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	<description>Hier surfen die neuen Alten</description>
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		<title>Der Sendeschluss ist zurück</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 12:19:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>peter_viebig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deppenblog]]></category>
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		<description><![CDATA[Hach, waren das noch Zeiten, als es im Fernsehen noch einen Sendeschluss gab &#8211; mit einem Standbild und leicht verdaulicher Musik, die uns sanft in die Kohlenstoffwelt zurückführte, in der schon das frisch bezogene Bett wartete. 
Doch das ist lange vorbei. Jetzt werden wir dauerbetextet und bewegtbildert. Und selbst wenn wir es schaffen, den Ausknopf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hach, waren das noch Zeiten, als es im Fernsehen noch einen Sendeschluss gab &#8211; mit einem Standbild und leicht verdaulicher Musik, die uns sanft in die Kohlenstoffwelt zurückführte, in der schon das frisch bezogene Bett wartete. </p>
<p>Doch das ist lange vorbei. Jetzt werden wir dauerbetextet und bewegtbildert. Und selbst wenn wir es schaffen, den Ausknopf zu finden, dann hat das so etwas Abruptes, Radikales, das einem gerade kurz vor dem Insbettgehen oft nicht in den Kram passt. </p>
<p>Welche Freude ist es daher, wenn man entdecken darf, dass auf YouTube wieder der Sendeschluss eingeführt wurde. Einfach unten drauf klicken und warten bis man selber und der PC in den Schlafmodus übergeht.</p>
<p><object width="480" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/hgsixMZ1hqw&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/hgsixMZ1hqw&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"></embed></object> </p>
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		<title>Jan und die verrückte Ente</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Mar 2010 21:33:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sechs+sechzig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sport & Freizeit]]></category>
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		<description><![CDATA[Anfang der 90er-Jahre fing es in Jan Havlik wieder an zu kribbeln. Ein neues, außergewöhnliches Hobby musste her. Aus einem Citroen 2CV schuf der 64-Jährige ein Gefährt, das mit einer "Ente" nicht mehr viel zu tun hat, sondern eher einem Comic entsprungen zu sein scheint.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1927" class="wp-caption alignright" style="width: 237px"><img class="size-full wp-image-1927" title="66 Heft 1/2010, Ententuner Jan Harlik." src="http://www.magazin66.de/wp-content/uploads/2010/03/ente4-web1.jpg" alt="Jan Havlik und seine »Angreifer-Ente«." width="227" height="151" /><p class="wp-caption-text">Jan Havlik und seine »Angreifer-Ente«.</p></div>
<p>Anfang der 90er-Jahre fing es in Jan Havlik wieder an zu kribbeln. Sein großes Projekt, der Umbau eines Lkw zu einem voll funktionsfähigen Wohnmobil, war längst abgeschlossen. Und was in jüngster Zeit so an kleinen Basteleien zusammengekommen war, reichte dem Elektrotechniker nicht mehr aus. Ein neues Hobby musste her, und es sollte ein außergewöhnliches Hobby sein. Klar war auch, es würde mit Autos und Technik zu tun haben. Seit Havlik als 14-Jähriger notgedrungen einen Automotor in Eigenregie zusammenbauen musste, den sein Vater vor seinem plötzlichen Tod noch zerlegt hatte, ist in Havlik das Daniel-Düsentrieb-Gen aktiviert. Er tüftelt für sein Leben gern, vor allem an Dingen, die sich fortbewegen lassen. Daran ist irgendwie auch die französische Schauspielerin Chantal Poullain schuld. Sie soll auf die Frage, ob sie den Citroen 2CV, die Ente, kenne, gesagt haben: »Das sind die hässlichen Autos, von denen so viele gebaut worden sind.« Damit war Jan Havliks Ehrgeiz angestachelt: »Ich hab mir gedacht, mal sehen, was man aus so einer Ente machen kann.«<br />
Das Ergebnis seiner Überlegungen kann man in Erlangen-Bruck bewundern: Ein rot-grünes Gefährt, bei dem weder äußerlich noch innerlich viel an den alten 2CV erinnert. Vielmehr scheint seine »Invader Duck« (zu deutsch etwa: Angreifer-Ente), wie Havlik sie nennt, einem Comic entsprungen zu sein. Edelstahl und Chrom blitzen an der Karosserie. Den Wagen, einst so konstruiert, dass man Eier sicher über holprige Feldwege transportieren kann, hat der 64-Jährige in ein aggressives Geschoss verwandelt.</p>
<p><strong>Eigenwilliges Zubehör</strong><br />
Sechs Jahre hat der ehemalige Siemensianer gebraucht, bis die Ente nach seinem Geschmack umgebaut war. Das Kultauto, das Havlik damals für 3500 DM einem Studenten abgekauft hatte, musste oft und lang unters Messer. Die Operation war kompliziert: Erstmal sollte die Ente schneller werden, und das Tuning nach Art eines Jan Havlik ist durchaus aufwändig. Statt des alten Entenmotors sitzt jetzt ein Citroen-Visa-Motor unter der Motorhaube. Havlik hat ihn selbst zusammengebaut, eine leichte Übung. Ein Knäuel aus Schläuchen, Pumpen, Ventilen und Kabeln drängt sich im Motorraum. Wer kann da noch den Überblick behalten? »Ich hab das alles im Kopf«, sagt Havlik. Teile, die im Handel nicht zu bekommen sind, findet er im Alltag, gerne in der Küche. Wer genau hinsieht, kann in den Eingeweiden der Ente eine Thermos-kanne entdecken, auch die Pumpe einer Spülmaschine ist eingebaut. Schließlich sollte die »Invader Duck« nach Havliks Plänen nicht nur mit Benzin, sondern auch mit Gas fahren können. Und dazu braucht es eben einen eigenen kleinen Wasserkreislauf samt Pumpe – Havlik erzählt es, als ob er ein wenig Lego-Technik gespielt hätte. Das alte Armaturenbrett war für seine Zwecke ebenfalls nicht zu gebrauchen. Also entwarf er ein neues. Jetzt erinnert das Cockpit mit den Sportwageninstrumenten an eine Weltraumrakete. Dass auch hier all die Verkabelungen und die Elektronik auf seine Kappe gehen, wen wundert es noch?</p>
<div id="attachment_1928" class="wp-caption alignright" style="width: 237px"><img class="size-full wp-image-1928" title="66 Heft 1/2010, Ententuner Jan Havlik." src="http://www.magazin66.de/wp-content/uploads/2010/03/ente1-web.jpg" alt="Ein kreativer Auto-»Künstler« schuf hier ein echtes Meisterwerk, für dessen Elektronik es keine Dokumentation gibt." width="227" height="151" /><p class="wp-caption-text">Für alle seine Ein- und Umbauten hat sich Jan Havlik den Segen vom Tüv geholt.</p></div>
<p><strong>Schnell, aber noch nicht interessant genug</strong><br />
»Jetzt war die Ente zwar schnell, aber das Aussehen war noch nicht so interessant«, erzählt Havlik. »Da hab ich mir überlegt, sie zu einem Pick-Up umzubauen.« Nach dem Eingemachten ging es der Ente nun mit einer Totaloperation an die äußere Form: Havlik trennte die Karrosserie vom Chassis, das Hinterteil schnitt er direkt nach den vorderen Türen ab, um Platz für eine Ladefläche zu schaffen. So entstand ein völlig neues Gesicht. Dazu das Fahrgestell verstärkt und zur Verbesserung der Fahreigenschaften eine Luftfederung eingebaut: Schon war die Konstruktion perfekt. Nach eigenen Zeichungen ließ Havlik Aluminiumbleche, Fenster und Leisten fertigen, um daraus das Auto samt Transportfläche zu formen. Doch am Ende fehlte Stauraum, denn im Inneren ist das Fahrzeug gestopft voll mit Elektronik und anderer Technik.<br />
Also montierte Havlik kurzerhand ein Bierfass aus Edelstahl hinter die Fahrerkabine. Dort ist jetzt nicht nur Platz für Proviant, sondern auch die Rückfahrtkamera installiert, die als Ersatz für die fehlende Sicht nach hinten das Geschehen im Rückraum auf einen Monitor im Fahrerraum überträgt. Der Bildschirm ist ausklappbar und auch für die Motordaten, die GPS-Navigation und den DVD-Player zu gebrauchen.<br />
Gibt es überhaupt technische Grenzen bei diesem Vorhaben? Havlik scheint jedenfalls nicht daran gestoßen zu sein. Er bastelt und erfindet einfach, was er braucht. Eine Gasheizung für den Winter zum Beispiel, ferngesteuert natürlich: Ruft er ein Handy an, das in der Ente in einem Brillenetui lagert, wird das Signal an einen Mikroprozessor übertragen. »Und wenn ich es zwölf Mal klingeln lasse, schaltet sich die Heizung für 45 Minuten ein«, sagt Havlik. Den Strom für all die Elektronik liefert die Sonne: Zum umweltfreundlichen Aufladen der Batterien schwebt über der Ente ein Solarpaneel.</p>
