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	<title>sechs+sechzig &#187; mehrgenerationenhaus</title>
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	<description>Hier surfen die neuen Alten</description>
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		<title>Familienleben mit drei Generationen</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Oct 2011 07:00:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ingrid Mielenz</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Familienleben]]></category>
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		<description><![CDATA[Es geht nicht um &#8220;Mehrgenerationenhäuser&#8221;, mit denen das Bundesfamilienministerium in leuchtenden Farben und lachenden Gesichtern für das Zusammenleben von drei Generationen in einem Haus wirbt und diese Projekte finanziell auch unterstützt. In den Prospekten und Ankündigungen hört sich alles so toll und verlockend an: die Alten sorgen für die Jungen und umgekehrt, wenn ältere Mitbewohner [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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<p><a href="http://www.magazin66.de/wp-content/uploads/2011/10/vignette_mielenz2.gif"><img src="http://www.magazin66.de/wp-content/uploads/2011/10/vignette_mielenz2-150x150.gif" alt="" width="150" height="150" class="alignnone size-thumbnail wp-image-10514" /></a>Es geht nicht um &#8220;Mehrgenerationenhäuser&#8221;, mit denen das Bundesfamilienministerium in leuchtenden Farben und lachenden Gesichtern für das Zusammenleben von drei Generationen in einem Haus wirbt und diese Projekte finanziell auch unterstützt. In den Prospekten und Ankündigungen hört sich alles so toll und verlockend an: die Alten sorgen für die Jungen und umgekehrt, wenn ältere Mitbewohner Hilfe und Unterstützung brauchen. Und das soll sogar gut funktionieren, obwohl sich alle, die in einem solchen Haus wohnen, gar nicht lange und gut kennen.<br />
Ja, ein bißchen neidisch bn ich schon, wenn ich das lese, denn in meinem &#8220;Drei-Generationen-Haus&#8221; geht es nicht so zugewandt zu. Als in dem Haus, in dem meine Kinder und Enkelkinder wohnen, eine Wohnung frei wurde, bin ich dort eingezogen, um meine Familie in unmittelbarer Nähe zu haben. Zu Anfang hat alles gut geklappt, neben meinen Aufgaben der Enkelbetreuung und der Erledigung keinerer Besorgungen gab es für mich auch sowas wie ein Familienleben. Inzwischen bin ich (wie vor meinem Umzug) an den Abenden und an den Wochenenden wieder viel allein. Ich werden das Gefühl nicht los, dass ich meine Kinder (wenn sie mich nicht brauchen) zunehmend störe und spontanes &#8220;Malvorbeischauen&#8221; schon überhaupt nicht mehr möglich ist.<br />
Irgendwie ist das Zusammenleben der Generationen eben doch schwierig. Oder funktioniert das besser, wenn die Generationen nicht verwandt sind?</p>
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		<title>Wo sich Jung und Alt begegnen: Ein Lob auf das Mehrgenerationenhaus</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Dec 2010 15:53:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sechs+sechzig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jie Chi besucht die zehnte Klasse des Johann-Gottfried-Herder Gymnasiums in Berlin und beschäftigte sich mit Mehrgenerationenhäusern. Die Idee fasziniert die Schülerin so sehr, dass sie einen Artikel verfasste. Bei der Suche nach einer geeigneten Plattform für die Veröffentlichung stieß sie auf die Homepage des Magazins 66. Da die Sichtweise eines jungen Menschens bei diesem Thema [...]]]></description>
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			</a>
		</div>
