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	<title>sechs+sechzig &#187; Depp</title>
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	<description>Hier surfen die neuen Alten</description>
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		<title>Glosse: Hier ist meine Visa-Card-Nummer!</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Mar 2011 08:49:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sechs+sechzig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wahre Leistung, wahrer Lohn, das war schon immer meine Devise. Daher löhne ich brav, wo es geht, mache diesen ganzen Online-Banking-Kram mit, obwohl er mir mit seinen täglich neuen Sicherheitsvorgaben den letzten Nerv raubt, und teile sogar jedem meine Visa-Card-Nummer mit, der sie haben will. Sie lautet übrigens...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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			</a>
		</div>
<p><a href="http://www.magazin66.de/wp-content/uploads/2011/03/ipad.jpg"><img src="http://www.magazin66.de/wp-content/uploads/2011/03/ipad.jpg" alt="" title="ipad" width="200" height="262" class="size-full wp-image-7188" /></a>Wie halten Sie es mit dem Geldausgeben im Internet? Geben Sie bei Hinz&#038;Kunz Ihre Kreditkartennummer an? Nein? Dann sind Sie wohl auch einer dieser Web-Schmarotzer, die alles umsonst haben wollen. Free net, free movies, free news, free music, free pics&#8230;?</p>
<p>Ich bin da anders! Kein Asozialer! Kein Google-Terrorist! Keiner, der unsere Jahrtausende alte, abendländische Kultur für lau abverkauft! Wahre Leistung, wahrer Lohn, das war schon immer meine Devise. Daher löhne ich brav, wo es geht, mache diesen ganzen Online-Banking-Kram mit, obwohl er mir mit seinen täglich neuen Sicherheitsvorgaben den letzten Nerv raubt, und teile sogar jedem meine Visa-Card-Nummer mit, der sie haben will. Sie lautet übrigens: 3742 4556 0123 3999, die Prüfziffer ist 789.</p>
<p>Man muss sie nämlich demütigen, diese Billigheimer, diese Geizkrägen, diese Gratis-Abgreifer. Man muss sie so zumüllen mit Geschenken, dass sie danach winseln, endlich einmal wieder etwas Werthaltiges erwerben zu dürfen. Ein Buch zum Beispiel. Ein richtiges Buch. Mit massiven Deckeln, strukturierter Oberfläche, Lederrücken und edlem Papier. Ein Buch, das man nicht mal lesen muss, weil einem nämlich schon beim Anfassen einer abgeht. Das man einfach besitzen will, weil man damit eintaucht in die Litera-turgeschichte, ein Teil von ihr wird, als Zwerg auf den Schultern von Riesen wie Thomas Mann oder Mario Vargas Llosa auf das profane Weltgeschehen blickt und dieses so von ganz oben und von ganzem Herzen verachten kann.</p>
<p>Als Demütigung habe ich jetzt ebenfalls ein Buch auf den Markt geworfen. Allerdings ein eBook. Also keines für die Liebhaber des Papiers. Eine ganz windige, schon aus technischen Gründen mehr schlecht als recht zusammengeschusterte Angelegenheit. Man kann es nur auf Tablet-PCs wie dem iPad oder dem Kindle lesen. Natürlich biete ich das eBook (es heißt übrigens »Versurft!« und beinhaltet meine gesamten hier erschienenen Deppen-Kolumnen) nicht etwa im iTunes-Store oder bei Amazon an. Dort würde man nur wieder zum ungeliebten Geldausgeben animiert, zudem hätte ich dafür erst noch umständlich eine ISDN-Nummer erwerben und so das Ganze dem Finanzamt melden müssen. Nein, ich verticke das Teil völlig kostenfrei über meine Homepage <a href="http://www.deppimweb.de">www.deppimweb.de</a></p>
<p>Mein gesamtes Lebenswerk können sich die Kostenlos-Kretins also für Nichts (und natürlich völlig unverdient) auf den Schreib-tisch ziehen. Irgendwann wird ihnen auffallen, dass der immer mehr zum Grabbeltisch mutiert. Dann werden sie angerobbt kommen und mich bitten, doch wenigstens 29,90 Euro zahlen zu dürfen. Aber ich werde den Zahlnix-Säuen antworten: »Behaltet ihn, euren schnöden Mammon« und ihnen dann noch folgende, alte Weisheit der Cree-Indianer hinterherschmeißen:</p>