<div id="attachment_1929" class="wp-caption alignright" style="width: 161px"><img class="size-full wp-image-1929" title="66 Heft 1/2010, Ententuner Jan Harlik." src="http://www.magazin66.de/wp-content/uploads/2010/03/ente3-web.jpg" alt="&quot;Ein kreativer Auto-»Künstler« schuf hier ein echtes Meisterwerk, für dessen Elektronik es keine Dokumentation gibt.&quot;" width="151" height="227" /><p class="wp-caption-text">&quot;Ein kreativer Auto-»Künstler« schuf hier ein echtes Meisterwerk, für dessen Elektronik es keine Dokumentation gibt.&quot;</p></div>
<p><strong>Mit dem Segen des Tüv</strong><br />
Havliks 15.000-Euro-Projekt zeigt auch, was alles zulässig ist. Jeden Schritt hat er im Vorfeld mit dem Tüv abgesprochen, »die wissen, dass das alles sauber verarbeitet ist«. Aber selbst die Zulassung ist kurios: Weil die Ladefläche im Gesamtverhältnis riesig ist, gilt die Ente, die dank Schiebedach im Sommer auch zum Cabrio werden kann, auf der Straße als Lkw.</p>
<p><strong>Die sensible Ente duldet nur den Boss</strong><br />
Den letzten Schliff geben der »Invader Duck« skurrile Accessoires. Eine Stoßstange, durch die schon einmal Bier floss, beispielsweise. »Das ist ein Rohr aus einer Brauerei, das ich zurechtgeschweißt habe«, sagt Havlik. Die Außenspiegel hat die Ente von einer Harley-Davidson abgestaubt, die Radkappen sind Suppenschöpflöffel von Ikea. Arbeitsscheinwerfer auf dem Dach und eine überdimensionale Hupe verschaffen der Ente weiteren Respekt auf der Straße. Der Rest ist reiner Spaß, wie etwa der Bremsschirm, der ursprünglich sogenannte Dragster abbremste, das sind Rennautos für Beschleunigungsrekorde. Zwar düst auch die »Invader Duck« mit passablen 165 Kilometer pro Stunde dahin, »aber ein Bremsschirm ist natürlich verboten«, sagt Havlik. Auslösen lässt er sich nicht, die zugehörige Gasflasche ist auf Geheiß des Tüv angebohrt und außer Betrieb gesetzt.<br />
Die Ente wird wohl ein Einzelstück bleiben. Jetzt im Ruhestand hätte Havlik durchaus Zeit für ein neues, großes Projekt. Aber die Gesundheit spielt nicht mehr so recht mit, und so belässt er es bei kleineren Basteleien. Seine »Invader Duck« wird voraussichtlich im Auto+Technik Museum in Sinsheim eine letzte Ruhestätte finden. »Sonst kann auch keiner was damit anfangen«, sagt Havlik. »Ich habe die ganze Elektronik im Kopf, es gibt keine Dokumentation.« So lange wird der Rentner mit der Ente aber noch einiges Aufsehen auf Europas Straßen erregen. Und viele Anrufe von Leuten bekommen, die mehr über das High-Tech-Gefährt wissen wollen und um Hilfe bei eigenen Umbauprojekten bitten. »Wenn ich das weitergeben kann, warum nicht?«, sagt Havlik. Ein echter Daniel Düsentrieb teilt seine Errungenschaften eben auch. Nur an der Fahrertür ist Schluss mit der Großzügigkeit. Denn seine Ente sei »sehr sensibel«, verteidigt sich Havlik etwas verlegen. Nur der Meister selbst darf hinter dem Lenkrad Platz nehmen. Und hat dafür auch eine plausible Erklärung: »Wissen Sie, die Ente kommt gleich nach meiner Frau. Und die würde ich ja auch nicht ausleihen.«</p>
<p><em>Christine Thurner<br />
Fotos: Mile Cindric</em></p>
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		<title>Welche Stadt ist die seniorenfreundlichste in ganz Europa?</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Mar 2010 12:31:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sechs+sechzig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die „seniorenfreundlichste Stadt“ in ganz Europa wird gesucht: Mit einem schönen Titel und einer netten Preissumme von 15.000 Euro lockt die Stiftung „Lebendige Stadt“ Städte und Kommunen, sich für den Stiftungspreis 2010 zu bewerben. <a href="http://www.magazin66.de/2010/03/seniorenfreundlichste/">weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_1915" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.magazin66.de/wp-content/uploads/2010/03/seniorenfreundlich.jpg"><img src="http://www.magazin66.de/wp-content/uploads/2010/03/seniorenfreundlich.jpg" alt="Nur ein Beispiel für seniorenfreundliche Stadtpolitik: das Kasseler Wohnprojekt der 1889 eG." title="seniorenfreundlich" width="300" height="200" class="size-full wp-image-1915" /></a><p class="wp-caption-text">Nur ein Beispiel für seniorenfreundliche Stadtpolitik: das Kasseler Wohnprojekt der 1889 eG.</p></div>Die „seniorenfreundlichste Stadt“ in ganz Europa wird gesucht: Mit einem schönen Titel und einer netten Preissumme von 15.000 Euro lockt die Stiftung „Lebendige Stadt“ Städte und Kommunen, sich für den Stiftungspreis 2010 zu bewerben.</p>
<p>Preiswürdig sind aus Sicht der Stiftung Konzepte, die die Teilnahme von Senioren am öffentlichen Leben verbessern, altersgerechte Angebote machen, ihnen im Alltag Unterstützung geben und zum generationenübergreifenden Miteinander beitragen. Gesucht werden Konzepte und Vorhaben, die bereits realisiert worden sind oder in naher Zukunft umgesetzt werden. Dem Grundgedanken der Stiftung folgend, Best-practice-Beispiele zu fördern, die für andere Kommunen Vorbild sein können, kommen innovativen und zugleich wirtschaftlichen Lösungen eine besondere Bedeutung zu.</p>
<p>„Wir werden nicht nur immer älter, sondern sind im fortgeschrittenen Alter auch immer vitaler. Lebendigkeit unserer Städte muss daher die Teilnahme älterer Mitmenschen am urbanen Leben implizieren“, erklärt Alexander Otto, Kuratoriumsvorsitzender der Hamburger Stiftung. „Das reicht von seniorengerechten Kulturangeboten, der seniorenfreundlichen Gestaltung von Infrastruktur bis hin zu seniorenspezifischen Dienstleistungen der öffentlichen Verwaltung. Mit unserem diesjährigen Stiftungspreis suchen wir genau solche Konzepte, die sich zur Nachahmung in anderen Städten eignen.“</p>
<p>Bewertet werden die Konzepte von einer Fachjury unter Leitung des Architekten Hermann Henkel vom Architekturbüro HPP. Jurymitglieder sind unter anderem Dr. Marion Gierden Jülich (Staatssekretärin im Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen), Prof. Dr. Dr. h.c. mutl. Ursula Lehr (Bundesfamilienministerin a.D. und Vorsitzende BAGSO e.V.), Almuth Fricke (Leiterin Europäisches Zentrum für Kultur und Bildung im Alter), Horst Graß (Vorsitzender Seniorenbeirat Düsseldorf), Friedel Kellermann (Gesellschafter RKW Architektur + Städtebau) und Hans-Jürgen Mader (1. Landesvorsitzender Brandenburgischer Seniorenverband e.V.).</p>
<p>Insgesamt ist eine Preissumme von 15.000 Euro ausgelobt. Gefördert wird der Wettbewerb von der Deutschen Bahn AG. Die Preisverleihung erfolgt am 3. November 2010 im Rahmen des Stiftungskongresses „Pulsierende Stadt“ in München. Bewerbungen sind bis zum 31. Mai 2010 zu senden an: Stiftung „Lebendige Stadt“, Saseler Damm 39, 22395 Hamburg.</p>
<p>Weitere Infos unter <a href="http://www.lebendige-stadt.de">www.lebendige-stadt.de</a>.</p>
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		<title>Abenteuer auf schmalem Grat</title>
		<link>http://www.magazin66.de/2010/03/abenteuer-auf-schmalem-grat/</link>
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		<pubDate>Thu, 18 Mar 2010 10:23:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sechs+sechzig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sport & Freizeit]]></category>