<p><div id="attachment_5563" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.magazin66.de/wp-content/uploads/2010/12/SeniorenWGneu.jpg"><img src="http://www.magazin66.de/wp-content/uploads/2010/12/SeniorenWGneu.jpg" alt="" title="64121" width="300" height="200" class="size-full wp-image-5563" /></a><p class="wp-caption-text">In einer Senioren-WG bleiben die Alten unter sich. Im Mehrgenerationenhaus treffen sich Jung und Alt. Foto: epd</p></div>Jie Chi besucht die zehnte Klasse des Johann-Gottfried-Herder Gymnasiums in  Berlin und beschäftigte sich mit Mehrgenerationenhäusern. Die Idee fasziniert die Schülerin so sehr, dass sie einen Artikel verfasste. Bei der Suche nach einer geeigneten Plattform für die Veröffentlichung stieß sie auf die Homepage des Magazins 66. Da die Sichtweise eines jungen Menschens bei diesem Thema nur selten wahrgenommen wird und mehr die Senioren und Sozialexperten zu Wort kommen, wenn es um die Vor-und Nachteile einer solchen Eonrichtung geht, hat sich die Redaktion entschlossen, den Beitrag hier zu publizieren.</p>
<p>„Kinder, Eltern, Oma, Opa wohnen unter einem Dach“, so lautet ein Zitat des Kreativhauses e.V., ein Mehrgenerationenhaus in Berlin-Mitte. Sie fragen sich, was das Besondere an diesem Satz ist?</p>
<p>Vor 100 Jahren war es üblich, dass alle gemeinschaftlich zusammenlebten. Das ist Ihnen sicherlich bekannt. Dieses Zitat triff heutzutage nur auf die Wenigsten zu. Das Problem wird in der ONLINE FOCUS Zeitschrift deutlich: „Wie immer, wenn es um [...] Gerechtigkeit zwischen Jung und Alt geht, kochte die Aufregung hoch.“ Der Konflikt basiert auf Neid, Kampf um Arbeitsplätze; aber es gibt auch Meinungsverschiedenheiten zwischen Eltern und Kindern. Wieso sollten Alt und Jung zusammen wohnen, wenn alle verschiedene Wertevorstellungen haben? Es ist nur eine Frage der Zeit bis der Streit sich zum Höhepunkt<br />
entwickelt.</p>
<p><strong>Entzündende Idee</strong></p>
<p>Das Problem kann man nicht durch gegenseitige Distanzierung beheben. Dieser Meinung waren auch andere Menschen, deshalb wurde die Idee der Mehrgenerationenhäuser ins Leben gerufen. Das Ziel bestand darin, dass sich Alt und Jung ungezwungen und friedlich kennenlernen und voneinander profitieren.</p>
<p>Das Kreativhaus, eines von neun Mehrgenerationenhäuser in Berlin, ist in dem Sinne kein Wohnprojekt, das heißt Jung und Alt wohnen nicht zusammen, sondern eine offene Begegnungsstätte. Das Gebäude befindet sich in einer ruhigen Gegend in der Nähe der Spree. Von außen wirkt die Baulichkeit lebendig, denn es wurde fantasievoll bemalt. Jeweils vor und hinter dem Kreativhaus erstreckt sich ein kleiner Hof, wo auch Kinder spielen können. Der erste Eindruck im Mehrgenerationenhaus überrascht einen positiv. Innen sind die Gänge und Räume mit zahlreichen Bildern von Kindern gestaltet worden. Es hängen auch Fotografien an den Wänden.</p>
<p>Das Erzähl-Café, wo sich Samstag nachmittags, die meisten Menschen aufhalten, unterhalten sich Jugendliche, Kinder und Erwachsene gemütlich. Dabei herrscht immer eine heitere Stimmung. Außerdem verkleiden sich manche, zum Beispiel als Clown, weil sie mit Kindern Geburtstag feiern. In diesem Mehrgenerationenhaus werden viele Kurse angeboten. Es gibt zum Beispiel den Computerkurs für Senioren, wo Sie vieles über die neusten Programme lernen können. Außerdem stehen im Angebot Sprachkurse, Yoga für Alle, Gymnastik mit Musik, zwei Sportarten mit viel Entspannung. Im Fischerinselchor können Sie Ihre Stimme frei entfalten. Wenn Sie kreativ sein wollen, probieren Sie sich im Theater oder in Graffiti aus.</p>