<p>»Erst wenn es Karl Marx kostenlos im Appstore gibt<br />
wenn sogar Sony-Music bei YouTube erklingt,<br />
wenn auch alte TV-Klassiker in der Mediathek auftauchen<br />
und wenn sich der letzte Abmahnanwalt umschulen lässt,<br />
dann werdet ihr merken,<br />
dass ihr für euer Geld nichts mehr kaufen könnt.«<br />
Aber dann ist es zu spät.	</p>
<p><em>Peter Viebig</em></p>
<blockquote><p>Die einzelnen Folgen unserer Kolumnen-Serie &#8220;Depp im Web&#8221; kann man nicht nur auf dem iPad oder dem Kindle lesen, sondern auch unter www.magazin66.de. Eine Übersicht finden Sie, wenn Sie diesem <a href="http://www.magazin66.de/tag/depp/">Link</a> folgen.</p></blockquote>
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		<title>Kennen Sie Marcell Davis?</title>
		<link>http://www.magazin66.de/2010/05/kennen-sie-marcell-davis/</link>
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		<pubDate>Wed, 19 May 2010 15:44:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>peter_viebig</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Marcell Davis]]></category>
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		<description><![CDATA[Sich mit Werbefuzzis zu beschäftigen scheint hier gerade angesagt zu sein. Dann will ich auch mal. Meiner ist allerdings noch zugange und daher kann es vielleicht ganz hilfreich sein, ein älteres Publikum vor ihm zu warnen. Bei den Jüngeren ist Marcell Davis hingegen schon sehr bekannt. Neulich hörte ich welche sagen: &#8220;Wenn ich Marcell Davis [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fwww.magazin66.de%2F2010%2F05%2Fkennen-sie-marcell-davis%2F&amp;source=magazin66&amp;style=normal&amp;service=bit.ly&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p>Sich mit Werbefuzzis zu beschäftigen scheint <a href="http://www.magazin66.de/2010/05/tschuss-herr-kaiser/">hier gerade angesagt </a>zu sein. Dann will ich auch mal. Meiner ist allerdings noch zugange und daher kann es vielleicht ganz hilfreich sein, ein älteres Publikum vor ihm zu warnen.</p>
<p>Bei den Jüngeren ist Marcell Davis hingegen schon sehr bekannt. Neulich hörte ich welche sagen: &#8220;Wenn ich Marcell Davis wäre, würde ich mich nicht mehr aus dem Haus trauen.&#8221; &#8220;Genau, auf die Fresse und so&#8230;&#8221;</p>
<p>Marcell Davis? Muss ich den kennen? Eigentlich nicht! Andererseits vielleicht auch wieder schon. Denn es liegt nicht unbedingt nur an seinem Auftritt, sondern auch an dem Missverhältnis zum Produkt und den negativen Erfahrungen, die viele damit gemacht haben, dass sein Beliebtheit noch unter der von Guido Westerwelle liegt.</p>
<p>Dafür belebt Marcell Davis das Internet. Bei YouTube gibt es jede Menge sogenannter Verarsche-Videos, in denen meistens der aktuellen Werbung eine andere Tonspur beigefügt wurde. Eines habe ich hier mal eingebunden:</p>
<p><object width="480" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/ZVpvnsJW0fI&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/ZVpvnsJW0fI&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"></embed></object></p>
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		<title>Oh, ihr Kleingläubigen!</title>