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		<description><![CDATA[Mit knapp 64 Jahren hat Friedrich Seyferth den 4228 Meter hohen Castor bezwungen, ganz allein und nur auf sich gestellt. »Ich wusste, dass es nicht einfach werden würde«, sagt der vierfache Großvater. Denn der Besteigung ging eine lange Krankheitsgeschichte voraus.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_1905" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.magazin66.de/wp-content/uploads/2010/03/bergsteiger_011.jpg"><img src="http://www.magazin66.de/wp-content/uploads/2010/03/bergsteiger_011-300x225.jpg" alt="Traumhafte Rundumsicht: Auf dem 4228 Meter hohen Castor ist Friedrich Seyferth nur noch glücklich." title="bergsteiger_01" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-1905" /></a><p class="wp-caption-text">Traumhafte Rundumsicht: Auf dem 4228 Meter hohen Castor ist Friedrich Seyferth nur noch glücklich.</p></div>Gemütlich wirkt Friedrich Seyferth auf den ersten Blick, wenn man ihn in seinem Wohnzimmer sitzen sieht und seinen Erzählungen zuhört. Ein Hüne ist er jedenfalls nicht. Sieht so einer aus, der über sich selbst hinauswachsen kann? Und doch: Mit knapp 64 Jahren hat Friedrich Seyferth den 4228 Meter hohen Castor bezwungen, ganz allein und nur auf sich gestellt. Die »Punta Castore«, wie die Italiener zu dem höheren der beiden »Zwillinge« genannten Hochgipfel in den Walliser Alpen sagen.</p>
<p>Im Wallis befindet sich mehr als die Hälfte der alpinen Viertausender. Die Region ist geprägt von den höchsten schneebedeckten Gipfeln, riesigen Gletschern, steilen Flanken und schluchtartigen Tälern. Seyferths fahren nicht zufällig seit Jahrzehnten dorthin in den Urlaub. Früher waren auch noch ihre Kinder dabei. Auf die Gletscher ist Mutter Gunda Seyferth nie mitgegangen. Ob sie um ihren Mann bei seinen Touren auf die Gipfel Angst hatte? Die 63-jährige schüttelt den Kopf. »Ich hatte ein ungutes Gefühl. Aber das hat man immer. Doch ich wusste, dass mein Mann vorsichtig sein würde.«</p>
<p><strong>Im Alleingang hinauf</strong><br />
Aber die Tour auf den Castor im Alleingang zu machen, war riskant, oder? »Auch Seilschaften können abstürzen«, antwortet Friedrich Seyferth. Im Übrigen sei es in seinem Alter nicht leicht, einen passenden Partner zu finden. »Der Einzige, der in Frage kam, war ein zehn Jahre jüngerer ehemaliger Arbeitskollege«, bedauert der langjährige Leiter des Liegenschaftsamtes der Stadt Schwabach. »Aber er hat sich das körperlich nicht zugetraut.«</p>
<p>Friedrich Seyferth blickt weiter zurück. »Ich wusste, dass es nicht einfach werden würde. Dabei mangelte es mir nicht an Erfahrung«, sagt der vierfache Großvater. Tatsächlich frönt Seyferth seinem Hobby schon seit 1980. Immerhin zehn Viertausender hat er bezwungen. Sogar auf Europas höchstem Gipfel hat der Mann aus Schwabach schon gestanden. Er brauchte drei Versuche, um den 4807 Meter hohen Montblanc zu erobern, »der Traum eines jeden Bergsteigers!«.</p>
<p>Traum hin – Traum her, Tatsache ist: Mit 55 Jahren war Friedrich Seyferth letztmals auf einem Gipfel gewesen. Im Jahr 2001, nach dem Nadelhorn (4327 m), war plötzlich Schluss. »Ich war beruflich zu stark engagiert«, erklärt Friedrich Seyferth. Zwar ging der Beamte kurz vor seinem 61. Geburtstag in Altersteilzeit. Der Weg in die geliebte Bergwelt war damit praktisch wieder frei. Allerdings kam die Sache mit dem Erbe dazwischen. »Die Tante aus Nürnberg hatte mir ihr Gebirgshaus hinterlassen. Es war mal ein Schmuckstück, aber das sah niemand mehr.« Beim Umbau hat er sich ziemlich übernommen. Anderthalb Jahre litt der Frühpensionär unter starken Rückenschmerzen. »Jemals wieder einen Viertausender zu besteigen, war unvorstellbar.« Stattdessen absolvierte er täglich gymnastische Übungen auf dem Teppich daheim.</p>
<p><strong>Ein plötzlicher Entschluss</strong><br />
Doch Anfang 2009 fühlte sich Friedrich Seyferth wieder »halbwegs fit«. Viele Fragen spukten durch den Kopf des erfahrenen Bergsteigers. Wage ich es doch noch mal? Trau ich mir das zu? Kann ich es schaffen? Nach acht Jahren Pause? »Ich könnt’s probieren«, sagte sich Friedrich Seyferth, vom Ehrgeiz gepackt. Die Vorbereitungen beanspruchten ein halbes Jahr. »Es durfte ja kein Berg sein, den ich schon mal bestiegen hatte.« Aber plötzlich ging alles ganz schnell. Kurzfristig beschloss das Ehepaar, im August in Saas Almagell im Wallis ein paar Tage Urlaub zu machen.</p>
<p><div id="attachment_1906" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.magazin66.de/wp-content/uploads/2010/03/bergsteiger_021.jpg"><img src="http://www.magazin66.de/wp-content/uploads/2010/03/bergsteiger_021-300x225.jpg" alt="Aufstieg zum Gipfel: Die majestätischen Massive faszinieren Friedrich Seyferth so sehr, dass ihn das Bergfieber immer wieder packt." title="bergsteiger_02" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-1906" /></a><p class="wp-caption-text">Aufstieg zum Gipfel: Die majestätischen Massive faszinieren Friedrich Seyferth so sehr, dass ihn das Bergfieber immer wieder packt.</p></div>Am 17. August, einem Montag, um 5.30 Uhr startet Friedrich Seyferth ins Abenteuer. Hinten im Auto: sein 20 Kilo schwerer Rucksack. Nicht mit dabei ist seine Gunda, weil sie lieber im Ferienhaus auf seine Rückkehr warten möchte. »Ich hatte mir vorgenommen, dass meine Frau mich nur zwei Tage entbehren sollte«, berichtet er. Nach vier Stunden Fahrt ist Stafal erreicht. Dort nimmt Seyferth die Seilbahn, die ihn in eine Höhe von 2700 Metern bringt. Nun beginnt der Aufstieg. »Der war vor allem dort schwierig, wo ich bloß mit Seilen gesicherte Felsgrate passieren musste«, berichtet Seyferth. Nach dreieinhalb Stunden, »inzwischen herrschte die reinste Mittagshitze«, hat er die Quintino-Sella-Hütte vor sich. Seitlich beginnt der Felikgletscher. Im großen Matratzenlager auf 3585 Meter Höhe übernachtet der Franke. Nur Schlaf findet er kaum, denn »die Anspannung war groß«. Um 4.30 Uhr ist Friedrich Seyferth wieder auf den Beinen. Um 5.30 Uhr, noch bei Dunkelheit, geht er los – ausgerüstet mit Steigeisen, Pickel und Stirnlampe. Gegen sechs Uhr erlebt er den Sonnenaufgang über dem Monte Rosa. Nach etwa einer Stunde Gehzeit ist das Felikjoch (4060 m) erreicht. Hier wird die Luft dünner, das Atmen fällt schwerer. »Hier trennen sich auch die Wege der Bergsteiger. Die einen gehen nach Osten zum Lyskamm, die anderen nach Westen zum Castor«, erläutert der Schwabacher. »Ab hier beginnt auch die eigentliche Besteigung.« Hauptsächlich über Firngrate gelangt er zum Südostgipfel auf 4176 Meter Höhe. Bleibt ein letzter schmaler Grat zum Hauptgipfel. Gegen 8.30 Uhr und rund 50 Höhenmeter später: Friedrich Seyferth steht oben und ist überglücklich. Er hat es geschafft!</p>
<p><strong>Gesund und voller Pläne</strong><br />
»Der Himmel war fast wolkenlos. Ich stand auf der kleinen festen Schneefläche und wurde für all meine Anstrengungen mit einer traumhaften Rundumsicht belohnt. Ich sah im Südwesten den Gran Paradiso, im Westen den Montblanc, dann das Matterhorn, im Norden die Mischabellgruppe und unmittelbar im Osten den Monte Rosa Stock!« Wenig später: Unter gleißendem Sonnenlicht macht sich Friedrich Seyferth an den Abstieg zur Hütte. Er benötigt zweieinhalb Stunden, danach nochmals drei Stunden bis zur Liftstation. Er verspürt kaum Hunger, dafür »Durst ohne Ende«. Gegen 18.30 Uhr, 38 Stunden nach seinem Aufbruch, trifft der Schwabacher wieder in Saas Almagell ein. Erschöpft, aber gesund.</p>
<p>Einen Augenblick ist es still im Wohnzimmer. »Ich war überrascht, dass es so gut lief«, meint Seyferth. »Bis auf ein paar Dauerläufe kurz vorher und abgesehen davon, dass ich alle Wege hier in Schwabach mit dem Rad fahre, war ich ja nicht trainiert!«<br />
»Aber wissen Sie, warum ich Ihnen das überhaupt alles berichtet habe? Weil ich zeigen wollte, dass es im Alter sowohl geistig – damit meine ich die Planung meiner Tour – als auch körperlich noch möglich ist, Höchstleistungen zu vollbringen.« Gunda Seyferth lächelt ihren Mann an, mit dem sie seit fast 44 Jahren verheiratet ist. Sie ist stolz und das sagt sie auch. Sie weiß schon, was ihr Mann gleich sagen wird: »Jetzt habe ich Blut geleckt!«</p>
<p><em>Ute Fürböter; Fotos: privat</em></p>
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		<title>Zahlenspielerei</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Mar 2010 07:39:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>petra_nossek</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Folgender Dialog wurde auf der Messe 50 plus kolportiert. Treffen sich zwei ehemalige Kollegen in der Eingangshalle.  Sagt der eine: &#8220;Ich dachte, es wäre eine Messe für 50-Jährige, aber hier sind ja lauter alte Leute&#8221;. Fragt der andere: &#8220;Und wie alt bist Du?&#8221; &#8220;68&#8243;, antwortet sein Kollege.
