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	<description>Hier surfen die neuen Alten</description>
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		<title>Nicht schlau genug</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 11:59:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ingrid Mielenz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Unser Enkelsohn geht seit einigen Monaten auf das Gymnasium. Bis dahin haben wir ihn bei uns zu Hause gehabt. Jetzt hat ihn unsere Tochter im Hort angemeldet. Wir sind darüber sehr traurig und fürchten, dass wir ihr für die Schularbeiten nicht mehr &#8220;klug&#8221; genug sind. Wie können wir unsere Schulkenntnisse auffrischen? Schließlich möchten wir unseren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unser Enkelsohn geht seit einigen Monaten auf das Gymnasium. Bis dahin haben wir ihn bei uns zu Hause gehabt. Jetzt hat ihn unsere Tochter im Hort angemeldet. Wir sind darüber sehr traurig und fürchten, dass wir ihr für die Schularbeiten nicht mehr &#8220;klug&#8221; genug sind. Wie können wir unsere Schulkenntnisse auffrischen? Schließlich möchten wir unseren guten Kontakt zu unserem Enkel nicht verlieren. Und etwas Ermutigung und Unterstützung von den Großeltern kann ja auch nichts schaden.</p>
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		<title>Soziale Netzwerke, nur was für Junge?</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 17:02:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>peter_viebig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Computer & Technik]]></category>
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		<description><![CDATA[Je mehr sich auch für Unternehmen die Bedeutung von sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter abzeichnet, desto mehr Untersuchungen gibt es über deren Nutzer. Die unterscheiden sich manchmal. In einem herrscht aber Einigkeit: die Älteren sind dort eine unbedeutende Größe. So sind gegenwärtig nur drei Prozent der über 65-Jährigen in irgendwelchen Sozialen Netzwerken unterwegs.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.magazin66.de/wp-content/uploads/2010/03/social21.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-1652" title="social2" src="http://www.magazin66.de/wp-content/uploads/2010/03/social21.jpg" alt="social2" width="159" height="150" /></a>Je mehr sich auch für Unternehmen die Bedeutung von sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter abzeichnet, desto mehr Untersuchungen gibt es über deren Nutzer. Die unterscheiden sich manchmal. In einem herrscht aber Einigkeit: die Älteren sind dort eine unbedeutende Größe. So sind gegenwärtig <a href="http://royal.pingdom.com/2010/02/16/study-ages-of-social-network-users/">nur drei Prozent </a>der über 65-Jährigen in irgendwelchen Sozialen Netzwerken unterwegs.</p>
<p>Warum das so wenige sind, darüber geben diese Umfragen wiederum wenig Aufschluss. Wahrscheinlich dürfte es vor allem Unkenntnis sein. Denn sinnvoll sind sie für Alte genauso wie für Junge. Facebook oder Skype sind beispielsweise nachgerade ideal für Großeltern, um mit Enkeln, aber auch mit Kindern und Verwandten Kontakt zu halten. Dabei gibt es freilich <a href="http://www.nz-online.de/artikel.asp?art=1155851&amp;kat=49&amp;man=4">etliches zu beachten</a>. Dennoch: Diejenigen, die es richtig zu nutzen verstehen, wollen es nicht mehr missen. Laut einer <a href="http://www.mediadesk.uzh.ch/articles/2010/senioren-und-internet--mit-passender-unterstuetzung--geht-ein-drittel-der-offliner-online.html">Studie in der Schweiz</a> sind etwa 40 Prozent der älteren Menschen in irgendeiner Form im Netz unterwegs. Ein Drittel der Offliner überlegt zumindest, sich auch einzuklinken.</p>
<p>Auf unserem 66-Portal finden Sie also nicht von ungefähr auf der rechten Spalte die Hinweise auf unsere Aktivitäten bei Facebook und Twitter. Noch sind die bescheiden. Wir sind aber hoffnungsfroh, dass sich dies &#8211; mit Ihrer Hilfe &#8211; bald ändert.</p>
<p>Denjenigen, die mit all dem im Augenblick noch gar nichts anfangen können, werden wir hier demnächst Einstiegshilfen bieten. Diejenigen, die sich schon ein bisschen besser auskennen, möchten wir einstweilen schon einmal bitten, unsere Follower bei Twitter und unsere Fans bei Facebook zu werden. Dort werden sie beispielsweise über Neuigkeiten aus dem Seniorenbereich, aber auch auf dieser Seite informiert.</p>
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		<title>Windows ist seniorenfeindlich</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 15:43:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>peter_viebig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich bin mal gespannt, wann dieser Witz endlich auch beim letzten Web-Schwachkopf angekommen ist: 
Immer mehr Senioren verschwinden spurlos im Internet, weil sie gleichzeitig die Tasten &#8220;Alt&#8221; und &#8220;Entfernen&#8221; drücken. 
