischen 50 und 80 Jahren. Während bei Kindern die Gefahr einer irrtümlichen Vergiftung besteht, können Jugendliche die Medikamente auch missbräuchlich nutzen.

Laut aktuellen Informationen der US-amerikanischen Bundesbehörde Centers für Disease Control and Prevention waren bereits fast 40 Prozent der Kinder aufgrund einer irrtümlichen Einnahme von Arzneimitteln der Großeltern in medizinischer Behandlung. Die Umfrage ergab, dass zwei Drittel der Großeltern angeben, dass sie ihre Enkelkinder betreuen. 42 Prozent betreuen sie monatlich und 18 Prozent betreuen sie wöchentlich.

Routinen beibehalten
Die Erhebung hat ergeben, dass 84 Prozent der Erwachsenen ihre Routine, was die Aufbewahrung der Medikamente anbelangt, während eines Besuchs der Enkelkinder nicht verändern. Fast Dreiviertel der Großeltern geben an, dass sie ihre Medikamente in ihrer Tasche aufbewahren und sieben Prozent lassen sie auf einem Tresen oder Tisch liegen. Nur sieben Prozent bewahren Arzneimittel in einem verschlossenen Schrank auf.

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