Ich finde das sehr typisch für die Wahrnehmung einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Folgender Dialog wurde auf der Messe 50 plus kolportiert. Treffen sich zwei ehemalige Kollegen in der Eingangshalle.  Sagt der eine: &#8220;Ich dachte, es wäre eine Messe für 50-Jährige, aber hier sind ja lauter alte Leute&#8221;. Fragt der andere: &#8220;Und wie alt bist Du?&#8221; &#8220;68&#8243;, antwortet sein Kollege.</p>
<p>Ich finde das sehr typisch für die Wahrnehmung einer Personengruppe, die es der Umwelt schwer macht, sie in eine (Alters)-Schublade zu stecken. Offenbar gibt es nicht allzu viele Zahlen, die für sie passen. Am häufigsten greift man zu 50, 55 oder 66. Wir, das Magazin 66, haben uns an dem Song von Udo Jürgens orientiert und sogar seine Erlaubnis eingeholt, als wir diesen Titel wählten. So viel Mühe macht sich nicht jeder.</p>
<p>Da gibt es eine Messe 66, mit der wir nichts zu tun haben, die hat einfach ein kleines &#8220;die&#8221; vor die Zahl gestellt.  Die von den Beatles bevorzugte Zahl 64, die sie besingen, scheint mehr dem angelsächsischen Lebensgefühl geschuldet zu sein. Ich habe sie als Etikett für die Ruheständler hierzulande noch nicht entdeckt.</p>
<p>Eines ist allen Zahlenspielereien gemein: Die Zielgruppe treffen sie nur sehr ungenau. Sicher ist: Die meisten fühlen sich zehn Jahre jünger als sie tatsächlich sind. Welches Alter ist dann als gemeinsamer Nenner das Ideale?</p>
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		<title>Neue Studie zeigt: Daddeln mit Videospielen ist gut für Ältere</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Mar 2010 14:05:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sechs+sechzig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pflege & Betreuung]]></category>
		<category><![CDATA[Depressionen]]></category>
		<category><![CDATA[Motorik]]></category>
		<category><![CDATA[Schwermut]]></category>
		<category><![CDATA[Videospiele]]></category>

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		<description><![CDATA[Videospiele können die kognitiven und sensomotorischen Fähigkeiten von älteren Menschen maßgeblich verbessern. Dies ist ein Ergebnis einer neuen Studie, in der Bewohner von Altenheimen regelmäßig mit der Videokonsole „Wii“  gespielt hatten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_1856" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.magazin66.de/wp-content/uploads/2010/03/wii_by_epd.jpg"><img src="http://www.magazin66.de/wp-content/uploads/2010/03/wii_by_epd.jpg" alt="Eine Ergotherapeutin erklärt das Videospiel Wii. Foto: epd" title="wii_by_epd" width="300" height="200" class="size-full wp-image-1856" /></a><p class="wp-caption-text">Eine Ergotherapeutin erklärt das Videospiel Wii. Foto: epd</p></div>Videospiele können die kognitiven und sensomotorischen Fähigkeiten von älteren Menschen maßgeblich verbessern. Dies ist ein Ergebnis einer viermonatigen Studie, die die Diakonie Bayern gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Erlangen in Einrichtungen der Diakonie Hochfranken durchgeführt hat. Die Bewohner hatten im Rahmen der ergotherapeutischen Angebote regelmäßig mit der Videokonsole „Wii“ des japanischen Unternehmens Nintendo gespielt.</p>
<p>Zwölf Wochen lang spielten die Bewohner dreier Senioreneinrichtungen der Diakonie Hochfranken (Hof) regelmäßig Darts, Tennis und Bowling – mit zum Teil überraschenden Ergebnissen. Denn die Studie belegt nicht nur, dass Konsolenspiele auch für Menschen mit altersbedingten Einschränkungen attraktiv sein können und von ihnen bei entsprechender Unterstützung als Freizeitangebot angenommen werden. „Die Studie zeigt, dass auch die kognitiven Fähigkeiten der Teilnehmenden im Untersuchungszeitraum günstig beeinflusst werden“, so der Präsident des Diakonischen Werks Bayern, Dr. Ludwig Markert. Das belegen verschiedene wissenschaftliche Tests, denen sich die Teilnehmer vor, während und nach der Spielphase unterzogen. Die Ergebnisse zeigen einen Anstieg der kognitiven Werte.</p>
<p>Nach Aussagen der begleitenden Wissenschaftler des Universitätsklinikums Erlangen liegt das unter anderem am Spielprinzip der Konsole. Diese wird nicht mit einem Gerät gesteuert, das allein mit den Fingern bedient wird. Vielmehr werden die im Spiel notwendigen Bewegungen vom Spieler imitiert. Wer Tennis oder Bowling spielt, bewegt dabei wie im echten Spiel den ganzen Oberkörper. Weil viele Spiele dennoch im Sitzen gespielt werden könnten, ist die Konsole auch für Spielerinnen und Spieler attraktiv, die in der Bewegung eingeschränkt sind. Auch wenn in der Regel eine Begleitung durch Ergotherapeuten oder Pflegepersonal notwendig sei, könne, so Markert, die Konsole also ein attraktives Freizeitangebot in Einrichtungen der Altenhilfe darstellen.</p>
<p>Der nächste Schritt wäre laut Professor Elmar Gräßel vom Universitätsklinikum Erlangen eine umfassende Wirksamkeitsstudie, mit deren Hilfe die Ergebnisse der Pilotstudie konkretisiert werden könnten.</p>
<p>Die Pilotstudie der Diakonie Bayern und des Universitätsklinikums Erlangen war die erste auf mehrere Monate angelegte und wissenschaftlich fundiert begleitete Untersuchung dieser Art. Gefördert wurde die Untersuchung auch vom Bayerischen Sozialministerium. Die Ergebnisse (<a href="http://www.diakonie-bayern.de/presse/publikationen-des-diakonischen-werkes-bayern/pflege/wii-pilotstudie.html">Original hier</a>) wurden in einer Broschüre zusammengefasst, die bei der Diakonie Bayern (meinhardt@diakonie-bayern.de) angefordert werden kann.</p>
<p><div id="attachment_1857" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.magazin66.de/wp-content/uploads/2010/03/wii_2_by_nintendo.jpg"><img src="http://www.magazin66.de/wp-content/uploads/2010/03/wii_2_by_nintendo.jpg" alt="Generationenübergreifend: Videospiele sind nicht nur was für Kids. Foto: Nintendo" title="wii_2_by_nintendo" width="300" height="212" class="size-full wp-image-1857" /></a><p class="wp-caption-text">Generationenübergreifend: Videospiele sind nicht nur was für Kids. Foto: Nintendo</p></div>Wie die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung in ihrer neuesten Ausgabe berichtet, kann das Spielen mit einer Videokonsole auch gegen Schwermut helfen – so stehe es jedenfalls im American Journal of Geratric Psychiatry. Bei immerhin einem Drittel der Teilnehmer hatten sich in einer Studie nach dem Spielen mit Nintendos Wii sowohl die Stimmungslage als auch die kognitive Leistungsfähigkeit deutlich erhöht.</p>
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		<title>Unser Projekt im Porträt</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Mar 2010 13:36:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sechs+sechzig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kategorielos]]></category>
		<category><![CDATA[Intergenerationes]]></category>
		<category><![CDATA[Projekt]]></category>
		<category><![CDATA[sechs+sechzig]]></category>