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		<pubDate>Fri, 14 May 2010 22:18:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>peter_viebig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Manche Dinge sind einem so peinlich, dass man ein Leben lang darüber schweigt und versucht sie zu vergessen. Wenn sich dann allerdings herausstellt, sie waren eigentlich gar nicht peinlich, die Welt war nur noch nicht reif dafür, dann ist die Freude groß. Mir ging es jetzt so, nachem ich das unten angefügte Video gefunden habe. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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			</a>
		</div>
<p>Manche Dinge sind einem so peinlich, dass man ein Leben lang darüber schweigt und versucht sie zu vergessen. Wenn sich dann allerdings herausstellt, sie waren eigentlich gar nicht peinlich, die Welt war nur noch nicht reif dafür, dann ist die Freude groß.</p>
<p>Mir ging es jetzt so, nachem ich das unten angefügte Video gefunden habe. Als ich nämlich beschlossen hatte, ach, Theologie zu studieren, fuhr ich erst einmal in Urlaub. Nach Griechenland, das schon damals mein Geld gut gebrauchen konnte. Als Vorbereitung auf mein Theologiestudium und weil das Meer so einladend glitzerte, hielt ich es für gut, die Zeit zu nutzen und das Gehen auf dem Wasser zu lernen. Dann könnte ich das schon, wenn es im Laufe des Studiums gelehrt würde. Anfangs lief überhaupt nichts. Aber mit der Zeit hatte ich es raus, den Wasserwiderstand auszunutzen und mein Gewicht so auf die Fußsohlen zu verteilen, dass ich kurzfristig nicht unterging. Am Ende des Urlaubs war ich so weit, dass ich glaubte, noch ein Semester Übung würde aus mir einen 1a-Wassergänger machen und mich dem theologischen Examen einen entscheidenden Schritt näher bringen. </p>
<p>Doch als ich dann an der Uni von meinen Exerzitien berichtete, lachte man mich aus. Ich schwieg daher und zweifelte an mir und meinem Verstand. Jetzt aber rufe ich diesen Leuten &#8211; leider mit jahrzehntelanger Verspätung, aber trotzdem voller Inbrunst &#8211; zu: Oh, ihr Kleingläubigen, geht in euch und schaut euch dieses Video an!</p>
<p><object width="640" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/Oe3St1GgoHQ&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/Oe3St1GgoHQ&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="550" height="330"></embed></object></p>
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		<title>Längere Beine statt Karriere</title>
		<link>http://www.magazin66.de/2010/04/langere-beine-statt-karriere/</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 10:48:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>peter_viebig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es gab mal vor zirka 30 Jahre ein Lied, das hieß (übersetzt): &#8220;Kleine Menschen haben kein Recht zu leben.&#8221; Das ist natürlich gemein und politisch-unkorrekt. So kann man nicht über Mitmenschen reden. Inhaltlich kann ich sowas ebenfalls nicht nachvollziehen, denn auch in meinem Bekanntenkeris gibt es etliche kleine Individuen, die eigentlich ganz nett sind. Allerdings [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.magazin66.de%2F2010%2F04%2Flangere-beine-statt-karriere%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fwww.magazin66.de%2F2010%2F04%2Flangere-beine-statt-karriere%2F&amp;source=magazin66&amp;style=normal&amp;service=bit.ly&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p>Es gab mal vor zirka 30 Jahre ein <a href="http://www.youtube.com/watch?v=uFmv22ghzQw">Lied</a>, das hieß (übersetzt): &#8220;Kleine Menschen haben kein  Recht zu leben.&#8221; Das ist natürlich gemein und politisch-unkorrekt. So kann man nicht über Mitmenschen reden. Inhaltlich kann ich sowas ebenfalls nicht nachvollziehen, denn auch in meinem Bekanntenkeris gibt es etliche kleine Individuen, die eigentlich ganz nett sind. </p>