Diesen Scherz habe ich im Jahr 2003 schon mal in meiner Kolumne erwähnt. Damals hatte ich ihn beim Kabarettisten Günter Grünwald gehört &#8211; und natürlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin mal gespannt, wann dieser Witz endlich auch beim letzten Web-Schwachkopf angekommen ist: </p>
<blockquote><p>Immer mehr Senioren verschwinden spurlos im Internet, weil sie gleichzeitig die Tasten &#8220;Alt&#8221; und &#8220;Entfernen&#8221; drücken. </p></blockquote>
<p>Diesen Scherz habe ich im Jahr 2003 schon mal in meiner Kolumne erwähnt. Damals hatte ich ihn beim Kabarettisten <a href="http://www.guenter-gruenwald.de/">Günter Grünwald </a>gehört &#8211; und natürlich (ich heiße schließlich nicht <a href="http://www.spiegel.de/kultur/literatur/0,1518,676490,00.html">Hegemann</a>) auch ordnungsgemäß die Quelle erwähnt. Seinerzeit habe ich ihn eigentlich auch nur deshalb für lustig befunden, weil er nebenbei zeigt, mit welch blöden Befehlen sich die Nutzer von Windows-Rechnern herumschlagen müssen. &#8220;Strg&#8221; zum Beispiel. Da denke ich immer an Streicher, die dezent schöne Landschaftsaufnahmen untermalen. Nicht aber daran, dass damit unvorhersehbare Dinge auf dem Bildschirm ausgelöst werden. &#8220;Alt&#8221; ist sowieso Schwachsinn, zumal die anderen Tasten auch nicht jünger aussehen. Am meisten ärgere ich mich aber immer über &#8220;Alt-Gr&#8221;. Das klingt für mich nach Senioren-Vergrämung. So, wie man zu einem Hund &#8220;Grrrr!&#8221; sagt, damit er abhaut.</p>
<p>Es gibt, wie gesagt auch andere Betriebssysteme, und sobald ich von deren Herstellern irgendwelche Zuwendungen bekomme erwähne ich diese auch. Einstweilen belasse ich es bei der Feststellung: Windows ist seniorenfeindlich.</p>
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		<title>Was verbindet uns mit den Beatles?</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 09:40:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>petra_nossek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alter Ego]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Video zum Song:

50 Jahre gibt es die Beatles schon. Der Bayerische Rundfunk hat ihnen bereits letzte Woche ein Spezial gewidmet.  Den Wettbewerb, wer die besten &#8220;Bayern-Beatles&#8221; sind,  hat eine Gruppe aus Bamberg gewonnen. Die &#8220;Fab Five&#8221;. Sie setzten sich gegen 599 Mitbewerber durch.
Natürlich hat eine Band wie die Beatles viele Menschen ein Stück ihres [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Video zum Song:</p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/em4fZqtpw70&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/em4fZqtpw70&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
<p>50 Jahre gibt es die Beatles schon. Der<a href="http://www.br-online.de/bayern1/blaue-couch/blaue-couch-herbert-hauke-aktuell-ID1266419447710.xml"> Bayerische Rundfunk </a>hat ihnen bereits letzte Woche ein Spezial gewidmet.  Den Wettbewerb, wer die besten &#8220;Bayern-Beatles&#8221; sind,  hat eine Gruppe aus Bamberg gewonnen. Die &#8220;Fab Five&#8221;. Sie setzten sich gegen 599 Mitbewerber durch.</p>
<p>Natürlich hat eine Band wie die Beatles viele Menschen ein Stück ihres Lebens begleitet.  Wer damals 20 Jahre alt war, als sie das erste Mal öffentlich auftraten, ist heute 70. Wem der Sound damals gefiel, der hat ihn lange gehört.</p>
<p>Ich kann mich an meine erste Beatles-Platte erinnern. Es war eine meiner erste Singles überhaupt. Opladi-Oplada: Das musste sich meine Oma mehrmals am Tag anhören. Sie wohnte bei Magdeburg in der damaligen DDR, weit weg von Beat und Rock.  Aber sie, die ihre Erzählungen mit Erinnerungen an Sommerabende auf dem Tanzboden würzte, hörte geduldig zu. Ihren Enkelinnen zuliebe.</p>
<p>Später wuchs der Bestand an Beatles Platten. Es waren nun LPs. Aber die haben wir ihr nicht mehr vorgespielt. Da war es schon selbstverständlich geworden und unsere Gesprächthemen hatten sich komplett verändert. Auch mit der Oma.</p>