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		<description><![CDATA[„Sechs+sechzig“: Der ist Name ist Programm. Bei der Gründung des Magazins fragten die Herausgeber extra bei Udo Jürgens an. Seine Botschaft gefiel. „Mit sechs + sechzig Jahren, da fängt das Leben an“, hatte er bekanntlich getextet – und genauso empfand es der Gründungskreis. Menschen aus verschiedenen Altersgruppen und Berufen, überwiegend Journalisten, setzten sich in Nürnberg zusammen, um anlässlich des Deutschen Seniorentages ein eigenes Medium für die ältere Generation ins Leben zu rufen. Und der bekannte Künstler erlaubte die Nutzung seines Titels. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_1847" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.magazin66.de/wp-content/uploads/2010/03/ingrid_und_marieluise1.jpg"><img src="http://www.magazin66.de/wp-content/uploads/2010/03/ingrid_und_marieluise1-300x244.jpg" alt="Ingrid Meister und Marieluise Schumann  sind beide im Projekt sechs + sechzig aktiv. Hier arbeiten sie am Stand auf der Seniorenmesse inviva in Nürnberg. Foto: Roland Fengler" title="ingrid_und_marieluise" width="300" height="244" class="size-medium wp-image-1847" /></a><p class="wp-caption-text">Ingrid Meister und Marieluise Schumann  sind beide im Projekt sechs + sechzig aktiv. Hier arbeiten sie am Stand auf der Seniorenmesse inviva in Nürnberg. Foto: Roland Fengler</p></div>„Sechs+sechzig“: Der ist Name ist Programm. Bei der Gründung des Magazins fragten die Herausgeber extra bei Udo Jürgens an. Seine Botschaft gefiel. „Mit sechs + sechzig Jahren, da fängt das Leben an“, hatte er bekanntlich getextet – und genauso empfand es der Gründungskreis. Menschen aus verschiedenen Altersgruppen und Berufen, überwiegend Journalisten, setzten sich in Nürnberg zusammen, um anlässlich des Deutschen Seniorentages ein eigenes Medium für die ältere Generation ins Leben zu rufen. Und der bekannte Künstler erlaubte die Nutzung seines Titels. </p>
<p>In den zurückliegenden zehn Jahren ist es den Mitgliedern des gemeinnützigen Vereins zur Förderung des Dialogs der Generationen gelungen, einen hohen Bekanntheitsgrad in der Metropolregion Franken zu erlangen. Nun soll ein neuer Internet-Auftritt die Aktivitäten mindestens bundesweit, wenn nicht sogar im gesamten deutschsprachigen Raum verbreiten. </p>
<p>Bedarf besteht nach wie vor an einem engagierten Eintreten für die Belange der älteren Menschen. Als die Initiative 2000 an den Start ging, nahm man die Alten vor allem als bemitleidenswert und betüttelnswürdig wahr. Das entsprach schon damals nicht der Realität. Deswegen fand der Vorschlag der ehemaligen Rundfunkredakteurin Magda Schleip schnell Zustimmung. Sie erfand die Unterzeile „Magazin für die selbstbewusste ältere Generation“. Das hat den Gründern viel Respekt eingebracht. </p>
<p>Leider ist das Gründungsmitglied Magda Schleip im Herbst 2008 gestorben, aber ihre Idee lebt weiter. Die Älteren treten immer häufiger selber für ihre Ziele ein, doch der demografische Wandel macht vielen Bürgern immer noch Angst. Dabei ist er auch eine Chance. Denn die ältere Generation, die jetzt in den Ruhestand wechselt, ist fitter als jede andere zuvor. Sie hat das Selbstbewusstsein, ihr Können und Wissen aktiv in die Gesellschaft einzubringen. Das Ehrenamt ist eine Möglichkeit dafür. Deswegen veröffentlicht das Magazin sechs + sechzig seit dem ersten Heft regelmäßig Porträts von den unterschiedlichsten Persönlichkeiten, die eines eint: Ihr Einsatz für andere. </p>
<p>Im Internet soll eine eigene Seite dafür entstehen – und wenn es der Etat hergibt, auch die Möglichkeit, dort Ehrenämter zu suchen und Interessierte zu finden. Das Angebot soll nach verschiedenen Regionen gegliedert werden. Durch die moderne Technik ist es möglich, dass die Nutzer die benötigten Informationen selbst liefern. Die Aufgabe der Redaktion liegt darin, den Auftritt zu moderieren und zu strukturieren. Natürlich wird darüber hinaus auf andere Ehrenamtsbörsen verwiesen. Denn das ist ja das Schöne am Internet: Mit einem Mausklick ist der Nutzer womöglich schon am Ziel. Die Vernetzung im richtigen Leben klappt beim Magazin sechs + sechzig schon sehr gut. Die Stadt Nürnberg richtet sich seit Jahren vorbildlich auf die immer älter werdende Bevölkerung ein. Daher existieren regelmäßige Kontakte zum Seniorenamt, zum Computerclub 50 plus, zum Stadtseniorenrat und zu anderen in der Altenhilfe tätigen Organisationen. Doch das Magazin ist kein Fachblatt, auch wenn es einen hohen fachlichen Anspruch an alles stellt, was es veröffentlicht. Egal, ob es sich um Meldungen für die gedruckte Ausgabe handelt oder Meldungen im Internet. Damit trägt die Redaktion der Tatsache Rechnung, dass für viele ihrer Leser noch heute das Diktum gilt: Was schwarz auf weiß geschrieben steht, das stimmt. </p>
<p>Diesem Qualitätsanspruch fühlen sich die Mitarbeiter auf allen Ebenen verpflichtet. Dies ist nicht leicht, kostet Zeit und Geld, macht Mühe, aber es lohnt sich. Die hohe Glaubwürdigkeit, die von der Marke sechs + sechzig ausgeht, schafft eine enge Verbundenheit mit der Zielgruppe. Die wird gebraucht, um Dinge zu verändern. Denn längst ist nicht alles im Lot, was die Versorgung Älterer und ihre Wertschätzung angeht. Viel Aufmerksamkeit erfährt das Thema „Neue Wohnformen“. Die Menschen möchten anders alt werden und sie wollen das am liebsten in ihren eigenen vier Wänden. Anregungen für Modelle, die funktionieren, finden sie im Magazin. </p>
<p>Künftig soll die Internet-Plattform von sechs + sechzig die zentrale Anlaufstelle sein, um sich über die Belange des Älterwerdens auszutauschen. Ein eigenes Prüfsiegel wird die Erfahrungen der Nutzer adeln. Sie reden mit, wenn es um die Bewertung von seniorenfreundlichen Produkten geht, eine Gesetzesneuregelung auf dem Prüfstand steht oder sich eine große Warenhauskette für die Zielgruppe öffnet. Warum das die Menschen bei sechs + sechzig tun? Weil dem Projekt Vertrauen geschenkt wird. Sechs + sechzig ist ein frei finanziertes Projekt. Das ist zwar mühsam, wird aber durch Unabhängigkeit belohnt. Außerdem arbeiten im Team Jüngere (ab Mitte 30) und Ältere (bis Ende 70) zusammen. Sie tauschen sich aus, lernen voneinander und geben dem Ganzen einen modernen Anstrich. Wer sich für sechs + sechzig engagiert, weiß, dass die Redaktion auch für die Alten von morgen arbeitet. </p>
<p>Nach getaner Arbeit gehen alle, die am Erfolg einer Ausgabe beteiligt sind, gemeinsam essen. Hierbei sind schon Freundschaften entstanden, werden neue Pläne ausgeheckt und vor allem kommt der Spaß nicht zu kurz. Die zehn Jahre haben den Zusammenhalt gefördert, aber es ist Neugierde auf neue Mitglieder, neue Mitarbeiter erhalten geblieben. Gerade im Moment ist wieder ein Wandel spürbar. Nicht nur im Projekt sechs + sechzig, sondern auch in der Gesellschaft. Die erste Lesergeneration wechselt in das Segment der Hochaltrigkeit und es wachsen jüngere Ältere nach. Sie werden das Altenbild verändern und auch das Medium sechs + sechzig. „Wer sich nicht mehr verbessern will, bleibt stehen und fällt irgendwann zurück“, heißt eine Spruchweisheit. Das Team von sechs + sechzig entwickelt sich weiter und wünscht sich zum zehnjährigen Geburtstag, dass es ähnlich nachhaltig wirkt wie der Hit von Udo Jürgens. ◆ </p>