<p>Allerdings taucht bei ihnen doch hin und wieder eine Tendenz zum Napoleonhaften (oder sagt man mittlerweile Sarkozyhaften?) auf. Sie müssen ihre vermeintlichen körperlichen Defizite &#8211; wobei die ja hauptsächlich nur darin bestehen, dass sie eine Stuhl brauchen, wenn sie was vom Schrank holen möchten &#8211; anscheinend mit Macht, Einfluß und der Chance, Größere herumkommandieren zu können, kompensieren. Das kann &#8220;Normalwüchsige&#8221; dann doch manchmal ziemlich nerven.</p>
<p>Doch jetzt kommt Abhilfe. Ein findiger Mensch hat den Beinverlängerer erfunden. Wohl weil er einen weiteren körperlichen Nachteil kleinerer Menschen beheben will: Die brauchen nämlich oft zwei Schritte, wo ein Langer mit einem hinkommt. Das Ganze erinnert zwar ein bisschen an Entengang. Aber lange Menschen laufen auch oft komisch. Insofern könnte uns künftig manche Kurzen-Nervung erspart bleiben und mancher Kleine könnte auch ohne ein &#8220;Chef&#8221; oder &#8220;Präsident&#8221; auf der Visitenkarte das Gefühl haben, ein erfülltes Leben zu führen.</p>
<p><object width="480" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/Tx6ej0Vh7HE&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/Tx6ej0Vh7HE&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"></embed></object></p>
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		<title>Ich habe den Witz nicht verstanden</title>
		<link>http://www.magazin66.de/2010/03/ich-habe-den-witz-nicht-verstanden/</link>
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		<pubDate>Tue, 23 Mar 2010 10:57:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>peter_viebig</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Witze]]></category>

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		<description><![CDATA[Können ältere Menschen besser Witze erzählen? Keine Ahnung! Mir erzählen weder junge noch alte welche. Ein gewisser Sam Hoffman hat allerdings mit seiner Reihe &#8220;Old Jews Telling Jokes&#8221; so großen Erfolg, dass er von den kurzen Witzvideos inzwischen sogar DVDs vertreibt. Am lustigsten fand ich allerdings die Reaktion einer der älteren Witzerzählerinnen auf ihren eigenen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fwww.magazin66.de%2F2010%2F03%2Fich-habe-den-witz-nicht-verstanden%2F&amp;source=magazin66&amp;style=normal&amp;service=bit.ly&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p>Können ältere Menschen besser Witze erzählen? Keine Ahnung! Mir erzählen weder junge noch alte welche. Ein gewisser Sam Hoffman hat allerdings mit seiner Reihe &#8220;<a href="http://oldjewstellingjokes.com/">Old Jews Telling Jokes</a>&#8221; so großen Erfolg, dass er von den kurzen Witzvideos inzwischen sogar DVDs vertreibt. </p>
<p>Am lustigsten fand ich allerdings die Reaktion einer der älteren Witzerzählerinnen auf ihren eigenen Witz, den man daher nicht mal verstehen muss, um am Ende mitlachen zu können. Sozusagen: Der Witz hinter dem Witz. </p>
<p>Ach so: Wenn mir vielleicht trotzdem jemand den Witz vor dem Witz erklären könnte, das vernuschelt die so, dass ich es nicht verstanden habe.</p>
<p><object width="640" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/X_M9M31bsns&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/X_M9M31bsns&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="500" height="300"></embed></object></p>