<p>Erzählen Sie uns Ihre Beatles-Geschichte, schicken Sie uns Ihr Lieblingsvideo von den Beatles.  Vielleicht landet Ihre Erinnerung in der nächsten Ausgabe unseres Magazins sechs+sechzig.</p>
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		<title>In 40 Jahrenwird fast jeder 100</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 17:13:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sechs+sechzig</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Alter]]></category>
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		<description><![CDATA[Seit 1840 steigt die Lebenserwartung um 2,5 Jahre pro Dekade. Das bedeutet bis zum Jahr 2050 eine Lebenserwartung von über 92 Jahren. Ein heute geborenes Mädchen hat also gute Chancen, ein Lebensalter von 100 Jahren zu erreichen. Welche Auswirkungen hat das auf unsere Gesellschaft und was muss die Politik jetzt tun? <a href="http://www.magazin66.de/2010/03/in-40-jahren-wird-fast-jeder-100/">Ein Interview</a>.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_1583" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.magazin66.de/wp-content/uploads/2010/03/jung-und-alt.jpg"><img src="http://www.magazin66.de/wp-content/uploads/2010/03/jung-und-alt.jpg" alt="Was bringt die Zukunft? Mit Sicherheit wird ein wachsender Anteil von Menschen ohne Kinder oder Enkelkinder bleiben. Foto: Michael Kempf / fotolia.de" title="jung-und-alt" width="300" height="200" class="size-full wp-image-1583" /></a><p class="wp-caption-text">Was bringt die Zukunft? Mit Sicherheit wird ein wachsender Anteil von Menschen ohne Kinder oder Enkelkinder bleiben. Foto: Michael Kempf / fotolia.de</p></div>Deutschland teilt das Schicksal der meisten Industrieländer: Es gibt immer mehr Alte, während immer weniger Kinder geboren werden. Welche Auswirkungen hat dies auf unsere Gesellschaft und was muss die Politik jetzt tun? sechs+sechzig sprach darüber mit Harald Wilkoszewski (33), Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für demographische Forschung in Rostock. </p>
<p><strong>sechs+sechzig: Herr Wilkoszewski, Sie zählen die Lösung der Probleme, die mit dem demographischen Wandel einhergehen, neben denen von Klimawandel und Globalisierung zu den dringlichsten Aufgaben der Politiker in Deutschland. Warum?</strong><br />
Harald Wilkoszewski: Der demographische Wandel ist ein langfristiges Phänomen, das Auswirkungen auf praktisch alle Bereiche des Lebens hat. In Deutschland stehen die Entscheidungsträger vor zwei Herausforderungen: erstens, das Land auf die Auswir-kungen des demographischen Wandels in vielen Bereichen vorzubereiten; zweitens, dies innerhalb einer Struktur von Staatstätig-keit zu tun, die nicht unbedingt ideal gestaltet ist. Beide Herausforderungen werden bisher nur punktuell angegangen</p>
<p><div id="attachment_1584" class="wp-caption alignright" style="width: 325px"><a href="http://www.magazin66.de/wp-content/uploads/2010/03/Wilkoszewski.jpg"><img src="http://www.magazin66.de/wp-content/uploads/2010/03/Wilkoszewski.jpg" alt="Harald Wilkoszewski: »In der Alterung liegt auch ein Potenzial.«" title="Wilkoszewski" width="315" height="195" class="size-full wp-image-1584" /></a><p class="wp-caption-text">Harald Wilkoszewski: »In der Alterung liegt auch ein Potenzial.«</p></div><strong>sechs+sechzig: Was sind denn die wesentlichen Eckdaten im Veränderungsprozess in der deutschen Bevölkerung?</strong><br />
Wilkoszewski: Seit 1840 steigt die Lebenserwartung um 2,5 Jahre pro Dekade. Deutsche Frauen können derzeit eine durchschnittliche Lebensspanne von über 82 Jahren erwarten, und es deutet nichts darauf hin, dass dieser Trend in diesem Jahrhundert schwächer wird. Das bedeutet bis zum Jahr 2050 eine Lebenserwartung von über 92 Jahren. Ein heute geborenes Mädchen hat also gute Chancen, ein Lebensalter von 100 Jahren zu erreichen. Die Gestaltung einer solchen Lebensspanne wird eine der zentralen Herausforderungen für Individuum, Gesellschaft und Politik sein. Zu dieser bemerkenswerten Alterung tritt ein zweites Phänomen hinzu: niedrige Geburtenraten. Steigende Lebenserwartung und niedrige Geburtenzahlen zusammen bewirken zunächst eine relativ schnelle Alterung der Bevölkerung. Es ist zu erwarten, dass sich der Anteil der über 65-Jährigen an der Gesamtbevölkerung bis zum Jahr 2050 auf ein Drittel verdoppelt, während gleichzeitig die Gruppe der 15- bis 64-Jährigen um ein Fünftel schrumpfen wird. Diese Verschiebungen werden vor allem in den Bereichen Arbeit und Rente für weiteren Reformbedarf sorgen.</p>