<blockquote><p>Das Magazin sechs+sechzig ist im Februar 2000 zum ersten Mal erschienen und wird vier Mal im Jahr in Franken als Beilage der beiden großen Tageszeitungen Nürnberger Nachrichten und Nürnberger Zeitung mit einer Auflage von 230.000 Exemplaren herausgebracht. Das Magazin liegt zusätzlich kostenlos in Rathäusern, Bürgerbüros und Senioreneinrichtungen aus. Herausgeber ist der Verein zur Förderung des Dialogs der Generationen. Die Chefredaktion hat Petra Nossek-Bock inne. </p></blockquote>
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		<title>Welcher Matratzentyp sind Sie?</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Mar 2010 09:12:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sechs+sechzig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Recht & Verbraucher]]></category>
		<category><![CDATA[Kaltschaum]]></category>
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		<category><![CDATA[Matratze]]></category>
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		<description><![CDATA[Wie man sich bettet, so liegt man, heißt ein Sprichwort. Was die alte Weisheit wirklich bedeutet, wird vielen Menschen erst klar, wenn sie nach dem Kauf einer neuen Matratze wie gerädert im angeblich so tollen neuen Bett aufwachen. Doch es ist gar nicht so leicht, das richtige Matratzen-Modell zu finden: Latex, Kaltschaum, Federkern, Lattenrost, kuschelig weich oder hart wie ein trainierter Muskel – es ist ein Kreuz mit der Auswahl der passenden Materialien. 
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			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_1833" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img src="http://www.magazin66.de/wp-content/uploads/2010/03/matratzeallerletzte.jpg" alt="Süße Träume garantiert: Mit der richtigen Matratze findet man zu einem gesunden Schlaf." title="matratzeallerletzte" width="300" height="200" class="size-full wp-image-1833" /><p class="wp-caption-text">Süße Träume garantiert: Mit der richtigen Matratze findet man zu einem gesunden Schlaf.</p></div>Wie man sich bettet, so liegt man, heißt ein Sprichwort. Was die alte Weisheit wirklich bedeutet, wird vielen Menschen erst klar, wenn sie nach dem Kauf einer neuen Matratze wie gerädert im angeblich so tollen neuen Bett aufwachen. Doch es ist gar nicht so leicht, das richtige Matratzen-Modell zu finden: Latex, Kaltschaum, Federkern, Lattenrost, kuschelig weich oder hart wie ein trainierter Muskel – es ist ein Kreuz mit der Auswahl der passenden Materialien.<br />
Wie soll man sich denn nun betten? Das lasse sich nicht pauschal beantworten, sagen Rene Glaubert und Michael Fröhlich. Beide sind vom Fach: als Berater für Medizin-Hilfsprodukte legen sie in einem Nürnberger Sanitätshaus die Kundschaft auf die unterschiedlichsten Matratzen. Ihre wichtigste Erkenntnis: In ihrem Geschäft haben sie es mit Physik zu tun. Jeder Körper, ob klein oder groß, schwer oder leicht oder mit Problemen in der Bandscheibe, ist anders. Aber gesund schlafen soll schließlich jeder Mensch – nicht nur die mehr als 60 Prozent der Deutschen, die über Rückenschmerzen klagen und deshalb eine spezielle »Unterlage« benötigen. Anatomisch ungesundes Liegen kann eine Ursache für Schmerzen in der Wirbelsäule sein – auch für Schlafstörungen, Verspannungen, Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit.<br />
Wer etwa auf einer zu harten Matratze schläft, kann Probleme mit den Schultern, Hüften oder Fersen bekommen, jenen Körperpartien also, die vorstehen und mehr Druck auf die Matratze ausüben als der Rest des Körpers. Die Folge: Der Körper wehrt sich und wälzt sich im Schaf.<br />
<div id="attachment_1837" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img src="http://www.magazin66.de/wp-content/uploads/2010/03/Matratze-aufmach.jpg" alt="Die Verkäufer Michael Fröhlich und Rene Glauber raten, auf das Innenleben der Matratze zu achten. Foto: Michael Matejka" title="Matratze-aufmach" width="300" height="200" class="size-full wp-image-1837" /><p class="wp-caption-text">Die Verkäufer Michael Fröhlich und Rene Glaubert raten, auf das Innenleben der Matratze zu achten. Foto: Michael Matejka</p></div>Elf Prozent der Deutschen, zitiert Michael Fröhlich eine Studie, wachen morgens wie gerädert auf. Anders sieht es bei einer zu weichen Matratze aus: Die Wirbelsäule hängt durch, die Regeneration der Bandscheiben wird verhindert. Doch welches Modell soll denn nun zum Beispiel ins Ehebett, wenn es die Frau gern kuschlig weich, der Mann aber gern hart hat? </p>
<p><strong>Jeder braucht etwas anderes</strong><br />
Die Doppelbettmatratze, wissen die Fachleute, ist einer der häufigsten Denkfehler der Kundschaft. Nur weil man ein Paar ist, brauchen nicht beide dieselbe Unterlage. Schaum kann sich optimal dem Körper anpassen, für Menschen die stark schwitzen, sind jedoch manchmal Matratzen mit einem Federkern besser, da diese besser durchlüften. Große und sehr schwere Leute fühlen sich möglicherweise auf Latex besonders wohl, weil diese Matratzen sehr stabil sind und schnell in ihre Ursprungsform zurückkehren. Erstes Fazit: Zwei Einzelmatratzen ins Doppelbett. »Und die eigene Matratze ebenso sorgfältig aussuchen wie den Partner«, kommentiert Fröhlich.<br />
Doch wer sich allein auf die schönen Worte von Verkäufern verlässt, riskiert, 08/15-Modelle aufgeschwatzt zu bekommen. Die »Stiftung Warentest« hatte nach Probekäufen unter anderem darauf hingewiesen, dass Kunden nur selten die Matratzenhärte bekamen, die sie verlangten. Mehrere Händler boten die gleiche Matratze in der Härte »soft« an, ganz gleich, ob der Kunde klein, groß, leicht oder schwer war.</p>
<p><strong>Probeliegen empfohlen</strong><br />
Um das optimale Modell zu finden, sollte der Kunde zwei Dinge tun: Sich einen ordentlichen Fachberater suchen – und Probeliegen. Am besten geht man zum Matratzenkauf nicht nach einem langen, anstrengenden Tag, denn dann fühlt sich jede Unterlage gut an. Mit einem kurzen »Ins-Bett-Hopsen« speisen die Spezialisten Glaubert und Fröhlich ihre Kunden nicht ab. Sie bieten »Probeliegen« an, einen ganzen Monat lang. Die Erfahrungen sind gut: Seit eineinhalb Jahren gibt es den Service, der auf eine Idee des Matratzenherstellers Kubivent zurückgeht. Auch der Hersteller Medistretch will verhindern, dass Kunden die Katze im Sack kaufen. Dort gilt: Drei Wochen Probeliegen sind drin. Trotz des Langzeit-Tests müssen die Fachberater helfen und prüfen, ob die Liegeposition der Kundschaft stimmt. Im Liegen muss die Wirbelsäule gerade sein, Hüfte und Schulter sollten so weit einsinken, dass jeder Punkt des Körpers optimal gestützt wird.<br />
Doch nicht allein das Innere der Schlafunterlage spielt eine Rolle. Auch dem Bezug sollte man Aufmerksamkeit schenken. Manche Modelle besitzen zum Beispiel einen eingenähten Silberfaden, der das Wachstum von Bakterien verhindern soll. Sinnvoll ist es in jedem Fall, darauf zu achten, dass der Bezug aus Baum- oder Schafwolle gefertigt ist, Schweiß soll schließlich abtransportiert werden.<br />
Ob sich mancher lieber hart oder weich bettet, ist eine Frage des Wohlgefühls. Ansonsten geben die Experten eine Zahl zum Nachdenken mit: Wir verbringen 25 bis 30 Prozent unseres Lebens im Bett. Unsere Gesundheit sollte uns deshalb vergleichsweise mehr wert sein als das Statussymbol Auto. </p>
<p><em>Ulrike Löw<br />
Foto: Michael Matejka</em></p>
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		<title>Wie schreibt maneinen Bestseller?</title>