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		<title>Ein Lied, zwo, drei, vier!</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Mar 2010 11:11:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>peter_viebig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich glaube, ich spinne! Jetzt wird es langsam auf dem Webdeppen-Stuhl eng. Plötzlich wollen da auch andere drauf sitzen und versuchen dabei, sich auch noch singend Platz zu machen.  Aber für einen der so nett &#8220;Ich hab mein Passwort vergessen&#8221; singt, rücke ich dann doch gern ein bisschen zur Seite:]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.magazin66.de%2F2010%2F03%2Fein-lied-zwo-drei-vier%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fwww.magazin66.de%2F2010%2F03%2Fein-lied-zwo-drei-vier%2F&amp;source=magazin66&amp;style=normal&amp;service=bit.ly&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p>Ich glaube, ich spinne! Jetzt wird es langsam auf dem Webdeppen-Stuhl eng. Plötzlich wollen da auch andere drauf sitzen und versuchen dabei, sich auch noch singend Platz zu machen.  Aber für einen der so nett &#8220;Ich hab mein Passwort vergessen&#8221; singt, rücke ich dann doch gern ein bisschen zur Seite:</p>
<p><object width="640" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/ftyNaBnvZaE&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/ftyNaBnvZaE&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="500" height="325"></embed></object></p>
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		<item>
		<title>Ich verstehe nur &#8220;Station&#8221;</title>
		<link>http://www.magazin66.de/2010/02/ich-verstehe-nur-station/</link>
		<comments>http://www.magazin66.de/2010/02/ich-verstehe-nur-station/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 07 Feb 2010 11:43:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>peter_viebig</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Station]]></category>

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		<description><![CDATA[Muss eigentlich jeder Englisch können? Gerade bei uns Älteren, die wir ja noch mit anderen Fremdsprachen aufgewachsen sind (Oberpfälzisch, Fränkisch, Altgriechisch&#8230;), ist die Beherrschung des Englischen nicht so selbstverständlich wie bei den Jüngeren, die das teilweise schon im Kindergarten lernen. Ich finde es also nicht weiter schlimm, wenn einer, wie der neue EU-Kommisar Günther Oettinger [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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			</a>
		</div>
<p>Muss eigentlich jeder Englisch können? Gerade bei uns Älteren, die wir ja noch mit anderen Fremdsprachen aufgewachsen sind (Oberpfälzisch, Fränkisch, Altgriechisch&#8230;), ist die Beherrschung des Englischen nicht so selbstverständlich wie bei den Jüngeren, die das teilweise schon im Kindergarten lernen. Ich finde es also nicht weiter schlimm, wenn einer, wie der neue EU-Kommisar Günther Oettinger da Schwierigkeiten hat (er hat bestimmt andere Qualitäten, die mir zwar nicht geläufig sind, aber irgendwas muss er wohl können, sonst wäre er ja nicht so weit gekommen). Besser wäre natürlich, er würde dazu stehen und nicht was anderes behaupten:</p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/iUo0O-29jSE&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/iUo0O-29jSE&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
<p>Trotzdem gibt es freilich Berufe, bei denen die Kenntnis des Englischen dazu gehört, sonst erleidet man im wahrsten Sinne des Wortes Schiffbruch:</p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/GT86iWiH2mI&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/GT86iWiH2mI&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
<p>Es ist halt wie so oft: Die einen sagen so und die anderen so, und recht haben sie eigentlich beide.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Der Depp hat eine neue Homepage</title>
		<link>http://www.magazin66.de/2009/12/der-depp-hat-eine-neue-homepage/</link>
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		<pubDate>Thu, 31 Dec 2009 11:59:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sechs+sechzig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deppenblog]]></category>