<p>Eine entspannte Atmosphäre ist im Haus zu spüren. Man könnte meinen, die Menschen hätten ein zweites Zuhause im Mehrgenerationenhaus gefunden. Generationen haben einen Ort, an denen sie sich begegnen und die Fremdheit überwinden. Sie sollen lernen sich gegenseitig zu verstehen und zusammenzuhalten. Ausschlaggebend ist, dass das Geben und Nehmen zwischen Generationen stärker belebt wird. Alt und Jung sollen gemeinsam Aufgaben bewältigen.</p>
<p>Haben Sie sich schon immer Enkel gewünscht? So können Sie zum Beispiel Kinder betreuen<br />
und eine Beziehung zu ihnen aufbauen. Heranwachsende lernen im Umgang mit älteren<br />
Menschen, Neues zu entdecken und Kinder bzw. Jugendliche können das Wissen zur Technik weitergeben. Diese uralte Aufgabe der praktischen Weitergabe von Wissen, Kompetenzen und Erfahrungen ist auch in der modernen Gesellschaft keinesfalls überflüssig.<br />
Das Zusammenleben der Generationen führt zum großen Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit. Dadurch, dass man untereinander Respekt zeigt und gegenseitige Rücksicht<br />
nimmt, erhöht sich die Lebenserfahrung und auch das Selbstbewusstsein; weil alle diese<br />
positiven Aspekte überzeugten, wurden Ende 2007 in Deutschland schon über 500 Mehrgenerationenhäuser erbaut.</p>
<p>Wenn Sie das Kreativhaus besuchen möchten, so schließen Sie Kontakt unter <a href="http://www.kreativhaus-berlin.de/">http://www.kreativhaus-berlin.de/ .<br />
</a><br />
Besuchen Sie auch diesen <a href="http://www.magazin66.de/2010/04/mit-60-in-die-alten-wg/">Beitrag im Blog Alter ego</a>. Hier diskutieren User über Senioren WGs.</p>
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		<title>Wer will in Mehrgenerationenhäusern leben?</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Nov 2009 16:51:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stefan_brunn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wohnen & Heime]]></category>
		<category><![CDATA[mehrgenerationenhaus]]></category>
		<category><![CDATA[wohnen]]></category>

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		<description><![CDATA[Lieber Himmel, wie wird es werden? Alt und Jung unter einem Dach oder jedenfalls in unmittelbarer Nähe. Ruhebedürfnis hier, Kinderlärm dort, Nachbarn mit dem Wunsch nach Kontakt, und ich selber mitten drin. Will ich das wirklich, das Leben in einem Mehrgenerationenhaus?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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			</a>
		</div>
<div id="attachment_587" class="wp-caption alignright" style="width: 220px"><a rel="attachment wp-att-587" href="http://www.magazin66.de/2009/11/wer-will-in-mehrgenerationenhausern-leben/mehrgenerationenhaus_01/"><img class="size-full wp-image-587" title="mehrgenerationenhaus_01" src="http://www.magazin66.de/wp-content/uploads/2009/11/mehrgenerationenhaus_01.jpg" alt="»Kinderlärm macht mir Freude«, sagt Rita Schreyer. In der Wohnanlage am Erlanger Stadtrand fühlt sie sich wohl. Foto: Michael Matejka" width="210" height="146" /></a><p class="wp-caption-text">»Kinderlärm macht mir Freude«, sagt Rita Schreyer. In der Wohnanlage am Erlanger Stadtrand fühlt sie sich wohl. Foto: Michael Matejka</p></div>
<p>Lieber Himmel, wie wird es werden? Alt und Jung unter einem Dach oder jedenfalls in unmittelbarer Nähe. Ruhebedürfnis hier, Kinderlärm dort, Nachbarn mit dem Wunsch nach Kontakt, und ich selber mitten drin. Will ich das wirklich, das Leben in einem Mehrgenerationenhaus?</p>