		<link>http://www.magazin66.de/2010/03/wie-schreibt-man-einen-bestseller/</link>
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		<pubDate>Tue, 16 Mar 2010 08:12:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sechs+sechzig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reise & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Bestseller]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Schriftsteller]]></category>
		<category><![CDATA[Verlag]]></category>

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		<description><![CDATA[Das eigene Buch in Händen zu halten, davon träumen viele, die in ihrer Freizeit an ihrer Biografie oder heimlich am großen Roman schreiben. Doch der Traum, als Autor richtig groß rauszukommen, endet meistens in herben Enttäuschungen – und manchmal mit horrend hohen Kosten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1808" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.magazin66.de/wp-content/uploads/2010/03/buchautor_by_Renate-Kalloch.jpg"><img class="size-full wp-image-1808" title="buchautor_by_Renate-Kalloch" src="http://www.magazin66.de/wp-content/uploads/2010/03/buchautor_by_Renate-Kalloch.jpg" alt="Illustration: Renate Kalloch / Pixelio" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Illustration: Renate Kalloch / Pixelio</p></div>
<p>Das eigene Buch in Händen zu halten, davon träumen viele, die in ihrer Freizeit an ihrer Biografie oder heimlich am großen Roman schreiben. Doch der Traum, als Autor einmal richtig groß rauszukommen, endet meistens in Frust und herben Enttäuschungen – und manchmal mit horrend hohen Kosten.</p>
<p>Als Mutter aller Hobbyautoren, die mit ihren Lebenserinnerungen einen riesigen Erfolg landete, gilt immer noch Anna Wimschneider: Die im Jahr 1919 geborene Bäuerin, die in »Herbstmilch« vom harten Leben in ihrer niederbayerischen Heimat schrieb. Als das einfach erzählte Buch vor 23 Jahren auf den Markt kam, wurde es sogleich zum Bestseller. Heute ist bereits die 57. Auflage auf dem Markt, und der Piper Verlag in München hat bislang zwei Millionen Exemplare des Buches verkauft.</p>
<div id="attachment_1809" class="wp-caption alignright" style="width: 220px"><a href="http://www.magazin66.de/wp-content/uploads/2010/03/wimschneider.jpg"><img class="size-full wp-image-1809" title="wimschneider" src="http://www.magazin66.de/wp-content/uploads/2010/03/wimschneider.jpg" alt="Anna Wimschneider hat mit ihrem Buch »Herbstmilch« anderen Mut gemacht, ihre Biografie aufzuschreiben. Foto: Archiv" width="210" height="322" /></a><p class="wp-caption-text">Anna Wimschneider hat mit ihrem Buch »Herbstmilch« anderen Mut gemacht, ihre Biografie aufzuschreiben. Foto: Archiv</p></div>
<p>Noch immer berufen sich Autoren auf Anna Wimschneider, wenn sie das Manuskript ihres Erstlings einreichen, berichtet Cornelia Mechler, Lektoratsassistentin bei Piper. Die Texte landen auf dem großen Stapel der unverlangt eingesandten Manuskripte, die allesamt angelesen werden, aber in aller Regel zu einer Absage führen. Die Enttäuschung, nach vier Monaten mit einem Standardbrief abgespeist zu werden, ist bei den Autoren groß, weiß Mechler. Schließlich »offenbaren manche ihr ganzes Leben. Doch wir sind stark auf Umsatz angewiesen«, da müsse die Geschichte schon etwas ganz Besonderes sein, sagt die Verlagsmitarbeiterin. Dem wird der weit überwiegende Teil der Autoren nicht gerecht, »obwohl die meisten erstaunlicherweise gar nicht schlecht schreiben.« Wie häufig es vorkommt, dass ein Nobody einen Überraschungserfolg landet, kann Mechler nur schätzen. »Vielleicht aus drei unter tausend unverlangten Manuskripten« mache der Verlag ein Buch daraus – und selbst dann ist ungewiss, ob sich das Werk auf einem Markt mit 60.000 Neuerscheinungen pro Jahr durchsetzt.</p>
<p>Im Prinzip gibt es zwei Möglichkeiten, zum eigenen Buch zu kommen: Entweder findet man einen Verlag, der bereit ist, das unternehmerische Risiko zu tragen. Oder der Autor legt Geld auf den Tisch und bezahlt die Veröffentlichung mehr oder weniger selbst. Die großen Publikumsverlage wie Piper, dtv oder Rowohlt verlangen zwar grundsätzlich keine solche »Risikobeteiligung«, dafür ist die Chance, dass das Skript dort angenommen wird, nahe Null. »Wir müssen Menschen dazu bringen, 20 Euro für ein Buch auszugeben«, beschreibt Jens Dehning, Lektor bei Rowohlt in Berlin, die Perspektive der Verlage. Die Geschichte muss deshalb nicht nur originell und gut geschrieben sein, es muss auch einen Markt dafür geben. Bei den Lebenserinnerungen von Holocaust-Opfern habe er gezögert, seine Absage abzuschicken, »aus Respekt vor dem Autor und seinen Erlebnissen«. Aber der Markt für derartige Bücher sei einfach gesättigt. Auch in der Flut von Kriegs- und Vertriebenenerinnerungen findet sich nur »sehr, sehr selten« ein Text, von dem ein Lektor sagen würde, er hätte eine solche Geschichte nicht schon besser von einem bekannten Literaten gelesen.</p>
<p>Die Entscheidung, ob eine Story zum Buch wird, fällt schnell. Nach fünf bis zehn Seiten sieht ein professioneller Lektor, ob die Qualität stimmt, die Geschichte originell und so gut geschrieben ist, dass ein Handlungsfaden erkennbar ist. »Viele Leute überschätzen sich«, hat Dehning beobachtet. Kaum ein unverlangt eingesandter Text genügt seiner Erfahrung nach professionellen Ansprüchen. Um das Buch dennoch zu veröffentlichen, greifen viele Hobby-Schriftsteller zur Geldbörse – um diese Klientel der »Autoren auf eigene Kosten« werben viele Verlage. Oft wird den Schreibern der Mund wässrig gemacht: Goethe habe schließlich auch bezahlt, damit sein »Götz von Berlichingen« den Weg zum Leser finden konnte, heißt es etwa in einer Informationsbroschüre des einschlägigen Frieling-Verlags in Berlin. Der finanzielle Beitrag diene dazu, »sämtliche Arbeitsgänge der Herausgabe und Vermarktung eines Buches, inklusive Pressearbeit, sorgfältig zu erledigen, und ermöglicht gleichzeitig einen günstigen Verkaufspreis.« Die Chance, dass ein Buch wie »Ein erfülltes Leben mit kleinen Webfehlern – Erinnerungen eines umtriebigen Berliners« oder »Ein Glückskind meistert alle Hürden – Lebenserinnerungen einer starken Frau« je im Feuilleton einer Zeitung besprochen wird, ist freilich äußerst gering.</p>
<p>Der sehnliche Wunsch nach dem eigenen Buch treibt manchen Autoren in die Hände unseriöser Anbieter. Ein Insider erklärt, wie das dann läuft: Zunächst wird ein auf den ersten Blick günstiger Festpreis angeboten, beispielsweise zehn Euro pro Exemplar bei einer geplanten Auflage von 200 Stück. Dann reicht der Autor sein Manuskript ein, das selten annähernd druckreif ist. Der Verlag fragt nach, ob der Text lektoriert und Fehler korrigiert werden sollen. Auch hier werden optisch günstige Preise angeführt, etwa vier Euro pro Seite für das Lektorieren und 25 Cent für jede Fehlerkorrektur. Bei einem Werk von 150 oder 200 Seiten kommt dann schnell eine Summe zustande, die noch einmal so hoch ist wie der anfänglich veranschlagte Festpreis. Die Zusatzpreise würden manchmal in den Vertragsbedingungen versteckt. »Unerfahrene Leute werden über den Tisch gezogen«, sagt der Insider, der selbst seit Jahrzehnten im Verlagsgewerbe tätig ist.</p>
