Spätfolgen der Krebstherapie: Hilfe für Patienten

Artikel drucken Artikel drucken 3. Februar 2012 | Von | Kategorie: Alter Ego

Vor kurzem bin ich auf einen ineterssanten ASrtikel gestoßen. Es ging um Krebspatienten, die schon mindestens zehn Jahre oder länger ihre Erkankung überwunden haben und jetzt an möglichen Spätfolgen der früheren Therapie leiden. Meistens handelt es sich dabei um diffuse Beschwerden, die sich nicht eindeutig zu ordnen lassen und daher selten in Zusammenhang mit der früheren Krebserkrankung gebracht werden. Die meisten Ärzte sind auf solche Krankheitsbilder nicht vorbereitet.

Doch in der Universitätsklinik Erlangen hat sich ein Ärzteteam auf diese Symptome spezialisiert. Dort wird Beratung und Langzeitnachsorge angeboten.
Begeistert von der guten Idee, sich einer Patientengruppe anzunehmen, die eigentlich als geheilt gilt, aber trotzdem die Folgen einer Strahlentherapie oder einer Chemotherapie mit ihren Nebenwirkungen nach Jahren spürt, habe ich mich an die Universitätsklinik gewandt, weil ich in unserem Magazin 66 etwas darüber berichten wollte.

Doch wie groß war meine Enttäuschung als ich die Antwort der Pressestelle las. Hier der knappe Originaltext: Die Broschüre „Vorsorgen durch Nachsorgen“ ist leider noch nicht fertiggestellt. Der medizinisch gehaltene Entwurf wird derzeit noch von einer Medizinjournalisten für Laien verständlich übersetzt. Sie richtet sich allerdings an Eltern, deren Kinder erkrankt sind. Wir hoffen,dass die Broschüre in etwa 6 Monaten erhältlich ist. Sollte Ihr Interesse weiterhin bestehen, können Sie uns im Juli diesen Jahres gerne erneut kontaktieren.

Kein Wort mehr über die älteren Patienten, kein Wort darüber, dass man diesen Service in der Broschüre aufnimmt. Schade. Da sind die Senioren mit Spätfolgen wohl nur eine kleine Gruppe, die man nicht abweist. Dass man daraus einen Beratungsschwerpunkt machen könnte, ist wohl leider nicht angedacht.
Kennt jemand andere Beratungsstellen? Ich würd gerne darauf aufmerksam machen.

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Ein Kommentar
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  1. In der Wochenzeitung DIE ZEIT war am 26. Januar 2012 ein Artikel zum selben Thema. Auch darin wird auf die Broschüre „Vorsorgen durch Nachsorgen“ verwiesen.
    Außerdem heißt es dort wörtlich: „Die Versorgungslücke bei Erwachsenen, die früher einmal an Krebs erkrankt waren, kennt Langer (Thorsten Langer,Oberarzt an der Kinderklinik des Uni-Klinikums Erlangen) auch aus eigener Praxis. Selbst im fortgeschrittenen Alter kommen manche Patienten von weit her immer noch nach Erlangen in die Kinderklinik zum Jahrescheck. Hier brauchen sie nicht viel zu erklären, nicht um Überweisungen zu betteln. Nach einem halben Tag haben sie alle Untersuchungen hinter sich.“
    Da würde ich doch zu gern wissen, ob das auch gesetzlich krankenversicherte Senioren mit Spätfolgen gilt??
    Mich würde interessieren, ob vielleicht schon jemand bei Herrn Oberarzt Dr. Langer angefragt hat??

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