		<category><![CDATA[Depp]]></category>
		<category><![CDATA[Der Depp im Web]]></category>
		<category><![CDATA[Homepage]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist vielleicht zwölf oder 13 Jahre her, da waren Homepages noch ganz was Tolles. Damit war man an der Speerspitze der Entwicklung. &#8220;Was, Du hast eine eigene Homepage?&#8221; hörte man anerkennend raunen. Wobei die Betonung auf &#8220;eigen&#8221; lag. Dabei, aber das wussten die Leute damals noch nicht so, ist es ja das Wesen einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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			</a>
		</div>
<p>Es ist vielleicht zwölf oder 13 Jahre her, da waren Homepages noch ganz was Tolles. Damit war man an der Speerspitze der Entwicklung. &#8220;Was, Du hast eine eigene Homepage?&#8221; hörte man anerkennend raunen. Wobei die Betonung auf &#8220;eigen&#8221; lag. Dabei, aber das wussten die Leute damals noch nicht so, ist es ja das Wesen einer Homepage, dass sie demjenigen gehört, der sie ins Netz stellt. </p>
<p>Aber das ist lange her. Damals war ich noch kein Depp. Also noch kein richtiger. Jedenfalls kein Depp im Web, denn es gab kaum Vergleichsmöglichkeiten. Nicht einmal die öärtlichen Zeitungen, geschweige denn der Bayerische Journalistenverband, hatten damals so etwas wie eine Homepage. </p>
<p>Inzwischen meint jeder, der etwas auf sich hält, im Web präsent sein zu müssen. Eine Homepage ist nichts besonderes mehr. Sogar der Depp im Web hat seit Jahren eine <em>eigene</em> Homepage, auf der auch sämtliche Kolumnen, die seit dem Jahr 2001 in Sechsundsechzig erschienen sind, nachzulesen sind. Free &#8211; und ohne Werbung. </p>
<p>Allerdings war ich in den letzten Monaten etwas säumig. Die neuesten Kolumnen fehlten. Als ich sie dann endlich einstellen wollte, stellte ich fest, dass die Webseitensoftware nicht mehr mit dem Betriebssystem harmonierte. Nicht ums Verrecken ließen sich die Links entsprechend platzieren. Ich entschloss mich also, die ganze Website in einem anderen Programm neu anzulegen. Einen ganzen Tag bosselte ich rum. Jetzt ist das Ding fertig. Falls jemand die Homepage sehen will, <a href="http://www.deppimweb.de">hier geht´s lang</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Hilfe, jeder Depp kennt mein Passwort!</title>
		<link>http://www.magazin66.de/2009/11/hilfe-jeder-depp-kennt-mein-passwort/</link>
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		<pubDate>Fri, 20 Nov 2009 15:42:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>peter_viebig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der Depp im Web]]></category>
		<category><![CDATA[Depp]]></category>
		<category><![CDATA[Passwörter]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Depp im Web befasst sich mit den Passwörtern unter deren schieren Masse nicht nur er, sondern viele andere Zeitgenossen mit ihm leiden. Denn wie um Himmels willen soll man sich alle Kombinationen merken und auf Papier, so die Warnung, soll man sie ja schon gar nicht schreiben, sonst fallen sie am Ende gar in falsche Hände...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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			</a>
		</div>
<p>Diesmal geht es um geheimste Geheimnisse und peinlichste Peinlichkeiten. Also um das Eine, das Unaussprechliche, das gern Verdrängte, das selbst nach Jahren der Abstinenz aber wieder Hervorkrambare…</p>
<p>Es geht um das Passwort.<br />
Als ich im vergangenen Jahrhundert zum ersten Mal von meinem damals noch monochromen Monitor aufgefordert wurde, mir ein Passwort einfallen zu lassen, versetzte mich das in einen Zustand geistiger Leere. Völlig auf das Wort »Pass« fixiert, gab ich schließlich meine Reisepassnummer ein. Und weil ich mir die nicht merken konnte, hatte ich fortan immer meinen Pass neben dem Computer liegen.</p>