<p><strong>sechs+sechzig: Wie wirkt sich diese Alterung auf die Familien aus?</strong><br />
Wilkoszewski: Die zunehmende Kinderlosigkeit wird traditionelle Familienstrukturen nachhaltig verändern. Ein wachsender Anteil von Menschen wird ohne Kinder oder Enkelkinder bleiben. Herkömmliche Berührungspunkte zwischen Jung und Alt werden damit seltener. Es ist darüber hinaus abzusehen, dass sich bei weiterhin hohen Scheidungszahlen Partnerschaftsformen verändern. Bei-spielsweise werden immer weniger Menschen auch noch im Alter in einer klassischen Ehe leben. Eine erfolgreiche Sozial- und Gesellschaftspolitik der Zukunft sollte deshalb auch neue Familienformen in ihre Reformansätze einbeziehen. </p>
<p><strong>sechs+sechzig: Welchen Vorwurf machen Sie der Politik im Blick auf diese längst erkannte Entwicklung? </strong><br />
Wilkoszewski: Ich würde nicht soweit gehen, »Vorwürfe« zu erheben. Aber mir scheint es, als ob politische Entscheidungsträger die Auswirkungen des demographischen Wandels mit einer Steigerung der Geburtenzahlen abmildern wollen. Renate Schmidt hat mit dem Konzept der »Nachhaltigen Familienpolitik«, das von Ursula von der Leyen fortgeführt wurde, ja einen entsprechenden Paradigmenwechsel in der deutschen Familienpolitik eingeführt. Das »Metaziel« dieses Konzepts ist die Steigerung der Geburten-rate. Aber die Struktur einer Bevölkerung kann nun mal nicht auf dem Reißbrett entworfen und schnell beeinflusst werden. Dies gelingt allenfalls mit einem großen Maß an Zuwanderung. Als politische Maßnahme wäre dies freilich mit weiteren Problemen ver-bunden. </p>
<p><strong>sechs+sechzig: Wo liegen denn die hauptsächlichen Schwierigkeiten?</strong><br />
Wilkoszewski: Eine sofortige Steigerung der Geburtenrate von 1,3 auf 2,1 Kindern pro Frau würde nicht viel an der Alterung der Gesellschaft in den nächsten Jahrzehnten ändern. Deshalb bin ich der Ansicht, dass die Politik viel stärker in vorbereitende Maß-nahmen für das Szenario einer gealterten Gesellschaft investieren sollte. Hier gibt es wirklich zu tun, zum Beispiel im Bereich Ar-beit oder Gesundheit. Darüber hinaus ist die gesellschaftliche Diskussion immer noch stark von negativ besetzten Begrifflichkeiten wie »Überalterung« – ein Wort, das nach meinem Dafürhalten aus dem Wortschatz gestrichen werden sollte – geprägt. So wird nicht nur eine große Bevölkerungsgruppe als »problematisch« stigmatisiert, sondern auch das Potenzial verdeckt, das durchaus in der Alterung liegen kann.<br />
<strong><br />
sechs+sechzig: Was bedeutet der Wandel für den Arbeitsmarkt?</strong><br />
Wilkoszewski: Die Weiterbildung von älteren Arbeitnehmern muss deutlich ausgebaut werden. Im OECD-Vergleich bewegt sich Deutschland hier im unteren Drittel. Auf Dauer können wir uns dies sprichwörtlich nicht mehr leisten. Der Rostocker Indikator des Max-Planck-Instituts für demographische Forschung sagt, dass in 15 Jahren, also in sehr naher Zukunft, das Arbeitskräftepotenzial um über acht Prozent schrumpfen wird, wenn die Beschäftigungsquoten in den höheren Altersgruppen nicht gesteigert werden. </p>
<p><strong>sechs+sechzig: Die Rente mit 67 ist bereits beschlossene Sache. Damit steigen die Beschäftigungsquoten Älterer doch ganz automatisch. </strong><br />
Wilkoszewski: Das trifft aber nur dann zu, wenn die älteren Beschäftigten eine faire Chance auf dem Arbeitsmarkt haben und tat-sächlich bis 67 Jahre arbeiten können. Das muss je nach Berufsbild flexibel behandelt werden; die Ausweitung des Rentenein-trittsalters bei körperlich stark beanspruchenden Berufsfeldern ist – trotz gesunden Alterns – nicht so einfach möglich. Die Arbeits-marktpolitik sollte darüber hinaus auch Zielgruppen in den Blick nehmen, die keine Lobby haben und deshalb oft »hinten runter fallen«. In der Altersgruppe 20 bis 29 Jahre haben wir nahezu 1,5 Millionen An- und Ungelernte. Diese Gruppe könnte man für den Arbeitsmarkt der Zukunft durchaus aktivieren, wenn in ihre Weiterbildung investiert wird.</p>