<p>Wer an seine Geschichte glaubt, wird sich von solchen Rückschlägen kaum irritieren lassen. Lambert Herrmann, Chef des Fahner Verlags in Lauf an der Pegnitz, macht daher Autoren, die mit Lebenserinnerungen oder anderen Manuskripten bei ihm anklopfen, zuerst einmal klar: »Sie werden das nicht verkaufen können.« Doch die meisten halten an ihrer Geschichte fest, zumal sie sich oft von Urteilen aus Familie und Bekanntenkreis bestätigt fühlen: »Die Leute meinen wirklich, sie hätten ein tolles Buch geschrieben.«</p>
<p>Auch bei Fahner kann man sein Manuskript gegen Geld zum Buch machen lassen. Allerdings betont Verleger Herrmann, dies sei eigentlich kein Geschäftsmodell. Das Laufer Unternehmen hat überwiegend regionale Literatur im Programm. Doch wer seine Erinnerungen für Freunde oder Geschäftspartner in gedruckter Form verteilen möchte, kann bei ihm diese Dienstleistung für ein paar Tausend Euro kaufen, auch wenn nicht jedes Buch ins Fahner-Verlagsprogramm aufgenommen wird. Aber eine ISBN – eine Internationale Standard Buchnummer, mit der das Werk weltweit gelistet und damit bestellt werden kann – ist auf jeden Fall dabei. Häufig würden Autoren darauf großen Wert legen, sagt Herrmann, denn erst diese Nummer mache das bedruckte Papier eigentlich zum Buch. Andernfalls könne man seine Texte auch im Copyshop vervielfältigen.</p>
<p>Vor dreißig Jahren, als er den Buchverlag gestartet habe, sei er selbst auf die Suche nach verborgenen Schätzen gegangen, berichtet Herrmann. »Ich bin in Kneipen von Tisch zu Tisch gegangen und habe die Leute gefragt, ob sie zu Hause ein unveröffentlichte Manuskript in der Schreibtischschublade liegen haben.« In einem Fall, bei einem Italiener in Lauf, bekam er auf diese Weise sogar zwei Texte auf einmal in die Hände. Der große Wurf war freilich nicht dabei. Der bleibt die Ausnahme – die aber gelegentlich vorkommt.</p>
<div id="attachment_1811" class="wp-caption alignright" style="width: 220px"><a href="http://www.magazin66.de/wp-content/uploads/2010/03/seltmann.jpg"><img class="size-full wp-image-1811" title="seltmann" src="http://www.magazin66.de/wp-content/uploads/2010/03/seltmann.jpg" alt="Unter dem Pseudonym Ines Schäfer hat Ingeborg Seltmann ihre Krimis veröffentlicht. Darin begibt sich eine alte Dame auf Verbrecherjagd. Foto: Mile Cindric" width="210" height="140" /></a><p class="wp-caption-text">Unter dem Pseudonym Ines Schäfer hat Ingeborg Seltmann ihre Krimis veröffentlicht. Darin begibt sich eine alte Dame auf Verbrecherjagd. Foto: Mile Cindric</p></div>
<p>Ingeborg Seltmann ist so eine Ausnahme. Sie hatte schon vor mehr als zehn Jahren mit ihrem ersten Roman begonnen. Ihre Hauptfigur ist eine herzkranke Frau Ende 70, die in einem Erlanger Wohnstift lebt und auf Verbrecherjagd geht. Für ihren Krimi fand die heute 55-Jährige zunächst keinen Verlag, auch weil sie unter Pseudonym veröffentlichen und keinesfalls bei öffentlichen Lesungen in Erscheinung treten wollte. Die Historikerin, die sich als Autorin von Schulbüchern einen Namen gemacht hatte und im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg als Museumspädagogin beschäftigt ist, fürchtete, als Wissenschaftlerin nicht mehr ernst genommen zu werden, wenn sie sich plötzlich im Unterhaltungsfach bewegte.</p>
<p>Bei Fahner brachte die Autorin unter dem Namen Ines Schäfer ihren Erstling unter. »Der steinerne Markgraf« mit der Ermittlerin Lotte Askoleit wurde nach seinem Erscheinen im Jahr 1999 so schnell ein Erfolg, dass Ingeborg Seltmann ihr Inkognito bald aufgab. »Meine Sorge war unbegründet«, sagt die Krimiautorin; ihre Reputation als Wissenschaftlerin habe nicht gelitten. Inzwischen sind schon vier Bände auf dem Markt, insgesamt 34.000 Exemplare sind verkauft, ein von ihr selbst gesprochenes Hörbuch vom ersten Band ist derzeit in Arbeit – und Ingeborg Seltmann rührt inzwischen auch bei öffentlichen Lesungen gerne die Werbetrommel in eigener Sache.</p>
<p>Georg Klietz</p>
<blockquote><p>Wer seine Lebenserinnerungen nur einem kleinen Kreis, etwa den eigenen Kindern oder ganz engen Freunden, in Form eines Buches zugänglich machen möchte, für den bietet das Internet eine einfache und unter Umständen preiswerte Alternative:<br />
Unter www.lulu.com oder www.bod.de kann man sich sein Buch sogar fast umsonst herstellen lassen, sofern es nur darum geht, sich sein Manuskript gebunden drucken zu lassen. Wie auch bei den realen Verlagen, so kostet bei der virtuellen Konkurrenz jede Leistung extra. Bei Bod (Abkürzung für »Books on demand«, zu deutsch: Bücher auf Verlangen) kann man sich für null Euro das Buch erstellen lassen, bezahlt wird erst, wenn jemand das Buch bestellt und es gedruckt werden muss. Ab 40 Euro gibt es immerhin schon eine ISBN dazu. Allerdings liest niemand den Text Korrektur, und kein Lektor kontrolliert, ob das Werk in sich schlüssig und gut lesbar ist. Wer auf diese Dienste nicht verzichten möchte, ist dann schon wieder mit mindestens 2000 Euro dabei.</p></blockquote>
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		<title>Sie fragen, wir antworten</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Mar 2010 14:44:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ingrid Mielenz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zwischen Großeltern und Enkelkinder passt oft kein Blatt – zu schön auch, den Enkelkindern alles das zukommen zu lassen, was sie so richtig verwöhnt, z.B. Schokolade – kein Problem, wenn es die Eltern nicht mitbekommen und die Zähne kräftig geputzt werden.
Manchmal aber sieht es auch ganz anders aus: Da haben Großeltern keine Chance, ihre Enkelkinder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zwischen Großeltern und Enkelkinder passt oft kein Blatt – zu schön auch, den Enkelkindern alles das zukommen zu lassen, was sie so richtig verwöhnt, z.B. Schokolade – kein Problem, wenn es die Eltern nicht mitbekommen und die Zähne kräftig geputzt werden.</p>
<p>Manchmal aber sieht es auch ganz anders aus: Da haben Großeltern keine Chance, ihre Enkelkinder zu verwöhnen, ja sie sehen sie kaum oder vielleicht auch überhaupt nicht. Und das liegt nicht nur daran, dass die Familie weit auseinander wohnt und man sich viel zu selten sehen kann, sondern es gibt die vielfältigsten Gründe, die oft in Konflikten zwischen Großeltern und deren Kinder (also die Eltern der Enkelkinder) liegen oder es hat eine strittige Scheidung gegeben und die Großeltern eines Teils der Familie haben keine Gelegenheit mehr, sich um ihre Enkelkinder zu kümmern, weil dies in den oft komplizierten Familiensituationen nicht möglich ist.</p>
<p>Oder vielleicht wollen auch die Enkelkinder, wenn sie schon etwas größer sind, keinen Kontakt mehr, weil Familie und damit auch die Großeltern gegenüber den Freundesgruppen und ganz anderen Interessen an Bedeutung verlieren.</p>
<p>Wir möchten bei sechsundsechzig für diese Omas und Opas mit „Enkelkinder-Problemen“ ein Forum bieten, um sich auszutauschen und zu erfahren, wie andere diese Schwierigkeiten überwunden haben oder woran es trotz allen Bemühens noch immer hakt. Nur Mut, manchmal hilft es schon, sich die Probleme von der Seele zu schreiben. Und antworten werden wir auch.</p>
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