<p>Schon bald stieß ich jedoch mit dieser Nummer nicht nur an Gedächtnisgrenzen. Sie war einfach zu lang für web.de, AOL, Yahoo und wo es sonst noch was zum Anmelden gab.<br />
So legte ich mir zu der Passnummer also noch ein kürzeres Zweitpasswort zu und hoffte, dass es damit sein Bewenden haben würde.</p>
<p>Aber bereits nach wenigen Anmeldevorgängen musste ich meinen Irrtum einsehen. Das Passwort sei schon vergeben, wurde mir plötzlich bedeutet. Ich grübelte nach einem neuen. Doch dann hieß es, der Benutzername sei besetzt. Also, ich musste mir einen neuen Benutzernamen ausdenken. Nun passte aber das Passwort dazu wieder nicht… So ging das hin und her, bis mir der Kragen platzte. Schließlich schrieb ich ins Eingabefeld: Fuckyou – und das, zum Ausdruck meines Unmuts, gleich noch einmal in Versalien, also FUCKYOU. Prompt bekam ich die Meldung: »Herzlichen Glückwunsch, Herr Fuckyou! Sie sind jetzt Mitglied in der Gesellschaft für gepflegtes Deutsch, Ihr Passwort lautet FUCKYOU.«</p>
<p>Damit waren’s also schon drei Passwörter. Von den Benutzernamen und den unterschiedlichen Kombinationen gar nicht zu reden. Doch selbst bei den Dreien blieb es nicht. Zum einen erschien mir »Fuckyou« insbesondere zur Anmeldung bei Kontaktnetzwerken nicht geeignet. Zum anderen wurde es, ebenso wie mein Zweitpasswort, mittlerweile als »weak« eingestuft. Man könne zu leicht darauf kommen, meinte die Anmeldesoftware.</p>
<p>Ich musste also, um den Überblick nicht zu verlieren, meine Passwörter zusammen mit den Internetadressen und den Benutzernamen auf Papier festhalten. Natürlich verschlüsselt, falls die Seiten in falsche Hände gelangen sollten. Die Blätter sind inzwischen zu einem ziemlichen Stapel angewachsen, der längst den Blick auf den Bildschirm beeinträchtigt.</p>
<p>Während ich jedoch noch wehmütig an meinen Reisepass zurückdachte, erwischte es mich jetzt knüppeldick. Irgendwelche Anbieter von Twitter-Tools hatten die angegebenen Passwörter benutzt (andere könnten das aber genauso probieren, also Obacht bei der Weitergabe von Passwörtern, liebe sechs+sechzig-Leser!), um im Namen der Benutzer irgendwelchen Unsinn zu verzapfen.</p>
<p>Da auch ich mich bei diesem Anbieter angemeldet hatte, wurde mir geraten, sofort mein Passwort zu ändern. Nun ist das ausgerechnet mein Zweitpasswort, also jenes, das ich besonders häufig benutze, weil ich es mir wenigstens noch merken kann. Wenn ich das jedes Mal ändern soll… Ohwehoweh! Andererseits: Man stelle sich vor, irgendeiner schreibt da als »Depp« Unsinn! Wohin könnte das führen? Auf alle Fälle zu weit. Ich sehe schon mein mühsam aufgebautes Deppenimperium zusammenbrechen. Vielleicht sollte ich Staatshilfe beantragen.</p>
<p><em>Peter Viebig</em></p>
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		<title>Depp im Web &#8211; Blöder Buchstabensalat</title>
		<link>http://www.magazin66.de/2009/11/depp-im-web-bloder-buchstabensalat/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 14:40:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sechs+sechzig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der Depp im Web]]></category>
		<category><![CDATA[Buchstabensalat]]></category>
		<category><![CDATA[Depp]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumne]]></category>

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		<description><![CDATA[Den Seinen gibt’s der Herr bekanntlich im Schlaf, meint unser Depp im Web. Auch ihm seien aber hin und wieder Erkenntnisse zuteil geworden, die nicht bloß Mitdeppen, sondern auch vielen Mitmenschen vorenthalten bleiben. Weshalb der Depp sich über Träume, Schmerzen und unheimliche Zahlen auslässt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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			</a>