<p><strong>sechs+sechzig: Welche Konsequenzen ergeben sich aus der Situation der Gesellschaft für den Gesundheits- und Pflegebereich?</strong><br />
Wilkoszewski: Die Wahrscheinlichkeit pflegebedürftig zu werden, wird mit zunehmendem Alter steigen. Die Folge: ein Anstieg der Gesundheitskosten. Demographische Studien deuten aber auch darauf hin, dass die durch die steigende Lebenserwartung hinzu-gewonnen Jahre nicht gänzlich in Krankheit verbracht werden. Die Menschen altern zu einem beachtlichen Teil gesund, sodass heute 65-Jährige im Durchschnitt deutlich fitter sind als ihre Altersgenossen von vor 20 Jahren. Dennoch wird der Pflegebedarf deutlich steigen. </p>
<p><strong>sechs+sechzig: Wie kann sich die Politik darauf einstellen?</strong><br />
Wilkoszewski: Es sollten gesundheitspolitische Maßnahmen gefördert werden, die die Chancen auf gesundes Altern erhöhen. Präventiven Ansätzen kommt hier eine entscheidende Bedeutung zu. Finnland ist in Europa eines der Vorreiterländer und konnte mit groß angelegten Präventionsprogrammen deutliche Erfolge im Bereich von Herz-Kreislauferkrankungen sowie jüngst bei Diabe-tes erzielen. Ärzte bemängeln, dass es in Deutschland an einer solchen bevölkerungsweiten Strategie zur Gesundheitsprophylaxe fehlt. Auf Bundesebene wurde ein erster Schritt in diese Richtung Anfang 2005 mit dem Entwurf zu einem Präventionsgesetz ge-tan. Die Große Koalition hat Ende 2005 die Initiative zwar in den Vertrag der Regierungsparteien aufgenommen, aufgrund von Dif-ferenzen, vor allem bei der Finanzierung, sind allerdings die Verhandlungen de facto seit dem Jahr 2008 zum Stillstand gekommen.</p>
<p><strong>sechs+sechzig: Zu Jahresbeginn wurde das Kindergeld erhöht, und die schwarz-gelbe Regierung beabsichtigt die Einführung eines Betreuungsgeldes für Eltern, die ihre Kinder bis zum Alter von drei Jahren zu Hause betreuen. Sind das die richtigen Mittel, um das Kinderkriegen attraktiver zu machen?</strong><br />
Wilkoszewski: Das ist zweifelhaft. Alle führenden Experten sind sich einig, dass die Erhöhung des Kindergeldes weder zu mehr Geburten führt, noch den Eltern und den Kindern – die ja die eigentlichen Adressaten sein sollen – hilft. Wenn nun auch noch das sogenannte Betreuungsgeld eingeführt werden sollte, kann man mit Fug und Recht sagen, dass die Bundesregierung nicht ver-standen hat, wie moderne Familienpolitik aussehen sollte. Hier müsste es viel stärker um die institutionelle Förderung von Kindern durch Bildungsmaßnahmen oder professionelle, gut ausgestattete Betreuungseinrichtungen gehen. </p>
<p><strong>sechs+sechzig: Treibt der Staat mit seiner derzeitigen Politik einen Keil zwischen Jung und Alt, indem er die staatliche Förderung der jungen Generation ausbaut und bei der älteren eher ein Einsparpotential sieht?</strong><br />
Wilkoszewski: Ich glaube nicht, dass die Politik bewusst das Ziel verfolgt, einen Keil zwischen die junge und die ältere Generation zu treiben. Dennoch nimmt sie es mitunter in Kauf, dass in der Vermittlung von durchaus sinnvollen und notwendigen Politikrefor-men oft die Älteren als das Problem für die sozialen Sicherungssysteme wahrgenommen werden. Es ist in der Tat so, dass durch Rentennullrunden, die Ausweitung von Besteuerung etc. tendenziell bei der Rentnergeneration Einsparungspotenziale gesehen werden. Gleichzeitig wird – wie überall in Europa – die Familienpolitik massiv ausgebaut. </p>
<p><em>Interview: Günter Dehn</em></p>
<p><a href="http://www.magazin66.de/2010/03/in-40-jahren-wird-fast-jeder-100/"><a href="http://www.magazin66.de/2010/03/in-40-jahren-wird-fast-jeder-100/"></a></p>