<p>Trotz aller Vorfreude: In manchen Nächten vor dem Bezug ihrer funkelnagelneuen Wohnung werden die meisten Mieter wohl leise Zweifel umgetrieben haben, so gut sie sich ihren Entschluss auch vorher überlegt hatten. Inzwischen ist der Umzug bewältigt &#8211; ob in die mit dem Mehrgenerationenhaus vernetzte Wohnanlage in Erlangen-Süd oder ins andersWohnen-Mehrfamilienhaus am Karl-Bröger-Platz in der Nürnberger Südstadt. Alle Bewohner haben einander schon ein wenig beschnuppert und bemerkt, dass die Zuversicht nicht getrogen hat, die sie in ein planvolles Miteinander der Generationen gesetzt haben.</p>
<p>Rita Schreyer, 73, gehört zu den ersten Mietern, die in das Haus an der Görkauer Straße 2 in Erlangen Süd eingezogen sind. Die Wohnanlage, Mitte Juli 2009 vom Diözesan-Caritasverband und der Joseph-Stiftung offiziell eingeweiht, entstand in Kooperation mit der Pfarrgemeinde St. Sebald und dem Caritasverband Erlangen unter dem Leitmotiv »In der Heimat wohnen – ein Leben lang. Sicher und selbstbestimmt«. Vernetzt ist der Neubau mit dem angrenzenden katholischen Kindergarten St. Sebald und dem dazwischen liegenden Mehrgenerationenhaus, das die Klammer zwischen beiden Bereichen bildet. Der zweiflügelige Wohnkomplex umfasst 17 Zwei- und Dreizimmerwohnungen und ist durchgängig barrierefrei errichtet.</p>
<p>Rita Schreyer ist hochzufrieden, sowohl mit den eigenen vier Wänden als auch mit ihrem Umfeld. Sehr bewusst hat sie sich, ebenso wie ihre Mitbewohner, für dieses Wohnmodell entschieden. So lange es geht, möchte sie autonom und selbstbestimmt leben und dennoch sicher sein, dass sie nicht ausziehen muss, wenn sie später einmal Hilfe oder Pflege braucht. Sie weiß: Ein Seniorenmittagstisch würde das eigene Kochen ersparen; ein ambulanter, frei gewählter Pflegedienst käme ins Haus oder könnte vom nahe gelegenen Caritas-Stützpunkt angefordert werden. Sie schätzt den freundschaftlichen Ton und die hilfsbereite Art der Hausbewohner, die gepflegte ruhige Wohnanlage und zugleich das bunte Leben, das rundherum stattfindet.</p>
<div id="attachment_588" class="wp-caption alignright" style="width: 220px"><a rel="attachment wp-att-588" href="http://www.magazin66.de/2009/11/wer-will-in-mehrgenerationenhausern-leben/mehrgenerationenhaus_02/"><img class="size-full wp-image-588" title="mehrgenerationenhaus_02" src="http://www.magazin66.de/wp-content/uploads/2009/11/mehrgenerationenhaus_02.jpg" alt="Verena Grosam mit ihren Kindern Enya, Mia und Janick und Mitbewohnerin Herta Juhas finden das Prinzip des »anders Wohnen« einfach genial. Foto: Michael Matejka" width="210" height="134" /></a><p class="wp-caption-text">Verena Grosam mit ihren Kindern Enya, Mia und Janick und Mitbewohnerin Herta Juhas finden das Prinzip des »anders Wohnen« einfach genial. Foto: Michael Matejka</p></div>
<p>»Kinderlärm und Kinderlachen machen mir Freude«, sagt die jung gebliebene Dame, die ihr Auto verkauft hat und hier draußen, am Erlangen Stadtrand, viel mit dem Rad unterwegs ist. Fest im Gemeindeleben verankert, ist sie seit je her bereit, sich für andere zu engagieren und will genau das sowohl in ihrem Wohnumfeld als auch im Mehrgenerationenhaus praktizieren. Und einfach dabei sein, wenn etwas los ist, das ihr gefällt.</p>
<p>Geboten wird jede Menge für Jung und Alt: »After-Work-Fitness«, Yoga, Seniorensport, Jugendtreff und Jugendevent, »Schnatterclub«, Seniorenclub, Eltern-Kind-Gruppen, Chor und Kinderbasteln. Dazu kommen Feste und Feiern, Partys, Tanz, Oldie-Disco und vieles mehr. Patengroßeltern werden gesucht und vermittelt, Leseomas und -opas eingeteilt – eine Mammutaufgabe für die Person, die alles koordinieren muss. Glücklicherweise hat Christiane Heil, Leiterin des Mehrgenerationenhauses Erlangen, genau die richtigen Voraussetzungen dafür. Sie ist Informatikerin, fit am PC und in allen organisatorischen Belangen. Mit Menschen locker umgehen kann sie auch, und so bringt sie meist erfolgreich alles und alle unter einen Hut. Ihre kleinen und großen »Klienten« machen es ihr leicht, denn wer hier wohnt, spielt, lernt oder sich ganz einfach vergnügt, ist auf »Miteinander« gepolt und nicht zimperlich, auch wenn es einmal hoch her geht.</p>