		</div>
<p>Den Seinen gibt’s der Herr bekanntlich im Schlaf. Auch mir sind daher hin und wieder Erkenntnisse zuteil geworden, die nicht bloß Mitdeppen, sondern auch vielen Mitmenschen vorenthalten bleiben.</p>
<p>Eines Tages, als ich wieder einmal fröhlich dahin schritt und die karge Schönheit der fränkischen Pampa aufsaugte, kam plötzlich ein holographisches Leuchten über mich. Ich kann es nur schwer beschreiben. Auf jeden Fall war ich plötzlich im Besitz der Weltformel. Ich wollte sie mir sofort aufschreiben, hatte aber weder Stift noch Papier parat. Also eilte ich nach Hause und sagte mir dabei die Weltformel dauernd vor.</p>
<p>Dummerweise übermannte mich unterwegs ein ganz widerwärtiger Zahnschmerz, der mich daran erinnerte, dass ich schon ein Jahr lang keinen Zahnarzt mehr aufgesucht hatte und deshalb drauf und dran war, meinen Versicherungsbonus zu verspielen. Doch wo hatte ich nur das Bonusheft der Krankenkasse hingelegt? Langer Rede kurzer Sinn: Daheim angelangt, war mir die Weltformel entfallen, und ich verbrachte den Rest des Tages mit Bonusheft-Suchen.</p>
<p>Dieser Tage ereilte mich dann aber ein neuerlicher Erkenntnisblitz, und zwar während einer nächtlichen Computersitzung. Ich hatte gerade einen weinerlichen Beitrag über die eklatanten Unterschiede von Männlein und Weiblein und die »daraus resultierende Unterbindung echten Glücks« gelesen und beschlossen, diesem Jammerlappen in einem Kommentar die Meinung zu sagen. Ich schrieb und schrieb und war am Ende der festen Überzeugung, das würde solchem vor Selbstmitleid triefendem Seim ein für alle Mal die Grundlage entziehen. Dem glücklichen Zusammenleben der Geschlechter stünde damit nichts mehr im Wege.</p>
<p>Doch leider konnte ich den Kommentar nicht einfach abschicken. Vielmehr wurde ich gebeten, ein seltsam abstraktes Bild zu analysieren. Offenbar eine Art Deppentest: Such das Buchstabi! So heißt der aber nicht, sondern vielmehr: Captcha. »Ah«, dachte ich, »das bedeutet so viel wie: Hast’ des g’rafft?« Aber falsch gedacht, es ist die Abkürzung für: Completely Automated Public Turing test to tell Computers and Humans Apart. Also etwas, wodurch festgestellt werden soll, ob auf der anderen Seite ein Mensch oder bloß ein PC hockt.</p>
<p>Vor meinem PC, und das ist mir dadurch erst klar geworden, hockt offenbar kein Mensch. Es ist mir nicht gelungen, die Captchas (ja, ich habe mehrere Versuche unternommen) ordentlich zu dechiffrieren. Jedes Mal war irgend ein Zeichen dabei, das sowohl ein B als auch eine 8, ein R oder ein P, ein I oder eine 1 sein konnte. Oft waren die Zeichen so seltsam ineinander verschoben, dass ich nicht mehr wusste, ob der Querstrich jetzt zum einen Buchstaben gehört oder zum anderen. Nach etlichen Fehlversuchen flog ich jedenfalls raus, und mein Kommentar landete im Orkus.</p>
<p>Die unlesbarsten Captchas findet man übrigens immer auf Firmenseiten, dort wo man Beschwerden loswerden kann. Sie scheinen einzig und allein den Grund zu haben, Nörgler und Querulanten so lange zu beschäftigen, bis sie die Lust verloren haben. Natürlich können die Produkte auch nie verbessert werden, wenn man so das Kunden-Feedback abwürgt.</p>
<p>Ganz ohne Erkenntnisblitze aus der Parallelwelt bin ich also zu der Überzeugung gelangt, die ich hier für die Nachwelt ein für alle Mal festhalte: Die Gründe für das Unglück der Menschheit sind schlechte Zähne und unlesbare Captchas.</p>
<p><em>Peter Viebig</em></p>
<p><em><br />
</em></p>
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