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		<title>Eifersüchtig auf die andere Oma</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 09:59:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ingrid Mielenz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Mutter meiner Schwiegertochter wohnt ganz in der Nähe meines Sohnes. Sie wird für die Betreuung der Enkelkinder gebraucht und hat liebevolle Kontakte zu ihnen. Da ich weit entfernt wohne und oft nur zu Familienfeiern mit meinen Enkelkindern zusammen sein kann, bin ich auf die Mutter meiner Schwiegertochter richtig eifersüchtig und werde mit diesem Gefühl schwer fertig. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Mutter meiner Schwiegertochter wohnt ganz in der Nähe meines Sohnes. Sie wird für die Betreuung der Enkelkinder gebraucht und hat liebevolle Kontakte zu ihnen. Da ich weit entfernt wohne und oft nur zu Familienfeiern mit meinen Enkelkindern zusammen sein kann, bin ich auf die Mutter meiner Schwiegertochter richtig eifersüchtig und werde mit diesem Gefühl schwer fertig. Soll ich in meinem Alter noch umziehen?</p>
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		<title>Uno, dos &#8211; one, two, tres, quadro&#8230;.</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Mar 2010 22:33:00 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Leider wurde das Video in meinem vorherigen Beitrag von YouTube wegen Urheberrechtsverletzungen vom Netz genommen. Kaschper! 
Dann nehme ich halt ein anderes rein, das den Sachverhalt genauso darstellt. Den Sachverhalt nämlich, dass wilde Alte nerven. Weil Wildheit alt ist. Junge sind dezent, zurückhaltend, kontrolliert und um Anpassung bemüht. Zu einer solchen Musik sich derart gehen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Leider wurde das Video in meinem <a href="http://www.magazin66.de/2010/02/die-wilden-alten-konnen-ganz-schon-nerven/">vorherigen Beitrag</a> von YouTube wegen Urheberrechtsverletzungen vom Netz genommen. Kaschper! </p>
<p>Dann nehme ich halt ein anderes rein, das den Sachverhalt genauso darstellt. Den Sachverhalt nämlich, dass wilde Alte nerven. Weil Wildheit alt ist. Junge sind dezent, zurückhaltend, kontrolliert und um Anpassung bemüht. Zu einer solchen Musik sich derart gehen lassen, das würden sie niemals tun:</p>
<p><object width="480" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/nFEryL-cIO4&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/nFEryL-cIO4&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"></embed></object></p>
<p>Na, vielleicht, wenn sie älter sind <img src='http://www.magazin66.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  Dann aber wahrscheinlich zu anderen Stücken. Wobei dieses natürlich eines der besten  &#8211; und das<a href="http://www.boingboing.net/2010/03/06/wooly-bully-by-sam-t.html?utm_source=feedburner&#038;utm_medium=feed&#038;utm_campaign=Feed%3A+boingboing%2FiBag+%28Boing+Boing%29&#038;utm_content=Bloglines"> sage nicht nur ich</a> &#8211; ist, das jemals aufgenommen wurde (war übrigens die erste Single-Platte, die ich mir gekauft habe). Daher hier nochmal das Original (zum Abhotten!):</p>
<p>Uno, dos &#8211; one, two. tres. quadro:</p>
<p><object width="480" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/MHF558u6Q_8&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/MHF558u6Q_8&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"></embed></object></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Disko-Oma ist der Hit</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Mar 2010 15:23:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>petra_nossek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alter Ego]]></category>
		<category><![CDATA[Disko]]></category>
		<category><![CDATA[Mamy]]></category>
		<category><![CDATA[Oma]]></category>
		<category><![CDATA[Rock]]></category>

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		<description><![CDATA[Sie sieht so cool aus, dass die Kommentatoren in manchen Blogs vermuten, sie sei gar nicht echt: Ruth Flowers, die Disko- Oma. Doch die Medien reißen sich um sie und die Jugend ist erstaunt. Die Witwe aus Bristol mischt die Pariser Nachtclub-Szene auf. Mit 69 Jahren hat sie ihre wahre Berufung entdeckt.