<p>Derselbe Grundgedanke – ein freundliches, hilfsbereites Miteinander von Menschen mehrerer Generationen – gilt auch im neuen Wohnkomplex am Karl-Bröger-Platz in Nürnberg. Der schön geschwungene Neubau, der als gelungenes Pendant zum denkmalgeschützten Karl-Bröger-Haus dem Platz ein neues Gesicht gibt, ist für die Südstadt schon unter rein städtebaulicher Sicht ein Gewinn. Für die Bewohner, die seit den Sommermonaten nach und nach einziehen, wird er das aller Voraussicht nach auch sein. Die 44 barrierefreien und zum Teil rollstuhlgerechten Ein- bis Vier-Zimmer-Wohnungen sind an Senioren und Alleinerziehende vergeben, die Kindertagesstätte im Erdgeschoss ist mit Leben erfüllt, und in der Kinderkrippe krähen unter Aufsicht die Kleinsten. Der Alltag hält Einzug im großen Mehrfamilienhaus und wird zeigen, ob sich die hochgesteckten Erwartungen der alten und jungen Mieter erfüllen.</p>
<p>Denn andersWohnen ist nicht nur ein Wort. Es setzt ausdrücklich auf die soziale Kompetenz der Bewohner, die als Genossenschaftsmitglieder der andersWohnen eG Rechte und Pflichten übernommen haben. Dazu zählen etwa Selbsthilfe, Selbstbestimmung und Selbstverwaltung sowie das Recht auf Mitgestaltung im Hausbetrieb. Die Wohnungen sind teils frei finanziert, teils sozial gefördert, die Genossenschaftsanteile vererbbar (sechs+sechzig berichtete im Wohnen Sonderheft 2007 ausführlich über das Projekt).</p>
<p>Herta Juhas und Fred Jantschke sind inzwischen eingezogen und mitten im Praxistest. Der Optimismus der beiden Älteren hat bislang keinerlei Schaden genommen und wird noch übertroffen von der Begeisterung der alleinerziehenden Mütter. Verena Grosam beispielsweise, deren drei Kinder sich über die allgemeine Zuwendung im Haus und »sooo viele Omis« freuen, zählt dazu. »Einfach genial« finden alte und junge Bewohner den Gedanken, einander behilflich zu sein. Was sie alle erfolgreich bewerkstelligen wollen, nennt Christoph Arnold, Vorstandsvorsitzender der andersWohnen eG, offiziell »Versorgungsverbund innerhalb eines familien- und kinderfreundlichen Projekts, das die Lebensqualität des Einzelnen und die Wertevermittlung zwischen den Generationen fördern soll«.</p>
<p>Unten, im Parterre, pflegt man im Kindergarten derweil das unkomplizierte Miteinander nicht der Generationen, sondern der Kulturen. Jessica Zimmer leitet das »Humanistische Haus für Kinder am Karl-Bröger-Platz« mit seinem sorgfältigen pädagogischen Ansatz. Sieben Betreuerinnen kümmern sich um die derzeit etwa 50 Kleinen, die in drei Gruppen aufgeteilt sind. Innerhalb des »Versorgungskonzepts« spielen Kindertagesstätte und Krippe eine wesentliche Rolle: Mütter werden zeitlich entlastet und Ältere, die sich einen direkten Umgang mit Kindern wünschen, mit ehrenamtlichen Aufgaben betraut. Nachwuchs aus der Nachbarschaft gesellt sich zu den »internen« Mädchen und Buben, und die ganze muntere Schar erfüllt das Haus mit dem erwünschten fröhlichen Leben. Eliza und Celina, die zweijährigen Zwillinge von Kerstin Schulz, 31, tragen nach Kräften dazu bei und fühlen sich offenbar bestens aufgehoben. »Noch ein bisschen ungewohnt« ist es für ihre Mutter, die aus der Nordstadt in den Süden umgezogen ist und sich das »andersWohnen« reiflich überlegt hat. Auch sie setzt fest auf ein gutes Miteinander und ist bereit, das Ihre dazu zu tun.</p>
<p>»Wir wachsen zusammen« glauben die jungen und alten Bewohner am Karl-Bröger-Platz fest und freuen sich aufeinander. In der Görkauer Straße in Erlangen sieht man das ebenso. Einen Mehrgenerationenkonflikt wird es nicht geben.</p>
