Erhöht schlechte Luft
das Alzheimer-Risiko?

Artikel drucken Artikel drucken 31. Januar 2018 | Von | Kategorie: Gesundheit & Ernährung

Ein Labormitarbeiter von Dr. Roel Schins bei der Arbeit. Foto: IUF

Kann eine schlechte Luftqualität in der Nähe von vielbefahrenen Straßen die Entwicklung der Alzheimer-Krankheit beeinflussen? Das möchte Dr. Roel Schins vom IUF – Leibniz-Institut für umweltmedizinische Forschung in Düsseldorf – nun gemeinsam mit seinem niederländischen Projektpartner Prof. Dr. Flemming Cassee (RIVM Bilthoven/NL) herausfinden.

Gefördert wird das deutsch-niederländische Forschungsprojekt bis Ende 2019 von der gemeinnützigen Alzheimer-Forschung-Initiative (AFI) mit 48.157 Euro. Der AFI-Kooperationspartner Alzheimer Nederland unterstützt das Forschungsvorhaben mit weiteren 48.140 Euro.

„Sollte eine schlechte Luftqualität tatsächlich den Krankheitsprozess auslösen oder beschleunigen, könnte der Gesetzgeber eingreifen“, sagt Dr. Roel Schins. „Deshalb wollen wir herausfinden, welche Bestandteile der verkehrsbedingten Luftverschmutzung zu möglichen kognitiven Beeinträchtigungen führen können.“

Dr. Roel Schins. Foto: IUF

Dr. Roel Schins möchte mit einem Mausmodell erforschen, ob es einen kausalen Zusammenhang zwischen Luftverschmutzung und einem erhöhten Alzheimer-Risiko gibt. Dazu werden die Auswirkungen unterschiedlicher Bestandteile der Außenluft an einer vielbefahrenen Straße auf das Nagerhirn im Vergleich zu sauberer Luft untersucht. So könnte festgestellt werden, ob die Feinstaubpartikel oder eher gasförmige Bestandteile besonders schädlich sind.

Die AFI ist der größte private Förderer der Alzheimer-Forschung an deutschen Universitäten und öffentlichen Einrichtungen. Aktuell kann die AFI zehn neue Forschungsprojekte mit insgesamt 798.357 Euro unterstützen. Insgesamt konnten bislang 230 Forschungsaktivitäten von engagierten Wissenschaftlern mit über 9,2 Millionen Euro finanziert werden.

Die förderungswürdigen Projekte wurden vom Wissenschaftlichen Beirat der AFI unter dem Vorsitz von Prof. Thomas Arendt (Universität Leipzig) zusammen mit den Beiräten der internationalen Kooperationspartner Alzheimer Nederland in den Niederlanden und Fondation Vaincre Alzheimer in Frankreich sowie externen Fachleuten ausgewählt. Gefördert werden Projekte in den Bereichen Grundlagen-, Ursachen-, Diagnose-, Präventions- und Wirkstoffforschung an den Hochschulstandorten Bonn, Coburg, Düsseldorf, Göttingen, Heidelberg, Leipzig, Saarbrücken und Ulm.

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