In einer Glitzerjacke, mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie sieht so cool aus, dass die Kommentatoren in manchen Blogs vermuten, sie sei gar nicht echt: Ruth Flowers, die Disko- Oma. Doch die Medien reißen sich um sie und die Jugend ist erstaunt. Die Witwe aus Bristol mischt die Pariser Nachtclub-Szene auf. Mit 69 Jahren hat sie ihre wahre Berufung entdeckt.</p>
<p>In einer Glitzerjacke, mit funkelnden Kopfhörern voller Swarovski-Steinen, legt sie in Diskotheken auf. Die Story dazu ist herzerweichend. Als ihr Enkel sie zu seiner Geburtstagsparty mit in eine Disko nehmen wollte, ließ sie der Türsteher nicht rein. Die Begründung: Sie sei zu alt für den Schuppen.</p>
<p>Die Musikfetzen, die durch die Tür drangen, elektrisierten die Großmutter. Sie nahm die Herausforderung an und wurde zum Star.</p>
<p>Ein echter Beitrag zu einem humorvollen Miteinander der Generationen, der die Frage aufwirft: Und was machst Du, wenn Du alt bist?</p>
<p><a href="http://mamyrock.com/home.htm">http://mamyrock.com/home.htm</a></p>
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		<title>Hier spritzt das Blut</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Mar 2010 14:57:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sechs+sechzig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sex & Crime]]></category>
		<category><![CDATA[Blut]]></category>
		<category><![CDATA[Jungfrauen]]></category>
		<category><![CDATA[Morde]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Ballade »Sex &#38; Crime« ist die Soap-Opera des 19. Jahrhunderts: populäre Vorabend-Unterhaltung aus den Salons, die von entjungferten Pfarrerstöchtern, ermordeten Pagen, lüsternen Spielmännern und bebenden Busen erzählt. In Nürnberg tritt der Künstler am Freitag, 16. April, <a href="http://www.burgtheater.de/">im Burgtheater </a>auf.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Ballade ist die Soap-Opera des 19. Jahrhunderts: populäre Vorabend-Unterhaltung aus den Salons, die von entjungferten Pfarrerstöchtern, ermordeten Pagen, lüsternen Spielmännern und bebenden Busen erzählt.</p>
<p>»Sex &amp; Crime« präsentiert die schauerlichsten Gruselschocker und Schmalzschmonzetten aus der Feder deutscher Dichter: Heines »Nixen«, Fontanes »Brücke am Tay«, Goethes »Totentanz«, Mörikes »Feuerreiter« &#8211; gelesen und erlitten von Michael Quast.<br />
Balladen: Da denken die meisten an mühsam auswendig gelernte Reime, an schwer nachvollziehbare Interpretationen bemühter Deutschlehrer oder einfach an entsetzliche Langeweile. </p>
<p>Michael Quast macht mit diesen Vorurteilen ein Ende! Das Publikum stellt überrascht und amüsiert fest: Balladen sind gar nicht langweilig. Im Gegenteil: Sie erzählen spektakuläre Geschichten, die auch 200 Jahre nach ihrer Entstehung noch aufregend sind. Geschichten, wie wir sie heute im Kino sehen. Sie handeln von unglücklicher Liebe und verbotener Leidenschaft, von spukhaftem Grauen, brutalen Morden und heimlichen Verbrechen. Sex &amp; Crime eben.</p>
<p>Wie lebendig Balladen und Melodrame sein können, macht Michael Quast in seiner unnachahmlichen Vortragsweise erlebbar. Hier knistern die Flammen des Feuerreiters, klappern die Gebeine der tanzenden Toten, spritzt das Blut des erschlagenen Pagen und seufzen die (ehemaligen) Jungfrauen. Quast wimmert, flüstert, lacht, weint, seufzt, stöhnt, keckert und schreit in den unterschiedlich-sten Stimmlagen, pustet den Staub von den Balladen und fördert aufregende und – jawohl: auch komische Texte zu Tage.</p>
<p>Vor allem am Ende des 19. Jahrhunderts erfreuten sich die sogenannten Melodrame großer Beliebtheit. Große Komponisten wie Robert Schumann oder Franz Liszt komponierten die dramatisch untermalende Musik, zu der Balladen gesprochen wurden. Daß diese kunstvolle Verbindung von Text und &#8220;Soundtrack&#8221; heute noch ungeheuer expressiv und bildhaft wirkt, beweist Michael Quast gemeinsam mit dem Pianisten Theordore Ganger.</p>
<p>Zum Anhören gibt es Sex and Crime als Hörbuch.  Es ist bei Lido erschienen.<br />
Infos unter <a href="http://www.lido-verlag.de/" target="_blank">www.lido-verlag.de</a></p>
<p>Das meint die Kritik: <a href="http://tinyurl.com/yemc3fq">http://tinyurl.com/yemc3fq</a></p>