<p><em>Brigitte Lemberger</em></p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p>
<p>Weitere Informationen:</p>
<p>»In der Heimat wohnen – ein Leben lang.<br />
Sicher und selbstbestimmt«<br />
Wohnmodell der Caritas im Erzbistum Bamberg und der Joseph-Stiftung, kirchliches<br />
Wohnungsunternehmen.<br />
Görkauer Str. 2, 91058 Erlangen</p>
<p>Ansprechpartnerin für den Standort Erlangen ist Hannelore Bils-Klinker,<br />
Tel. 09 51/ 91 44-3 09<br />
bei der Joseph-Stiftung Bamberg</p>
<p>Mehrgenerationenhaus Erlangen<br />
Pfarrzentrum St. Sebald<br />
Egerland Str. 24, 91058 Erlangen<br />
Tel. 0 91 31 / 30 14 94<br />
Ansprechpartnerin ist Christiane Heil<br />
Bürozeit Di. und Do. von 10 bis 12 Uhr</p>
<p>»andersWohnen«<br />
Das Nürnberger Wohnprojekt wohnenPlus<br />
der Genossenschaft andersWohnen eG<br />
Karl-Bröger-Platz, 90459 Nürnberg<br />
Kontakt über: andersWohnen e.G.<br />
Rennweg 50, 90489 Nürnberg<br />
Ansprechpartner sind: Christoph Arnold (Vorsitzender) und Fred Jantschke<br />
Tel. 0911 / 597 20 60<br />
Telefax: 0911 / 597 20 61<br />
E-mail: arnold@anderswohnen-eg.de<br />
Internet: www.anderswohnen-eg.de</p>
<p>Humanistisches Haus für Kinder am<br />
Karl-Bröger-Platz<br />
Nürnberg-Steinbühl<br />
Karl-Bröger-Str. 4, 90459 Nürnberg<br />
Tel. 0911 / 130 80 48,<br />
Mobil 0176 / 62 23 55 19<br />
Ansprechpartnerin ist Sozialpädagogin (FH) Jessica Zimmer</p>
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		<title>Die eigenen vier Wände bleiben das Lieblingsmodell</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Nov 2009 18:15:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stefan_brunn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wohnen & Heime]]></category>
		<category><![CDATA[altenheim]]></category>
		<category><![CDATA[mehrgenerationenhaus]]></category>
		<category><![CDATA[wohnen]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn man über 50-jährige Eigenheimbesitzer fragt, wie sie später leben wollen, dann antworten 90 Prozent von ihnen, dass sie am liebsten in den eigenen vier Wänden bleiben wollen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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			</a>
		</div>
<div id="attachment_445" class="wp-caption alignright" style="width: 128px"><a rel="attachment wp-att-445" href="http://www.magazin66.de/2009/11/die-eigenen-vier-wande-bleiben-das-lieblingsmodell/treppenlift/"><img class="size-full wp-image-445   " style="border: 0pt none; margin: 5px;" title="treppenlift" src="http://www.magazin66.de/wp-content/uploads/2009/11/treppenlift.jpg" alt="So stellt man es sich vor: Im gepflegten Eigenheim mit den Enkeln spielen." width="118" height="128" /></a><p class="wp-caption-text">So stellt man es sich vor: Im gepflegten Eigenheim mit den Enkeln spielen.</p></div>
<p>Wenn man über 50-jährige Eigenheimbesitzer fragt, wie sie später leben wollen, dann antworten 90 Prozent von ihnen, dass sie am liebsten in den eigenen vier Wänden bleiben wollen. Rund zwei Drittel können sich aber auch einen Umzug in eine Wohnung vorstellen, hat eine Umfrage der Bausparkasse BHW ergeben. Und 34 Prozent halten demnach ein Mehrgenerationenhaus für eine Alternative.<a href="http://www.magazin66.de/2009/11/die-eigenen-vi…ieblingsmodell/"></a><span id="more-444"></span> Nur unwesentlich weniger Befragte geben an, sich auch eine Hausgemeinschaft mit gleichaltrigen Freunden vorstellen zu können. Seniorenheime kommen &#8211; zu diesem Zeitpunkt des Lebens &#8211; nur für 20 Prozent der Befragten in Betracht.</p>
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