<p>In Nürnberg tritt der Künstler am Freitag, 16. April, <a href="http://www.burgtheater.de/">im Burgtheater </a>auf.</p>
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		<title>01805-Nummern: Kliniken kassieren Patienten ab</title>
		<link>http://www.magazin66.de/2010/03/01805-nummern-kliniken-kassieren-patienten-ab/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 16:59:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sechs+sechzig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheit & Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Klinik]]></category>
		<category><![CDATA[Krankenhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Nepp]]></category>
		<category><![CDATA[Telefon]]></category>

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		<description><![CDATA[Stark überhöhte Telefongebühren, die Patienten und Angehörige in deutschen Kliniken zahlen müssen, sind keine Einzelfälle. Wie der Verein Online-Verbraucherschutz herausgefunden hat, sind die Gespräche über 01805-Nummern in Spitälern teilweise um bis zu 700 Prozent teurer. Allein in Deutschland sollen sich zwischen 600 und 800 Häuser an den Mehreinnahmen bereichern.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_1579" class="wp-caption alignright" style="width: 404px"><a href="http://www.magazin66.de/wp-content/uploads/2010/03/krankenhaus.jpg"><img src="http://www.magazin66.de/wp-content/uploads/2010/03/krankenhaus.jpg" alt="Mit der eigenen Familie sprechen zu können, ist alten Menschen teuer - beim Telefonieren kann man das oft wörtlich nehmen. Foto: Getty Images" title="krankenhaus" width="394" height="281" class="size-full wp-image-1579" /></a><p class="wp-caption-text">Mit der eigenen Familie sprechen zu können, ist alten Menschen teuer - beim Telefonieren kann man das oft wörtlich nehmen. Foto: Getty Images</p></div>Stark überhöhte Telefongebühren, die Patienten und Angehörige in deutschen Kliniken zahlen müssen, sind keine Einzelfälle. Wie der Verein Online-Verbraucherschutz (www.online-verbraucherschutz.org) herausgefunden hat, sind die Gespräche über 01805-Nummern in Spitälern teilweise um bis zu 700 Prozent teurer. Allein in Deutschland sollen sich zwischen 600 und 800 Häuser an den Mehreinnahmen bereichern.</p>
<p>Inzwischen kritisiert auch die Deutsche Gesellschaft für Versicherte und Patienten (DGVP) die Praxis. „Der Kostendruck nimmt immer mehr zu. Hinzu kommt, dass hierarchisch gebeutelte Mitarbeiter die Suppe auslöffeln dürfen und der Patient am Ende durch die Röhre schaut“, unterstreicht DGVP-Präsident Wolfram-Armin Candidus. Die Krankenhäuser sollen Kassen nicht über „Telefon-Nepp“ füllen, sondern am System arbeiten.</p>
<p>Dass die Kosten für den Service oft teuer sind, zeigt sich bei einem einfachen Rechenbeispiel. Ein Anruf aus dem deutschen Festnetz auf eine 01805-Nummer kostet im Schnitt 14 Cent pro Minute. Vom Handy aus kann es jedoch schnell bis zu 0,42 Euro in der Minute teuer werden. Ein zehnminütiges Telefonat wird demnach mit bis zu 4,20 Euro abgerechnet. Hinzu kommen nach Angaben des Verbraucherschutzvereins weitere sogenannte „Bereitstellungskosten“, die das jeweilige Spital den Patienten für den Betrieb von Fernsehern oder Telefonen berechnet.</p>
<p>Aber nicht nur die Kosten sind überhöht. Auch klären viele Krankenhäuser nicht darüber auf, wie lang eine Telefoneinheit ist. Alle Gattungen von Krankenhäusern scheinen von der Telefon-Abzocke betroffen zu sein. Denn der Verband nennt nicht nur große Unikliniken, sondern auch Kreiskrankenhäuser, Kurkliniken und bekannte Klinik-Verbünde wie Asklepios, Median und Paracelsus. Verbraucher sind der Praxis vieler Häuser jedoch nicht schutzlos ausgeliefert. Von den eingegangenen Hinweisen wurden bereits 180 Standorte überprüft.</p>
<p>Von den Gebühren profitieren nicht nur die Telefonanbieter. Obwohl die Krankenhäuser bislang nichts an den 01805-Nummern verdienen durften, profitieren diese seit der Änderung des Telekommunikationsgesetzes ab März von der sogenannten offenen Erlösteilung. Die Erlöse belaufen sich auf bis zu acht Cent pro telefonierter Einheit. „Die Fälle haben drastisch zugenommen. Es ist fatal, wenn viele Krankenhausverwaltungen ihre Budgetlöcher damit zu stopfen versuchen“, so Candidus. Hier müsse man schnell eingreifen.</p>
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